Aloe Vera

Aloe Vera: Weiße Flocken entdeckt? Das können Sie tun

Artikel zitieren

Weiße, flockenartige Ablagerungen auf Ihrer Aloe Vera deuten auf einen Befall mit Wollläusen hin. Dieser Artikel erläutert die Ursachen, Folgen und Bekämpfungsmethoden dieses Schädlings sowie wichtige Vorbeugemaßnahmen.

aloe-vera-weisse-flocken
Weiße Flocken auf der Aloe vera sind Wollläuse

Weiße Flocken auf der Aloe Vera – Ursachen und Folgen

Die weißen Flocken auf der Aloe Vera sind meist Folge eines Befalls mit Wollläusen. Diese winzigen Schädlinge ernähren sich von Pflanzensaft und können die Aloe Vera erheblich schädigen. Dabei sondern sie klebrigen Honigtau ab, der das Wachstum von Rußtaupilzen fördert. Ein starker Befall kann im schlimmsten Fall zum Absterben der Pflanze führen.

Lesen Sie auch

Aussehen und Lebensweise von Wollläusen

Wollläuse sind kleine, ovale Insekten, die zwischen einem und zwölf Millimetern groß werden. Ihr Körper ist mit einer weißen, wachsartigen Schicht bedeckt, die ihnen ein wolliges Aussehen verleiht. Diese Tiere können sich durch Jungfernzeugung vermehren, wodurch acht Generationen pro Jahr entstehen können. Die Eier werden an geschützten Stellen abgelegt, wie in Blattachseln oder in der Erde.

Schadbild und Folgen eines Befalls

Wollläuse saugen den Pflanzensaft aus Blättern und Stängeln der Aloe Vera, was zu einer Schwächung der Pflanze führt. Dies zeigt sich durch folgende Symptome:

  • Gelbliche Verfärbung der Blätter
  • Einrollen der Blätter
  • Blattfall
  • Wachstumsstörungen
  • Verkrüppelung der Pflanze

Der ausgeschiedene Honigtau bildet einen optimalen Nährboden für Rußtaupilze, die die Blätter mit einem schwarzen Belag bedecken und die Photosynthese hemmen.

Bekämpfung von Wollläusen

Die Wahl der Bekämpfungsmethode hängt vom Schweregrad des Befalls ab.

Schwacher Befall

Bei einem schwachen Befall können die Wollläuse oft mit einfachen Hausmitteln bekämpft werden:

  • Abwischen: Wollläuse können mit einem feuchten Tuch oder Wattestäbchen von den Blättern abgewischt werden.
  • Seifenlauge: Eine Lösung aus Wasser und Kaliseife (15 ml Kaliseife auf einen Liter Wasser) eignet sich auch zur Bekämpfung. Besprühen Sie die Pflanze oder wischen Sie die befallenen Stellen ab.
  • Spiritus-Wasser-Lösung: Eine Mischung aus Wasser, Spiritus und Paraffinöl kann auf unempfindlichen Pflanzen angewendet werden. Orchideen sollten stattdessen vorsichtig mit der Lösung bepinselt werden.

Mittlerer Befall

Bei einem mittleren Befall sind stärkere Maßnahmen erforderlich:

  • Abschneiden befallener Pflanzenteile: Stark befallene Blätter und Stängel sollten abgeschnitten und im Hausmüll entsorgt werden.
  • Seifenlauge: Verwenden Sie zusätzlich Seifenlauge, wie bei einem schwachen Befall, und besprühen Sie unzugängliche Stellen.

Starker Befall

Bei einem starken Befall ist es oft schwierig, die Wollläuse vollständig zu bekämpfen. In solchen Fällen kann die Pflanze entsorgt werden, um eine Ausbreitung auf andere Pflanzen zu verhindern. Stark befallene Pflanzenteile sollten ebenfalls abgeschnitten und entsorgt werden.

Nützlinge

Nützlinge können bei der Bekämpfung von Wollläusen eingesetzt werden. Zu den natürlichen Feinden der Wolllaus gehören:

  • Marienkäfer: Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Marienkäfer ernähren sich von Wollläusen.
  • Florfliegenlarven: Die Larven der Florfliegen sind räuberisch und fressen Wollläuse.
  • Schlupfwespen: Schlupfwespen legen ihre Eier in die Wollläuse. Die Larven entwickeln und ernähren sich innerhalb der Wollläuse und töten sie schließlich ab.

Vorbeugung

Um einem Befall mit Wollläusen vorzubeugen, sollten folgende Maßnahmen getroffen werden:

  • Regelmäßige Kontrolle: Die Aloe Vera auf Anzeichen eines Schädlingsbefalls regelmäßig überprüfen.
  • Quarantäne für neue Pflanzen: Neue Pflanzen sollten zunächst einige Wochen isoliert von anderen Pflanzen gehalten werden, um sicherzustellen, dass sie nicht von Schädlingen befallen sind.
  • Gesunde Standortwahl: Die Aloe Vera sollte an einem hellen Standort ohne direkte Sonnenbestrahlung platziert werden, um optimales Wachstum zu fördern.
  • Vermeidung von Pflegefehlern: Zu trockene und zu warme Luftbedingungen begünstigen einen Wolllausbefall. Regelmäßiges Lüften und eine angepasste Luftfeuchtigkeit helfen, ein ungünstiges Mikroklima zu vermeiden.
  • Richtiges Gießen und Düngen: Die Aloe Vera nach ihren Bedürfnissen gießen und mit mäßigen Mengen an stickstoffarmem Dünger versorgen, um die Pflanze widerstandsfähig zu halten.
  • Natürliche Düngemittel: Präventive Mittel wie Brennnessel- oder Schachtelhalmjauche stärken die Pflanze auf natürliche Weise und verringern die Anfälligkeit für Schädlinge.