Die Bärlauch-Wurzel – Wachstum und Nutzung

Der wilde Knoblauch ist wegen seiner ätherischen Öle, die wie Knoblauchzehen duften, ein beliebtes Wildgemüse. In Deutschland erstreckt sich seine Verbreitung über die mittleren und südlichen Regionen. Viele Gärtner pflanzen das Gewächs gerne im Garten an.

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Bärlauch-Wurzeln sind lecker und gesund

Wachstum

Bärlauch entwickelt längliche und zwei bis sechs Zentimeter lange Zwiebeln, die schlank ausgeformt sind. Diese bilden sich aus der Basis der beiden Laubblätter. Eine weißliche bis gelbliche Haut schützt das Rhizom in der Anfangsphase. Mit zunehmendem Alter reduziert sich der häutige Mantel auf einige Borsten. Die krautige Würzpflanze entwickelt eine Hauptwurzel und nur selten Nebenzwiebeln.

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Ausbreitung

Das Lauchgewächs vermehrt sich in erster Linie über Samen, die mit dem Wasser oder durch Säugetiere verbreitet werden. Dieser Faktor erklärt das horstige und fleckenweise Auftreten der Staude. Sie entwickelt nur selten unterirdische Ausläufer mit Tochterzwiebeln. Daher spielt die vegetative Ausbreitung keine große Rolle.

Das typische Bild einer Vegetationsgesellschaft mit Bärlauch ist dennoch geprägt von einem Massenaufkommen der Pflanze. Der Grund für dichte Teppiche aus Bärlauchblättern ist die hohe Samenproduktion. Ein Bärlauchbestand mit einer Fläche von einem Quadratmeter bringt pro Jahr 9.000 Samen hervor.

Nutzung

Die Laubblätter vergilben zwei bis drei Monate nach dem Austrieb, wenn sich die oberen Bodenschichten stark erwärmen. Sie ziehen ihre Energie aus den Blättern und lagern diese in die Zwiebeln ein. Dieser Prozess ist wichtig, damit die Pflanzen im nächsten Frühjahr erneut austreiben. Nachdem die Blätter vollständig verwelkt sind, können Sie die Rhizome ausgraben und ähnlich wie Knoblauchzehen oder als Kapernersatz in der Küche nutzen.

Bärlauch im Garten

Frische Knollen werden wegen dem hohen Risiko des Austrocknens zeitnah im Garten ausgepflanzt. Die Pflanzzeit erstreckt sich vom Frühjahr bis in den Herbst. Damit die Staude gesund wächst, ist eine Bodenverbesserung mit Kompost sinnvoll. Bärlauch bevorzugt frische bis feuchte Verhältnisse.

Richtig pflanzen

Bärlauch wird im Frühjahr im Topf angeboten. Nach dem Pflanztermin sollten keine Fröste mehr auftreten, denn sie schädigen das Laub. Warten Sie mit dem Einpflanzen bis zu den Eisheiligen Mitte Mai. Währenddessen können Sie die Topfpflanze tagsüber an das Außenklima gewöhnen.

So setzen Sie Bärlauchzwiebeln:

  • mit der Spitze nach oben
  • etwa zehn Zentimeter tief
  • mit einem Abstand von 15 Zentimeter

Sind Wurzelsperren sinnvoll?

Da sich Bärlauch unkontrolliert ausbreitet, müssen Sie die Bestände bei Bedarf eindämmen. Die häufig empfohlenen Sperren im Substrat bringen keinen Effekt, da sich die Pflanzen hauptsächlich über Samen ausbreiten. An günstigen Standorten kann das Lauchgewächs teppichartig auftreten.

Vermehren durch Teilung

Wächst der Bestand zu dicht, graben Sie die Zwiebeln nach dem Einziehen aus. Lichten Sie die Horste aus, indem Sie die Pflanzen abstechen und ausgraben. Diese lassen sich leicht mit der Hand teilen und entweder an anderer Stelle einpflanzen, oder in der Küche verarbeiten.

Text: Christine Riel
Artikelbild: J Need/Shutterstock

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