Worauf kommt es beim Pflanzen von Basilikum wirklich an?

Im Anbau von Kräuterpflanzen im Hobbygarten nimmt Basilikum eine Sonderstellung ein. Wer das Königskraut erfolgreich selber ziehen möchte, sollte die folgenden Aspekte beherzigen. Wir bringen alle wichtigen Faktoren rund um das perfekte Anpflanzen auf den Punkt.

Basilikum pflanzen
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Wie wird Basilikum fachgerecht vorgezogen?

Wenn Sie die wärmeliebende Kräuterpflanze selber ziehen möchten, bietet sich ab Ende März/Anfang April die Anzucht im Haus an. So gehen Sie vor:

  • eine Saatschale füllen mit Torf-Sand, Kokosfasern oder Saaterde
  • die Samen säen, ohne sie mit Substrat zu bedecken
  • mit feiner Brause anfeuchten
  • am halbschattigen Fensterplatz bei 20-25 Grad Celsius die Keimung abwarten

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Ab einer Wuchshöhe von 5 Zentimetern pikieren Sie die Keimlinge, um diese bis zum Einpflanzen im Freiland konstant feucht zu halten.

Welche Standortbedingungen sind zu berücksichtigen?

Um Basilikum ertragreich anbauen zu können, ist primär ein sonniger Standort von Bedeutung. Darüber hinaus ist eine vor Regen und Zugluft geschützte Lage von Vorteil. Im Beet wählen Sie eine Pflanzstelle, an der in den vergangenen 2 Jahren kein Königskraut kultiviert wurde, zur Vorbeugung gegen dort lauernde Pilzsporen. Auf der Fensterbank ist neben viel Sonne eine gute Luftzirkulation wichtig.

In welcher Erde gedeiht Basilikum optimal?

Es zählt zu den unerwarteten Attributen dieser Kräuterpflanze, dass Basilikum ein Starkzehrer ist. Somit kommt es bei der Zusammensetzung der Erde auf diese Faktoren an:

  • nährstoffreicher, humoser, tiefgründiger Boden
  • loocker, frisch-feucht und leicht sandig
  • ein idealer pH-Wert von 6,5 bis 7,5

Wenn Sie Königskraut im Topf einpflanzen, ist somit magere Kräutererde ungeeignet. Verwenden Sie stattdessen Blumenerde auf Kompostbasis, optimiert mit Sand, Perlite (643,36€ bei Amazon*) oder Blähton.(17,50€ bei Amazon*)

Wann ist Pflanzzeit für Königskraut?

Das mediterrane Kräutergewächs verträgt keine Temperaturen unter 12 Grad Celsius. Für den Anbau im Freiland kommt daher in erster Linie die zweite Maihälfte infrage, wenn keine verspäteten Bodenfröste mehr zu befürchten sind. Sofern Sie Basilikum auf dem Balkon anbauen, stellen Sie den Kübel ab April tagsüber nach draußen. Ab Mitte Mai verweilt die Pflanze auch des Nachts unter freiem Himmel.

Wie gelingt das Einpflanzen im Beet und Kübel?

Wenn Sie Basilikum im Garten anbauen, jäten Sie am gewählten Standort die Erde sorgfältig. Anschließend harken Sie den Boden gut durch und entfernen Wurzeln oder Steine. Anschließend geht es so weiter:

  • eine Pflanzgrube ausheben mit dem doppelten Volumen des Wurzelballens
  • den Aushub anreichern mit gesiebtem Kompost, gekörntem Rinderdung (17,80€ bei Amazon*) oder Humus
  • an der Sohle eine 3-4 cm hohe Drainage anlegen aus Splitt, Blähton oder Tonscherben
  • eine Handvoll Substrat einfüllen und den ausgetopften Basilikum einpflanzen

Nach den Anpflanzen sollte die Jungpflanze nicht tiefer stehen, als bislang im Anzuchttopf. Gießen Sie zu guter Letzt noch großzügig an. Ähnlich verfahren Sie beim Anpflanzen im Topf, wobei hier das empfohlene Substrat verwendet werden sollte. Geben Sie anschließend den jungen Basilikumpflanzen einige Tage Zeit, sich an die pralle Sonne zu gewöhnen. Stellen Sie den Kübel 3-4 Tage in den Halbschatten und beschatten Beetpflanzen mit einem Sonnenschirm.

Welche Methoden der Vermehrung gibt es?

Abgesehen von der Aussaat, wartet Basilikum auf mit der unkomplizierten Vermehrung mittels Ableger. Schneiden Sie hierzu von einer vitalen Mutterpflanze 10-15 cm lange Triebspitzen ab, die im unteren Teil entlaubt werden. In einem Glas Wasser bewurzeln die Stecklinge innerhalb weniger Tage. Nun können Sie diese einpflanzen in ein Blumenerde-Sand-Gemisch, damit die Stecklinge sich hier rasch zu einer kräftigen Jungpflanze entwickeln.

Wie wird Basilikum geerntet?

Im Anbau von Basilikum vergehen in der Regel zwischen Aussaat und einer ersten Ernte 6 bis 8 Wochen. Zupfen Sie keine einzelnen Blätter ab, sondern ernten Sie ganze Triebe auf einer Länge von 5-7 Zentimetern. Schneiden Sie die Triebspitzen kontinuierlich ab, unterbinden diese Maßnahme zugleich die Blüte. Sobald Königskraut blüht, nehmen die Blätter einen bitteren Geschmack an und die Pflanze stirbt ab.

Wie sind die Samen zu ernten?

Sofern Sie das Saatgut für die Vermehrung eigenhändig gewinnen möchten, sollte das Königskraut zunächst einmal blühen dürfen. Während die hübschen Blüten langsam verwelkten, entwickeln sich darunter die kleinen Samenstände. Die verdorrten Blättchen pflücken sie ab. Um die Samen zu ernten, gehen Sie wie folgt vor:

  • die verwelkten Blütenstängel abschneiden
  • über einer Schale mit den Fingern Früchte und Blüten abstreifen
  • das Blüten-Samen-Gemisch zwischen den Handflächen zerreiben

Diesen Mix sieben Sie nun so häufig durch, bis die schwarzen Samen übrig bleiben. Diese trocknen noch einige Tage an der Luft, um sie anschließend im dunklen Gefäß im kühlen Keller aufzubewahren.

Tipps & Tricks

Basilikum ist ein ungemein nützlicher Pflanzpartner im Beet. In Gemeinschaft mit Tomaten, Wein, Paprika, Bohnen, Kohlrabi, Mais und Zwiebeln vertreibt die aromatische Kräuterpflanze lästige Schädlinge und hinterlistige Pilzsporen. Einzig mit Artgenossen, wie Dill, Melisse, Bohnenkraut oder Thymian verträgt das Königskraut sich nicht.

GTH

Text: Paula Jansen

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