Die Bauernorchidee ist nicht mehrjährig, sondern einjährig

Mit der echten Orchidee hat die Bauernorchidee, auch Spaltblume genannt, nichts zu tun. Beide Pflanzen gehören ganz unterschiedlichen Pflanzenfamilien an. Bauernorchideen werden im Gegensatz zu echten Orchideen nicht mehrjährig, sondern einjährig gezogen und jedes Jahr neu ausgesät.

Bauernorchidee einjährig
Die Bauernorchidee gedeiht nur einjährig

Bauernorchideen lassen sich nicht mehrjährig ziehen

Bauernorchideen vertragen Frost bis minus sieben Grad, zumindest für einen gewissen Zeitraum. Die aus dem chilenischen Hochland stammende Pflanze ist dennoch nicht winterhart und wird einen harten Winter im Freiland nicht überleben.

Lesen Sie auch

Sie können natürlich versuchen, eine Bauernorchidee im Haus zu überwintern, um sie mehrjährig zu ziehen. Allerdings lohnt sich die Mühe nicht. Bauernorchideen überstehen unter günstigen Bedingungen zwar den Winter im Haus, sie blühen aber im Folgejahr nicht mehr.

Sie müssen die hübsche Zierpflanze mit ihren vielfarbigen Blüten deshalb jedes Jahr neu aussäen.

Spaltblume jedes Jahr neu aussäen

Die Bauernorchidee blüht sehr früh im Jahr, wenn Sie sie bereits im Herbst des Vorjahres aussäen:

  • Aussaatschale mit Anzuchterde füllen
  • Samen dünn aussäen
  • leicht mit Substrat bedecken
  • hell und warm bei 22 bis 25 Grad aufstellen
  • nach dem Auflaufen pikieren
  • ab März ins Freiland oder in Kübel pflanzen

Einen guten Standort suchen

Damit die Spaltblume ihre vielen schönen Blüten entwickeln kann, braucht sie wenig Pflege aber einen günstigen Standort. Er sollte sonnig bis halbschattig sein. Gern dürfen Sie sie unter Bäume oder Sträucher setzen, wo andere Blütenpflanzen nur selten ihre Blütenpracht entwickeln.

Staunässe ist unbedingt zu verhindern, da die sonst sehr robuste Pflanze dann eingeht. Mischen Sie die Erde im Blumenbeet mit Sand und legen Sie in Pflanzgefäßen eine Drainage an.

Gießen müssen Sie im Freiland nur, wenn es lange sehr trocken ist. Im Kübel oder Blumenkasten (13,18€ bei Amazon*) sorgen Sie dafür, dass das Substrat nie ganz austrocknet. Düngen Sie die Bauernorchidee im Freiland mit etwas reifem Kompost und im Pflanzgefäß in vierzehntägigen Abständen mit etwas Flüssigdünger.

Tipps

Die Bauernorchidee ist zwar nicht winterhart, verträgt aber für einige Zeit Temperaturen bis minus sieben Grad. Sie darf deshalb schon ab März ins Freiland. Nur Pflanzen im Kübel sollten Sie vor Frost schützen.

Text: Sigrid Hestermann

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.