Basilikum kompetent pflegen – ein komprimierter Überblick

Zerbrechen Sie sich nicht länger den Kopf über die fachgerechte Pflege von Basilikum. Hier erhalten Sie alle wichtigen Antworten zur erfolgreichen Kultivierung von Königskraut im Garten und auf dem Balkon.

Basilikum Pflege
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Wie ist Basilikum richtig zu gießen?

Ein ausbalancierter Wasserhaushalt zählt zu den tragenden Säulen in der Pflege von Basilikum. Trockenheit verkraftet die Kräuterpflanze ebensowenig, wie Staunässe. Kontrollieren Sie täglich per Daumenprobe den Feuchtigkeitsgehalt und gießen unmittelbar auf den Wurzelbereich, wenn die Substratoberfläche angetrocknet ist. Königskraut im Topf stellen Sie idealerweise für einige Minuten in 5 Zentimeter hohes Wasser, um die Pflanze von unten zu wässern.

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In welchem Umfang sollte Basilikum gedüngt werden?

In Bezug auf den Nährstoffbedarf tanzt Basilikum aus der Reihe, denn die Kräuterpflanze zählt zu den Starkzehrern. Dieser Umstand wirkt sich bereits aus auf die Wahl der Erde im Beet und Topf. Statt magerer Kräutererde, verlangt Königskraut nach nährstoffreichem, humosem Substrat. Gedüngt wird in folgendem Rhythmus:

  • im Beet von Mai bis September jede Woche düngen mit Kompost und Hornspänen
  • alle 14 Tage 100 Gramm gekörnten Rinderdung (17,80€ bei Amazon*) je Quadratmeter in den Boden einarbeiten
  • Basilikum im Kübel pflegen mit organischem Flüssigdünger
  • wahlweise im Mai und Juli Guano-Düngestäbchen (19,99€ bei Amazon*) verwenden mit Langzeitwirkung

Sofern Sie Basilikum in vorgedüngte Erde pflanzen, verabreichen Sie die erste Dosis Dünger nach 4-6 Wochen.

Benötigt Königskraut einen Rückschnitt?

Basilikum wird gleich aus mehreren Gründen geschnitten. In erster Linie für die Ernte der aromatischen Blätter. Darüber hinaus, um eine üppige Verzweigung hervorzulocken. Nicht zuletzt unterbindet ein regelmäßiger Schnitt die Blüte, die einen bitteren Geschmack verursacht und das Ende der Pflanze einläutet. So schneiden Sie Königskraut richtig:

  • von frühester Jugend an die Pflanze entspitzen, um ein buschiges Wachstum zu fördern
  • für die Ernte stets ganze Triebe schneiden mit einer Länge von 5-7 Zentimetern
  • Zweige mit sich bildenden Knospen zurückschneiden bis zur nächsten Blattachsel

Solange noch mindestens ein Augenpaar an der Pflanze verbleibt, treibt das Basilikum hier wieder aus.

Kann eine Überwinterung gelingen?

Wärmeliebendes Basilikum stellt bereits bei Temperaturen unter 10 Grad Celsius das Wachstum ein. Frost ist tödlich für die tropische Pflanze. Gleichwohl liegt eine mehrjährige Kultur im Bereich des Möglichen, sofern die Überwinterung im geschützten Ambiente des Hauses erfolgt. In erster Linie sind die robusten afrikanischen Sorten dieser Herausforderung gewachsen. So pflegen Sie Königskraut im Winter:

  • fallen die Temperaturen unter 12 Grad Celsius, siedelt Basilikum um ins Haus oder den Wintergarten
  • ideal ist ein sonniger, warmer Standort bei 15 bis 20 Grad Celsius
  • das Substrat konstant feucht halten, ohne Staunässe zu verursachen
  • organisch düngen im vier- bis sechswöchigen Rhythmus

Wenngleich Königskraut nicht über die Blätter beregnet werden möchte, kann die sehr trockene Heizungsluft der Pflanze zu schaffen machen. Stellen Sie daher den Topf in einen Untersetzer, der gefüllt ist mit Kieselsteinen und Wasser. Die verdunstende Feuchtigkeit hüllt die Pflanze in einen vitalisierenden Nebel.

Welche Krankheiten drohen – wie sind sie zu behandeln?

Da Basilikum hier nicht heimisch ist, reagiert die Pflanze empfindlich auf Versäumnisse in der Pflege und gibt sich anfällig für verschiedene Krankheiten. Zu den häufigsten Schadbildern zählen braune oder fleckige Blätter. Prüfen Sie, ob Sie das Königskraut fachgerecht pflegen. Ein kalter, dunkler Standort oder nasses Substrat lösen häufig braune Flecken aus. Möglicherweise steckt eine dieser beiden Krankheiten dahinter:

Blattfleckenkrankheit
Diese Pilzinfektion befällt vorzugsweise geschwächte Pflanzen oder wird durch bereits infiziertes Saatgut ausgelöst. Entfernen Sie alle befallenen Pflanzenteile und entsorgen diese im Hausmüll. Als Bekämpfungsmittel sind bislang einzig chemische Breitbandfungizide bekannt, deren Anwendung an Nahrungspflanzen nicht empfehlenswert ist. Pflegen Sie die befallene Pflanze sorgfältig. Sofern sie sich nicht erholt, sollte sie entsorgt werden.

Luzernemosaikvirus
Dieser weit verbreitete Virus verursacht Blattaufhellungen und Adernvergilbungen, die das gesamte Laub absterben lassen. Überträger sind häufig Blattläuse oder Unkräuter. Als wirksame Bekämpfung gehen Sie gegen die Läuse vor und jäten konsequent Unkraut vom Tag der Pflanzung an.

Mit welchen Schädlingen ist zu rechnen?

Von gefräßigen Schnecken wird Basilikum nicht verschont. Darüber hinaus suchen die omnipräsenten Blattläuse die Kräuterpflanze heim, wobei sie gleich den erwähnten Luzernemosaikvirus mitbringen. Flattert des Nachts ein großer Schmetterling um das Königskraut herum, handelt es sich wahrscheinlich um die Ampfereule. Dieser Falter legt seine Eier vorzugsweise an Basilikum ab, damit sich seine Raupen an den Blättern sattfressen.

Erscheinen die Triebspitzen verkrüppelt und ausgesaugt, treibt die Wiesenwanze ihr Unwesen. Zur besten Basilikumzeit im Mai und Juni legt sie ihre Eier ab und die Larven saugen den Pflanzensaft aus.

Tipps & Tricks

Werfen Sie Kaffeesatz nicht weg. Getrocknet vollbringt er an Basilikum wahre Wunder. Von Mai bis September rund um die Pflanze ausgestreut, versorgt das Kaffeemehl diese mit wichtigem Stickstoff. Im gleichen Zug wirkt das Koffein toxisch auf gefräßige Schnecken.

GTH

Text: Paula Jansen

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