Aralia
Die schöne Blattform der Aralie macht sie auch ohne Blüte zu einem Hingucker

Aralie

Die Aralie begeistert als imposanter Solitär, gepaart mit exotischer Aura und eindrucksvoller Präsenz. Wen der Giftgehalt und die dornenbewehrte Rinde nicht stören, siedelt ein anspruchsloses Ziergehölz und umschwärmte Bienenweide im Garten an. Lesen Sie hier, wie die Kultivierung fachgerecht verläuft. Praxiserprobte Antworten auf oft gestellte Fragen zeigen, wie es geht.

Aralie richtig pflanzen

Am sonnigen bis halbschattigen, windgeschützten Standort legen Sie im nährstoffreichen, humos-frischen Boden eine geräumige Pflanzgrube an. Damit sich die kräftigen Wurzelausläufer nicht selbstständig machen, empfehlen wir eine 60 cm tief reichende Wurzelsperre. Die eingetopfte Aralie wird derweil in Wasser gestellt, bis keine Luftblasen mehr aufsteigen. Daraufhin positionieren Sie den ausgetopften Wurzelballen mittig in der Grube. Bevor Sie die Hohlräume mit Erde verfüllen, reichern Sie den Aushub noch an mit Kompost, Hornspänen und ein wenig Gesteinsmehl. Ausgiebiges Gießen am Tag der Pflanzung sowie in den Folgezeit ebnet den Weg zu einem vitalen Wachstum und einer zügigen Verwurzelung.
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Pflegetipps

Am adäquaten Standort verlangt die Japanische Aralie ihrem Gärtner kaum gärtnerische Aufmerksamkeit ab. So gelingt die Pflege reibungslos:

  • Die Erde im Beet sowie das Substrat im Topf gleichmäßig feucht halten
  • Eine organische Startdüngung im März/April, gefolgt von einer weiteren Dosis kurz vor Beginn der Blütezeit
  • Schneiden und Auslichten während der laublosen Winterzeit

Da der Japanische Angelikabaum zu den mäßig giftigen Zierpflanzen zählt und zumeist mit Dornen bewehrt ist, empfehlen wir das Tragen schützender Handschuhe bei allen Pflanz- und Pflegearbeiten.
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Welcher Standort ist geeignet?

Die Aralie bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Standort, gerne windgeschützt und warm. Damit das Ziergehölz seine opulente Blüten-, Blätter- und Beerentracht anlegt, darf der Boden nicht zu mager sein. Eine humose, gut durchlässige und frisch-feuchte Erde entlockt dem asiatischen Einwanderer seine schönsten Seiten.
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Der richtige Pflanzabstand

Eine Japanische Aralie setzt sich nur dort mit ihrem asiatischem Charisma perfekt in Szene, wo ihr ausreichend Platz zur Verfügung steht. Die reine Art verlangt daher nach einem Pflanzabstand von 4 m nach rechts und links. Für die kompakteren Hybriden empfehlen wir eine Entfernung von mindestens 2 m in jede Richtung.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

In nährstoffreicher, humoser und frisch-feuchter Erde fühlt sich der Angelikabaum wohl. Ein guter Wasserabzug ist von höchster Relevanz, damit es während regenreicher Jahreszeiten nicht zu Staunässe kommt. Wählen Sie daher einen sandig-lehmigen Boden, der gerne einen leichten Kalkgehalt aufweisen darf.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Mehrheitlich bieten Baumschulen und Gartencenter die Aralie im Container an. Somit haben Sie während der gesamten Vegetationsperiode Gelegenheit, den Zierstrauch einzupflanzen. Idealerweise wählen Sie einen milden Tag zwischen Mitte April und Mitte Mai oder zwischen Anfang September und Mitte Oktober.
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Wann ist Blütezeit?

Von August bis September erhebt sich über den mächtigen Fiederblättern eine eindrucksvolle Blütenpracht. Freuen Sie sich auf riesige Rispen, übersät mit kleinen Doldenblüten. Ein einzelner Blütenstand hält für 1 bis 2 Wochen durch, bevor er verwelkt. Schneiden Sie die verwelkten Blütenrispen nicht ab, denn schon wenige Wochen später verwandeln diese sich in dekorative Fruchtstände mit dunklen Mini-Beeren.
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Aralie richtig schneiden

