Bärlauch

Bärlauch säen: So gelingt der Anbau im eigenen Garten

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Der aromatische Bärlauch ist eine beliebte Wildpflanze, die sich auch im eigenen Garten kultivieren lässt. Dieser Artikel bietet eine umfassende Anleitung für den Anbau von Bärlauch, von der Auswahl des richtigen Standorts bis zur Ernte und Verwendung.

Bärlauch säen

Bärlauch im eigenen Garten anbauen

Bärlauch, ein würziges Kraut mit vielfältigen Anwendungsmöglichkeiten und unkomplizierter Pflege, lässt sich sowohl durch Aussaat als auch durch Zwiebelteilung in Ihrem Garten kultivieren. Einmal etabliert, bevorzugt er schattige, feuchte Standorte und nährstoffreiche Böden, wo er sich zügig ausbreiten kann.

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Für den Anbau von Bärlauch stehen Ihnen zwei Methoden zur Verfügung:

1. Aussaat: Als Kaltkeimer benötigt Bärlauch einen Kältereiz, um keimen zu können. Daher empfiehlt sich die Aussaat im Spätherbst. Legen Sie die Samen in einem Abstand von etwa 10 cm in die Erde und bedecken Sie sie mit circa 1 cm Erde. Achten Sie darauf, das Beet gut anzufeuchten. Die Keimung kann bis zu 12 Wochen dauern. Da die Samen nur eine begrenzte Keimfähigkeit von etwa 4 bis 6 Monaten besitzen, ist die Verwendung von frischem Saatgut empfehlenswert.

2. Zwiebelteilung: Eine schnellere Methode, Bärlauch in Ihren Garten zu integrieren, ist das Einsetzen von Zwiebeln. Diese können Sie von März bis Mai in 10 cm Tiefe und mit einem Abstand von 10 bis 20 cm pflanzen. Achten Sie auch hier auf ausreichendes Bewässern nach dem Pflanzen, um ein gutes Anwachsen der Zwiebeln zu fördern.

Wählen Sie für den idealen Standort des Bärlauchs einen halbschattigen, tiefgründigen Bereich unter laubabwerfenden Gehölzen. Sorgen Sie für einen lockeren, humusreichen und feuchten, jedoch nicht nassen Boden. Bärlauch gedeiht nicht gut unter dichtem Gras oder in vollsonnigen Lagen.

Bärlauchsamen – die Aussaat

Bärlauchsamen – die Aussaat

Die Aussaat im Spätsommer fördert den natürlichen Keimzyklus des Bärlauchs

Für eine erfolgreiche Aussaat von Bärlauchsamen sind einige Punkte zu beachten:

  • Zeitpunkt: Wählen Sie den Spätsommer bis Herbst für die Aussaat, um den natürlichen Keimzyklus des Bärlauchs zu unterstützen.
  • Saatgut: Verwenden Sie frisches Saatgut, da die Keimfähigkeit mit der Zeit nachlässt.
  • Aussaatmethode: Die Direktsaat im Freiland ist ideal. Säen Sie die Samen in einer Tiefe von 1 bis 2 cm aus.
  • Abstände: Halten Sie zwischen den einzelnen Samen etwa 10 cm Abstand ein, um den Pflänzchen ausreichend Platz zum Wachsen zu ermöglichen.
  • Bodenfeuchtigkeit: Sorgen Sie dafür, dass der Boden stets leicht feucht ist, ohne Staunässe zu verursachen.

Bärlauchsamen haben naturgemäß eine lange Keimdauer von bis zu zwei Jahren. Unter optimalen Bedingungen können jedoch bereits im nächsten Frühjahr erste zarte Pflänzchen erscheinen.

Bärlauchsamen – die Ernte

Für eine erfolgreiche Ernte von Bärlauchsamen ist der richtige Zeitpunkt entscheidend:

  • Sammelzeitpunkt: Sobald die Blüten verwelkt sind, können die Samenstände im Juni oder Juli geerntet werden.
  • Erntemethode: Die Samenstände können entweder abgeschnitten oder abgezupft werden.
  • Lagerung: Lagern Sie die Samen bis zur Aussaat in einem luftdurchlässigen Beutel, um Schimmelbildung zu vermeiden. Bewahren Sie die Samen trocken und kühl auf, um ihre Keimfähigkeit zu erhalten.
  • Keimfähigkeit: Da die Keimfähigkeit von Bärlauchsamen begrenzt ist (ca. 4 bis 6 Monate), ist eine möglichst zeitnahe Aussaat nach der Ernte empfehlenswert.

Frisch geerntete Bärlauchsamen lassen sich auch in der Küche verwenden. Geröstet dienen sie als aromatische Zugabe zu verschiedenen Gerichten.

Bärlauchsamen – das Aussehen

Bärlauchsamen sind kleine, kugelförmige Samen mit einem Durchmesser von etwa 2 mm. Im frischen Zustand sind sie grün, beim Trocknen nehmen sie eine tiefschwarze Farbe an. Diese charakteristischen Merkmale ermöglichen eine einfache Identifizierung und Vorbereitung für die Aussaat.

