Aprikosenbaum Blätter – unscheinbar aber unverzichtbar

Sehnlich warten wir auf den Sommer, auf die leuchtend orangefarbenen Früchte. Den schlichten Blättern wird dagegen nur wenig Beachtung geschenkt. Dabei ist ohne sie keine süße Frucht denkbar. Erst wenn das Grün besorgniserregende Symptome zeigt, schauen wir etwas genauer hin.

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Das intensive Grün der Blätter steht im schönen Kontrast zu den orangenen Früchten

Gesunde Blätter

Gesunde Blätter sollten beim Aprikosenbaum der Normalfall sein. Dann entwickelt er sich zu seiner vollen Größe und liefert eine reiche Ernte. Natürlich nur, wenn ihm auch die Lebensbedingungen zusagen und das Wetter mitspielt.

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Die Blätter des Aprikosenbaumes sind nicht weiter auffällig. Sie besitzen keinen besonderen Zierwert, erfüllen lediglich ihre Funktion. Sie können stichpunktartig so beschrieben werden:

  • rundlich-eiförmig
  • abgerundete Basis
  • zugespitzt
  • Ränder meistens doppelt gezackt
  • etwa 5-10 cm lang; 3-5 cm breit
  • 2 bis 4 cm langer, rötlicher Blattstiel

Die Färbung des Laubkleides

Im Sommer sind die Blätter des Aprikosenbaumes mittelgrün gefärbt, ohne irgendwelche Musterungen. Da der Baum zu den sommergrünen Bäumen gehört, färbt er sein Laub im Herbst gelb und lässt es anschließend fallen.

Im Winter steht der Baum mit nackten Ästen im Garten. Früh im Jahr treibt der Baum wieder aus. Der Baum ist winterhart, aber seine Blüte verträgt keine Spätfröste. Deswegen wird häufig durch eine Beschattung des Baumes der Zeitpunkt des Austriebs verzögert.

Tipps

Gesunde Aprikosenblätter, die im Herbst zu Boden fallen, können zeitnah zusammengefegt und auf den Komposthaufen gegeben werden.

Veränderungen im Aussehen

Viele Krankheiten und Schädlinge können Färbung und Form der Blätter verändern. Diese unübersehbaren Blattveränderungen sind es auch, die uns als erstes auf das Vorhandensein einer Krankheit hinweisen. So verändern die verschiedenen Krankheiten die Blätter eines Aprikosenbaumes:

  • Bakterienbrand: kleine Flecken an Blatträndern; anschließendes Blattsterben
  • Echter Mehltau: Blattoberseite ist mit weißem Belag überzogen
  • Kräuselkrankheit: gekräuselte Blätter mit grünen und roten Bläschen
  • Monilia: Blätter welken bereits im Frühjahr
  • Rußtau: schwarze, große Flecken auf Blattoberseiten
  • Scharka: olivfarbene Ringe an Blättern; werden zu schwarzen Punkten
  • Schorf: bewirkt bräunliche, lichtdurchlässige Flecken
  • Schrottschusskrankheit: Blätter sind durchlöchert
  • Raupen des Frostspanners: fressen große Löcher hinein

Hinweis:
Krankes Laub sollte zeitnah vom Boden aufgesammelt und über den Restmüll entsorgt oder verbrannt werden. So wird das Ausbreiten der Krankheit verhindert.

Text: Daniela Freudenberg
Artikelbild: Dreamsquare/Shutterstock

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