Caryopteris
Die schöne Bartblume ist ein echter Hingucker

Bartblume

Um uns den Abschied vom sommerlichen Blütenfestival des Gartens zu versüßen, beschenkt uns die Bartblume im Herbst mit leuchtend blauer, zart duftender Blütenpracht. Damit das malerische Ziergehölz das Blütenzepter zum Ausklang der Gartensaison anstandslos übernimmt, bedarf es nur geringer Pflegearbeiten. Erkunden Sie hier alle wichtigen Details zur richtigen Kultivierung.

Pflegetipps

Um sich am herbstlichen Blütenzauber einer Bartblume zu erfreuen, bedarf es folgende Pflegemaßnahmen:

  • Das Ziergehölz mäßig gießen, wenn die Erde angetrocknet ist
  • Organisch düngen mit Kompost und Hornspänen oder mit flüssigem Rosendünger im Topf
  • Verwelkte Blüten ausputzen für ein adrettes Erscheinungsbild
  • Rückschnitt bis auf 15 cm im zeitigen Frühjahr

Eine dicke Laub- oder Kompostschicht zielt im Winter darauf ab, den Wurzelballen vor Frost und Nässe zu bewahren. Im Kübel siedelt die Bartblume um ins frostfreie, nicht allzu dunkle Winterquartier.
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Welcher Standort ist geeignet?

Am liebsten möchte die Bartblume den ganzen Tag mit der Sonne flirten. Je sonniger und wärmer die Lage, desto prächtiger der Blütenflor, umgeben von einem verführerischen Duft. Komplettiert wird der ideale Standort durch einen humosen, sandig-lehmigen Boden, der nicht allzu feucht beschaffen sein sollte.
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Der richtige Pflanzabstand

Arrangieren Sie die Ziergehölze mit 3 bis 4 Exemplaren je laufendem Meter. Um ein größeres Areal mit Bartblumen zu bepflanzen, empfehlen wir eine Dichte von 4-6 Pflanzen je Quadratmeter. Je niedriger die zu erwartende Endhöhe und -breite, desto geringer die Distanz zum Beetnachbarn.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

In lockerer, humoser und gut durchlässiger Erde fühlt die Bartblume sich bestens aufgehoben. Oberste Prämisse für ein vitales Wachstum und eine üppige Blüte ist ein Boden ohne Staunässe. Mit trockener Erde im Kiesbeet, auf dem Dachgarten oder im Heidegarten kommt das Blütengehölz sehr viel besser zurecht, als mit dauerfeuchtem Substrat in Gewässernähe.
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Was ist die beste Pflanzzeit?

Für Jungpflanzen im Container ist während der gesamten Vegetationsperiode Pflanzzeit. Setzen Sie Bartblumen zwischen Mitte Mai und Mitte September in die Erde, können weder verspäteter Bodenfrost noch ein früher Wintereinbruch dem Ziergehölz Schaden zufügen. Während sommerlicher Hitzeperioden sollte hingegen Abstand genommen werden von einer Pflanzung.
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Wann ist Blütezeit?

Die Bartblume erfreut uns mit ihrer Blütenpracht, wenn zahlreiche Blumen und Stauden sich bereits auf den Winter vorbereiten. Wünschen Sie sich von August bis Oktober eine üppige Farbenpracht, dann ist dieses Ziergehölz eine perfekte Wahl. Putzen Sie verwelkte Blüten zeitnah aus, folgt eine Nachblüte auf dem Fuße.
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Bartblume richtig schneiden

Ein beherzter Rückschnitt wird belohnt mit opulentem Blütenflor und einer buschigen, kompakten Verzweigung. Da das Ziergehölz ausschließlich am diesjährigen Holz blüht, sollten Sie nicht zimperlich sein beim Einsatz der Gartenschere. Zieht sich im zeitigen Frühjahr der Frost zurück, ist die beste Zeit gekommen für einen Schnitt von Bartblumen. So machen Sie es richtig:

  • Alle gesunden Triebe zurückschneiden bis auf 15 cm
  • Totholz und erfrorene Zweige an der Basis kappen

Schneiden Sie im Spätsommer verwelkte Blüten regelmäßig ab, erstreckt sich die Blütezeit bis zum ersten Frost. Der letzte Austrieb verweilt bis zum Februar am Strauch als zusätzlicher Winterschutz.
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Bartblume gießen

Die Bartblume favorisiert ein wechselfeuchtes Substrat mit zwischenzeitlichen Abtrockungsperioden. Gießen Sie den Zierstrauch erst, wenn die Erdoberfläche gut angetrocknet ist. Im Kübel ist erfahrungsgemäß häufiger zu gießen als im Beet. Es ist von Vorteil, wenn das Wasser unmittelbar an die Wurzeln gegossen wird, da eine Überkopf-Beregnung die Schönheit der Blüten beeinträchtigt.
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Bartblume richtig düngen