Der richtige Standort für Bärlauch

Der richtige Standort für Bärlauch

Ein idealer Standort unterstützt das gesunde Wachstum von Bärlauch

Die Wahl des richtigen Standorts ist entscheidend für die erfolgreiche Kultivierung von Bärlauch:

  • Schattenlage: Ein schattiger bis halbschattiger Platz, beispielsweise unter laubabwerfenden Bäumen oder dichteren Sträuchern, ist ideal. Vermeiden Sie vollsonnige Plätze, da diese die Pflanze schwächen können.
  • Bodenbeschaffenheit: Der Boden sollte locker, humusreich und gut durchlässig sein. Schwere Böden können mit Sand und Kompost verbessert werden.
  • Feuchtigkeit: Bärlauch bevorzugt eine gleichbleibend feuchte Erde, jedoch ohne Staunässe.
  • Windgeschütztheit: Ein windgeschützter Standort schützt die zarten Blätter des Bärlauchs vor Beschädigungen.
  • Pflanznachbarschaft: Vermeiden Sie die Pflanzung neben potenziellen Konkurrenten wie Gräsern oder in der Nähe von giftigen Doppelgängern wie Maiglöckchen oder Herbstzeitlosen.

Bärlauch pflanzen

Bärlauch lässt sich auf zwei Arten kultivieren: durch Aussaat von Samen oder durch das Einpflanzen von Zwiebeln. Beide Methoden haben ihre spezifischen Anforderungen:

Bärlauchsamen aussäen

Bärlauchsamen aussäen

Der ideale Zeitpunkt zur Aussaat liegt zwischen Oktober und März

  • Aussaatzeitpunkt: Ideal ist der Zeitraum von Oktober bis März.
  • Saatgut: Verwenden Sie frisches Saatgut für eine höhere Keimrate.
  • Aussaattiefe und -abstand: Säen Sie die Samen in einer Tiefe von 1–2 cm und mit einem Abstand von etwa 10 cm aus.
  • Standort: Ein schattiger bis halbschattiger Standort ist ideal.
  • Bodenfeuchtigkeit: Halten Sie den Boden gleichmäßig feucht, ohne Staunässe zu verursachen.

Bärlauchzwiebeln pflanzen

  • Pflanzzeitpunkt: Ideal ist die Pflanzung der Zwiebeln im Herbst.
  • Pflanztiefe und -abstand: Setzen Sie die Zwiebeln etwa 10 cm tief und mit einem Abstand von 10 bis 20 cm zueinander in die Erde.
  • Wässerung: Befeuchten Sie den Boden nach dem Einpflanzen ausreichend.

Die richtige Pflege

Die richtige Pflege

Laub schützt den Boden vor Frost

Bärlauch ist eine unkomplizierte Pflanze, die jedoch einige Grundbedürfnisse hat:

  • Wässerung: Achten Sie insbesondere während Trockenperioden auf ausreichende Bodenfeuchtigkeit, vermeiden Sie jedoch Staunässe.
  • Mulchen: Mulchen Sie die Beete im Herbst mit Laubkompost, um den Boden vor Frost zu schützen und den Humusgehalt zu erhöhen.
  • Düngung: Eine regelmäßige Düngung ist nicht notwendig, bei der Pflanzung kann das Beimischen von Hornspänen das Wachstum unterstützen.
  • Standort: Ein schattiger bis halbschattiger Platz mit einem feuchten, humusreichen Boden ist ideal.
  • Krankheitsvorbeugung: Sorgen Sie für eine gute Luftzirkulation, um das Risiko von Rostpilzerkrankungen zu minimieren.

Die Ernte

Die Ernte

Die Erntezeit von Bärlauch reicht von März bis Anfang Juni

Die beste Erntezeit für Bärlauch ist von März bis Anfang Juni, wobei das Aroma vor der Blüte (vor Mai) am intensivsten ist. Verwenden Sie ein scharfes Messer oder Ihre Fingernägel, um das Blatt mitsamt Stängel vorsichtig zu entnehmen. Belassen Sie mindestens 3-4 Blätter an der Pflanze, damit sie genügend Energiereserven für das nächste Jahr aufbauen kann.

Die Verwendung

Die Verwendung

Bärlauch verfeinert zahlreiche Gerichte und verleiht ihnen eine aromatische Note

Bärlauch bietet eine breite Palette an Verwendungsmöglichkeiten in der Küche:

  • Blüten: Garnierung von Speisen
  • Zwiebeln: Verarbeitung ähnlich wie Frühlingszwiebeln
  • Blätter: Würzen von Suppen, Salaten und Quark, Zubereitung von Pesto, Spinat, Knödeln und Nudelgerichten, Herstellung von Kräuterbutter und Dips
  • Samen: Geröstet als Topping für Fisch- und Fleischgerichte

Bärlauch sollte frisch und schonend zubereitet werden, um den feinen Geschmack zu bewahren.

Bilder: narcisa / iStockphoto