Schneiden Sie die spät blühende Japanische Aralie erst, wenn sie das Laub vollständig eingezogen und abgeworfen hat. Ein frostfreier Tag zwischen Dezember und Februar gilt als gut gewählter Termin für einen Rück- und Formschnitt. Zu lange Triebe können um bis zu zwei Drittel eingekürzt werden. Setzen Sie die Schere knapp oberhalb einer nach außen gerichteten Knospe an. Hoffen Sie dabei nicht auf eine weitere Verzweigung. Ein Teufelskrückstock gibt sich in dieser Hinsicht sehr zurückhaltend. Jeder Schnitt geht Hand in Hand mit einer gründlichen Auslichtung. Entfernen Sie Totholz an der Basis und schneiden ebenso kümmerliche Zweige heraus. Bitte bedenken Sie die Dornen an der Rinde und treffen entsprechende Vorkehrungen, damit Sie keine Verletzungen erleiden.
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Aralie gießen

Eine frisch gepflanzte Aralie dürstet nach reichlich Wasser, um die Verwurzelung im Boden voranzutreiben. Adulte Sträucher begnügen sich mit dem Regenaufkommen und werden einzig bei sommerlicher Trockenheit gewässert. Im Kübel besteht demgegenüber regelmäßiger Gießbedarf, da das Substrat rascher austrocknet.
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Aralie richtig düngen

Düngen Sie die Aralie im Beet zum Saisonstart im März/April und nochmals kurz vor Beginn der Blütezeit im Juli mit Kompost und Hornspänen. Gedeiht der Teufelskrückstock im Kübel, verabreichen Sie von April bis September alle 30 Tage einen mineralisch-organischen Flüssigdünger und gießen nach.
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Überwintern

Die asiatische Schönheit ist winterfest bis – 25 Grad Celsius. Expliziten Winterschutz empfehlen wir im Beet daher einzig im Pflanzjahr sowie in Kübelkultur. Bedecken Sie vor dem ersten Frost die Wurzelscheibe einer frisch gepflanzten Aralie mit Laub und Reisig. Einen Kübel umwickeln Sie mit Vlies, Folie oder Jutebändern und stellen ihn auf Holz vor die Südwand des Hauses.
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Aralie vermehren

Wählen Sie für die Vermehrung von Aralien unter den folgenden Methoden:

  • Im Frühsommer halb verholzte Kopfstecklinge schneiden, in Töpfe setzen und feucht halten bis zur Bewurzelung
  • Im Frühjahr oder Herbst 5-6 cm lange Wurzelstränge abstechen und als Schnittlinge im Topf bewurzeln lassen
  • Aussaat der Samen hinter Glas, 2-3 cm dick übersieben und bei 20-23 Grad Celsius zur Keimung motivieren

Damit der mäßige Giftgehalt keine Hautirritationen verursachen kann, empfehlen wir bei diesen Arbeiten sowie bei jeglichem Kontakt mit dem Teufelskrückstock das Tragen von Handschuhen.
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Aralie im Topf

Damit die Aralie im Topf gedeiht, sind verschiedene Kriterien zu beherzigen. Ein Volumen von 20-30 Litern ist ebenso von Relevanz, wie ein windgeschützter Standort, damit der mächtige Zierstrauch nicht umkippt. Als Substrat können Sie jede gängige Blumenerde auf Kompostbasis verwenden, angereichert mit Blähton, feinem Splitt oder Sand für besten Wasserabzug. Einige Tonscherben über der Bodenöffnung beugen Staunässe sicher vor.
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Ist Aralie giftig?

Die Pflanzenbahnen einer Japanischen Aralie sind durchströmt von mäßig giftigen Saponinen. Von einem Verzehr der Blüten, Blätter oder Beeren raten wir ab. Haustiere erleiden ebenso unangenehme Vergiftungserscheinungen, wenn sie am Laub herumknabbern oder die Früchte vertilgen. Siedeln Sie den Teufelskrückstock somit außerhalb der Reichweite von Kindern, Hunden, Katzen und Kleintieren an.
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Schöne Sorten

  • Aureovariegata: Sehr schöne Sorte mit gelb-grün panaschierten Blättern und weißer Blüte; Wuchshöhe 300-500 cm
  • Silver Umbrella: Besticht mit bis zu 1 m langen Fiederblättern und überreicher Blütenfülle im Sommer; Wuchshöhe 400-1000 cm
  • Teufelskrückstock: Cremeweiße Blütendolden, dunkelgrünes Blätter und schwarze Beeren in Herbst; Wuchshöhe 350-500 cm
  • Variegata: Malerische Sorte mit weiß-grün marmoriertem Laub, weißer Blüte und kugeligen Früchten; Wuchshöhe 500-700 cm
Text: Paula Jansen

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