Der Nährstoffbedarf einer Bartblume befindet sich auf niedrigem Niveau. Düngen Sie im Frühjahr nach dem Rückschnitt mit Kompost und Hornspänen als Startdüngung. Wiederholen Sie diesen Vorgang bis zum Ende der Blütezeit monatlich, gibt sich das Ziergehölz zufrieden. Im eng begrenzten Substratvolumen des Kübels, sind die Energiereserven schneller verbraucht. Düngen Sie in Topfkultur alle 2 Wochen mit flüssigem Rosendünger in verdünnter Konzentration.
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Überwintern

Da die Bartblume nur kurzzeitig Frost bis – 15 Grad erträgt, friert die Pflanze in der Regel bis zur Verholzung oder gar bodennah zurück. Da das Blütengehölz im zeitigen Frühjahr ohnehin kräftig zurückgeschnitten wird und erneut vital austreibt, erfordert diese Eigenschaft keine besonderen Vorkehrungen. Dennoch ist ein Winterschutz ratsam, damit der Wurzelbereich nicht in Mitleidenschaft gezogen wird. So machen Sie es richtig:

  • Die Bartblume im Beet vor dem Winter nicht abschneiden
  • Die Baumscheibe dick anhäufeln mit Lauberde, Reisig oder Torfmull

Kultiviert im Kübel, siedelt das frostempfindliche Ziergehölz rechtzeitig um in ein kühles Winterquartier. Bei Temperaturen zwischen 0 und 5 Grad Celsius gießen Sie nur so viel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Gedüngt wird die Bartblume in dieser Phase nicht.
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Bartblume vermehren

Im Hinblick auf die Vermehrung erweist sich die Bartblume ein wenig heikel. Selbst die sortenreine Nachzucht mittels Stecklingen zieht sich über 2 bis 3 Jahre hin. Geschnitten werden halb verholzte Triebspitzen im Juni/Juli mit einer Länge von 10-15 cm. Im unteren Teil entlaubt, setzen Sie jeden Ableger in einen kleinen Topf mit magerem Substrat und gießen regelmäßig. Bei 16 bis 18 Grad Celsius auf der halbschattigen Fensterbank, topfen Sie die jungen Bartblumen wiederholt um, bis sie ausgereift sind für die Auspflanzung ins Beet.

Züchten Sie über die Aussaat von Samen neue Exemplare heran, vergeht eine noch längere Zeit bis zur ersten Blüte. Hinter Glas ausgesät und gepflegt bei konstant 18 bis 20 Grad Celsius, nach der Keimung bei 15 bis 17 Grad, erfordert es bis zur blühfähigen Bartblume immerhin 5 Jahre Geduld.
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Bartblume im Topf

Auf dem sonnigen Balkon setzt die Bartblume im Topf herbstliche Akzente, wenn ihr ein hochwertiges, strukturstabiles Kübelpflanzensubstrat gegönnt wird. Eine Drainage aus Tonscherben beugt am Topfboden schädlicher Staunässe vor. Prüfen Sie alle 2-3 Tage per Daumenprobe die Erde, um bei Trockenheit zu gießen. Für die Nährstoffversorgung empfehlen wir einen flüssigen Rosendünger. Putzen Sie verwelkte Blüten regelmäßig aus, damit die Bartblume stets wie aus dem Ei gepellt ins Auge fällt. Rechtzeitig vor dem ersten Frost schneiden Sie die Triebe bis auf 15 cm zurück und räumen die Topfpflanze ein ins frostfreie, helle Winterquartier.
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Schöne Sorten

  • Blauer Spatz: Kompakt wachsende Sorte, die mit dunkelblauen Blüten im Spätsommer besticht; Wuchshöhe 60-70 cm
  • Heavenly Blue: Primus unter den Bartblumen dank seiner leuchtend blauen Blüten und stolzen Statur; Wuchshöhe 80-100 cm
  • Summer Sorbet: Hellblaue Blüten werden dekorativ untermalt von gelb umrandetem Laub; Wuchshöhe 70-80 cm
  • Symphonie in Blue: Diese Sorte hält ein, was der Name verspricht. Schöner Rosenbegleiter; Wuchshöhe 50-80 cm
  • Arthur Simmons: Premium-Sorte mit dunkel lavendelblauen Blüten und silbrigen Zweigen; Wuchshöhe 80-120 cm
Text: Paula Jansen

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