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Die herabfallenden Blätter im Herbst sind ein natürlicher Dünger

Ahorn richtig düngen – Darauf sollten Sie achten

Wenn Sie Ihren Ahorn pflegen, schwebt permanent das Damoklesschwert einer Pilzinfektion über dem Baum. Die Nährstoffversorgung macht in dieser Hinsicht keine Ausnahme. Ihren prächtigen Hausbaum richtig zu düngen, hängt somit nicht nur ab von der Nährstoffzusammensetzung, sondern ebenso von der fachmännischen Vorgehensweise. Diese Leitfaden beantwortet alle Fragen.

Wann ist der beste Zeitpunkt zum Düngen?

Die Beschaffenheit des Düngers bestimmt maßgeblich über den richtigen Zeitpunkt für die Anwendung. Organischer Dünger wird vorab von Bodenorganismen verarbeitet, damit er für die Pflanzen verfügbar ist. Mineralischer und mineralisch-organischer Dünger wirkt aufgrund seiner chemischen Bestandteile sofort. Der folgende Überblick nennt die besten Dünge-Termine:

  • Organischer Dünger (Kompost, Pflanzenjauche): im Herbst und nochmals im Frühling
  • Mineralischer oder mineralisch-organischer Dünger: je nach Wirkungsdauer einmalig im Frühjahr oder alle 4-6 Wochen

Für Ahorn im Topf eignet sich Flüssigdünger aus praktischen Gründen perfekt. Die Zeit der Anwendung erstreckt sich von März/April bis August/September.

Welche Düngemittel sind empfehlenswert?

In der ausgewogenen Nährstoffversorgung von Ahornbäumen spielt Stickstoff eine nachrangige Bedeutung. Vor allem heimische Arten sind wuchsstark, sodass die zusätzliche Gabe von Stickstoff ein mastiges Zellenwachstum verursacht und die Anfälligkeit für Krankheiten erhöht. Geben Sie daher organischen Düngemitteln den Vorzug, wie Kompost, Hornspänen und Pflanzenjauchen. Von der geballten Stickstoff-Ladung mineralischer Dünger, wie Blaukorn, sollte ein Ahorn verschont bleiben.

Worauf ist beim Düngen besonders zu achten?

Düngemittel werden am Ahorn genau dort verabreicht, wo pathogene Erreger auf Verletzungen als Eintrittspforte lauern. Eine schonende Verabreichung von Düngemitteln ist daher ebenso wichtig, wie die Qualität. So machen Sie es richtig:

  • Düngemittel stets oberflächlich und vorsichtig einarbeiten, ohne die Wurzeln zu verletzen
  • Dünger nicht auf staubtrockener Erde anwenden, sondern vorab wässern
  • Reichlich nachgießen mit klarem Wasser

Eine Startdüngung im Rahmen der Pflanzung verabreichen Sie idealerweise, indem Sie den Aushub der Pflanzgrube zu einem Drittel anreichern mit reifem Kompost und Hornspänen.

Tipps

Räumen Sie das Herbstlaub unter Ihrem Ahorn nicht weg. Infolge einer zügigen Zersetzung verwandeln sich die Blätter in gehaltvollen Humus, von dem das Wachstum profitiert. Einzig Ahornblätter mit Pilzbefall sollten vollständig beseitigt und im Müll entsorgt werden.

Text: Paula Jansen Artikelbild: Wan bo/Shutterstock

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