Basilikum pikieren – wie Sie es richtig machen

Verläuft die Aussaat von Basilikumsamen wunschgemäß, gedeihen zahlreiche, vitale Sämlinge. Damit sich die Pflänzchen nicht gegenseitig im Wachstum behindern, steht jetzt das Pikieren auf dem Programm. Mit ein wenig Fingerspitzengefühl und dieser Anleitung klappt es reibungslos.

Woran ist der richtige Zeitpunkt zu erkennen?

Unter Hobbygärtnern herrscht häufig Unsicherheit im Hinblick auf die Wahl des korrekten Zeitpunkts, um die Keimlinge zu pikieren. Schauen Sie sich die Pflänzchen genau an, sind im unteren Bereich die beiden Keimblätter zu erkennen. Diese unterscheiden sich optisch deutlich von den darüber sprießenden echten Laubblättern. Sobald ein Basilikumsämling mindestens zwei Blattpaare oberhalb der Keimblätter hervorgebracht hat, ist die Zeit für die Vereinzelung gekommen.

Souveränes Pikieren geht so

Sie verleihen Basilikum-Keimlingen mehr Stabilität für die Vereinzelung, wenn Sie die Pflänzchen einige Stunden zuvor gießen. So gehen Sie anschließend weiter vor:

  • kleine Anzuchttöpfe zur Hälfte oder zwei Drittel füllen mit Pikiererde
  • den Wasserablauf im Topfboden vorab mit einer Tonscherbe bedecken
  • mittels Pikierholz eine Mulde in das Substrat drücken
  • mit dem dünnen Ende des Pikierstabes die Basilikumpflänzchen trennen
  • ein Löffel erleichtert anschließend das Herausheben
  • mittig einsetzen in die Erde und einpflanzen bis knapp unter die Keimblätter

Nehmen Sie die Keimlinge beim Herausnehmen genau unter die Lupe. Zu lange Wurzelstränge kürzen Sie mit einer desinfizierten Schere bis auf 2 Zentimeter ein. Achten Sie beim Einsetzen in die Pikiererde darauf, dass sich keine Wurzel aufwärts biegt. Verdichten Sie abschließend das Substrat von der Seite her mit dem dünnen Ende des Pikierholzes.

So pflegen Sie Basilikum nach dem Pikieren

Im Rahmen der Vereinzelung verschaffen Sie den jungen Basilikumpflanzen ausreichend Raum für das weitere Wachstum. Bis zum Auspflanzen Mitte Mai sollen Ihre Zöglinge sich in kräftige Kräuterpflanzen verwandeln. Daher stehen diese Pflegemaßnahmen im Fokus:

  • das Substrat konstant leicht feucht halten, ohne das Laub zu benetzen
  • wöchentlich organisch düngen mit einem Flüssigdünger in stark verdünnter Konzentration

Regelmäßiges Entspitzen der jungen Triebe bewirkt ein buschiges Wachstum und fördert eine üppige Verzweigung.

Tipps & Tricks

Die Sparfüchse unter den Hobbygärtnern schaffen sich kein teures Pikierholz an. Ein Schaschlikspieß oder ein japanisches Essstäbchen aus Holz oder Kunststoff erfüllen die Aufgabe ebenso gut.

GTH

Text: Paula Jansen

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