Ist Basilikum krebserregend? – Die Dosis macht’s

Die Erkenntnis der Wissenschaftler lässt aufhorchen und verdient der näheren Betrachtung. Unter gewissen Voraussetzungen übt Basilikum eine erbgutverändernde und krebsauslösende Wirkung aus. Informieren Sie sich hier über die Details.

Basilikum krebserregend

Ätherisches Öl Estragol unter Verdacht

Das Lippenblütlergewächs Basilikum wird weltweit als aromatisches Gewürz geschätzt. Es sind insbesondere die ätherischen Öle, die zu dem unnachahmlichen Geschmack der Blätter beitragen. Im Rahmen von Tierversuchen fanden Wissenschaftler heraus, dass Estragol unter anderem krebserregend wirken kann. Das Bundesinstitut für Risikobewertung gab daher die Warnung heraus, dass dieser Stoff insbesondere in Teemischungen für Säuglinge und Kleinkinder nicht mehr enthalten sein darf.

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An detaillierten Erkenntnissen hinsichtlich einer gesundheitsgefährdenden Wirkung auf Menschen fehlt es bislang. Daher handelt es sich bei der Warnung um eine reine Vorsorgemaßnahme. Werden die schädlichen Mengen von den Versuchstieren hochgerechnet auf einen Menschen, wird ab einer Menge von 20 Basilikumblättern pro Tag die bedenkliche Schwelle überschritten. Eine solche Menge wird niemand freiwillig verspeisen.

Positive Aspekte überwiegen

Es ist nichts dagegen einzuwenden, Basilikum weiterhin als aromatisches Küchenkraut zu verwenden. Neben der legendären Würzkraft punktet Königskraut mit weiteren vorteilhaften Attributen, die auf jahrzehntelangen Erfahrungen der Naturheilkunde basieren:

  • Basilikum regt den Appetit an
  • Blähungen und Magendrücken werden gelindert
  • die Nerven werden gestählt und das Gemüt beruhigt
  • enthaltene Sesquiterpene wirken entzündungshemmend im Rachen
  • als alkoholischer Auszug wirkt Basilikum wundheilend
  • Kopfschmerzen klingen ab
  • der Bestandteil Linalool hebt die Stimmung

In erster Linie ist Basilikum eine köstliche Zutat zu mediterranen Speisen, Fisch, Fleisch, Salaten, Geflügel und Suppen. Da die Kräuterpflanze ausgezeichnet im Topf auf dem Balkon gedeiht, kann sie den ganzen Sommer hindurch beerntet werden. Was nicht sogleich in den Kochtopf wandert, ist unkompliziert durch Trocknen, Einlegen oder Einfrieren haltbar zu machen.

Tipps & Tricks

Verderben Ihnen penetrante Wespen oder Müchen den Aufenthalt auf dem Balkon und der Terrasse, holen Sie sich kurzerhand Schützenhilfe von Basilikum. Einfach einen Strauß auf den Tisch legen und die Plagegeister machen einen Boden um den Sitzplatz. Das kleine Wunder vollbringen die ätherischen Öle, die Königskraut um sich herum verströmt.

GTH

Text: Paula Jansen

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