Ahorn

Ahorn: Härtegrad, Qualitäten und Tipps zur Verarbeitung

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Ein Ahornbaum verspricht Ihnen nicht nur einen schönen Anblick. Der stattliche Ahorn liefert mit seinem Holz auch einen ausgezeichneten Rohstoff. Manchmal kommt die Frage auf, ob es sich hierbei um Hart- oder Weichholz handelt. Hier erhalten Sie einen Überblick.

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Ahornholz ist ein hartes Holz
AUF EINEN BLICK
Ist Ahornholz ein Hart- oder Weichholz?
Ahornholz gehört zur Kategorie der Harthölzer und besitzt eine Härte von etwa 27-28 Brinell. Diese Härte liegt im mittleren Bereich zwischen Harthölzern und Weichhölzern, wobei Ahornholz für seine Stabilität und schöne helle Farbe geschätzt wird.

Ist Ahorn Hart- oder Weichholz?

Das Holz des Ahorns wird üblicherweise zu den Harthölzern gerechnet. Die Härte des Holzes bewegt sich zwar im mittleren Bereich zwischen Harthölzern und Weichhölzern, bringt aber viele positive Eigenschaften mit sich. Auch die schöne helle Farbe des Holzes wird von vielen Zimmermännern als Vorteil betrachtet.

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Wie hart ist Ahornholz?

Die Härte von Ahornholz liegt bei etwa 27-28 Brinell. Die Brinell-Skala zeigt die Eindruckshärte von bestimmten Materialien in Holz an. Sie wurde von einem schwedischen Ingenieur um 1900 eingeführt und gilt bis heute als der Maßstab für die Härte von Holz. Die genaue Härte des Holzes von Ahorn kann sich je nach Sorte und Ablagerung des Holzes unterscheiden. Das sind die typischen Holzhärten anderer Holzsorten:

  • Eiche: 34-35 Brinell
  • Olive: 51-53 Brinell
  • Birke: 23-27 Brinell
  • Fichte: 12-13 Brinell

Wie unterscheidet sich das Hartholz des Ahorns von Weichholz?

Hartholz ist stabiler und hat einen anderen Brennwert. Das bedeutet, dass das harte Holz von Ahorn nicht so schnell Einkerbungen abbekommt, wie dies beispielsweise beim weichen Holz der Fichte oder der Kiefer der Fall ist. Zudem haben harte und schwere Hölzer einen höheren Brennwert als Weichholz. Die Holzhärte zieht also noch andere Eigenschaften nach sich.

Wie gewinne ich Hart- oder Weichholz vom Ahorn?

Nutzen Sie auch einen gelegentlichen Rückschnitt zum Holzgewinn. Sie müssen nicht gleich einen ganzen Ahornbaum fällen, wenn Sie Hart- oder Weichholz vom Ahorn gewinnen wollen. An großen Bäumen werden von Zeit zur Zeit auch längere Äste abgeschnitten. Das so gewonnene Holz sollten Sie nicht wegwerfen. Sie können es dank seiner Qualitäten vielseitig nutzen. Wenn der Ahorn nach einem solchen Schnitt an der Schnittstelle stark blutet, sollten Sie jedoch ein Wundverschlussmittel (7,00€ bei Amazon*) auftragen.

Tipp

Lagern Sie Ahornholz vor Verarbeitung richtig ab!

Erst die Ablagerung von Hart- oder Weichholz fördert die besten Qualitäten der Holzsorte zu Tage. Durch die Ablagerung verliert das Holz an Feuchtigkeit und wird schön fest. Bevor Sie Ahornholz weiter verarbeiten, sollten Sie es einige Jahre lagern oder zumindest künstlich trocknen lassen.

Bilder: yura borson / Shutterstock