Ziest – einige bei uns heimische Arten

Der Ziest ist eine Wildpflanze, die weit verbreitet ist. Das Fantastische an ihm sind die Blüten. Sie sind der Grund, warum er immer und überall zu einem Insektenmagneten wird. Deswegen wird er auch gern in naturnahen Gärten kultiviert. Nachfolgend ein Überblick über die hierzulande bekanntesten Arten.

Zierst Sorten
Der Echte Zierst ist bei uns weit verbreitet

Bergziest – Stachys recta

Der Bergziest ist eine Wildpflanze, die auch in Kulturgärten von großem Nutzen ist. Besonders für Naturgärten, wo eine Pflanze auch verwildern darf, ist er eine gute Wahl.

  • Bergziest wird 40 bis 70 cm hoch
  • zieht Wildbienen an
  • hat eine lange Blütezeit von Juni bis Oktober
  • die Blüten sind zartgelb

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Echter Ziest – Stachys officinalis

Diese Ziestart, die auch Heil-Ziest genannt wird, ist bei uns weit verbreitet. Vor allem in Süddeutschland bedeckt er in der freien Natur große Flächen. Wer ihn in seinem Garten ansiedeln möchte, muss die Düngerpackung beiseitepacken. Er mag und gedeiht ausschließlich auf mageren Böden. Er sät sich gern von selbst aus und muss ggf. mit der Schere in seine Grenzen verwiesen werden. Unter den angebotenen Arten gibt es welche mit weißen, rosafarbenen oder violetten Blüten.

Großblütiger Ziest – Stachys macrantha

Der Großblütige Ziest wächst als eine kompakte Staude. An einem halbschattigen bis sonnigen Standort kann diese im Laufe der Jahre sehr üppig und groß werden. Die dunkelgrünen Blätter erinnern an die Brennnessel. Die kleinen Blüten sind rosa-violett. Wie bei allen anderen Ziestarten auch, üben seine Blüten eine starke Anziehung auf Insekten.

Sumpfziest – Stachys palustris

Sein Name verrät das vorrangige Verbreitungsgebiet. Sumpfziest mag feuchte, nährstoffreiche Plätze. Diese findet er nah an Wasserufern, neben Wassergräben oder auf allen Feldern, die viel Feuchtigkeit haben. Er kann 30 bis 100 cm hoch wachsen. Von Juni bis September blüht er kräftig rosa. In einem Kulturgarten wird er sich am Teichrand wohlfühlen.

Tipp

Der junge zarte Austrieb im Frühjahr kann unseren Speiseplan bereichern. Sowohl roh im Salat oder Smoothie als auch gedünstet.

Waldziest – Stachys sylvatica

An seinem ursprünglichen Standort verbreitet der Waldziest einen zarten Fliederduft. Diesen können wir uns auch in den heimischen Garten holen. Den idealen Standort findet er unter lichten Gehölzen. Dort darf er mit der Zeit verwildern. Er hat große, herzförmige Blätter, die an den Rändern gesägt sind. Der Waldziest kann uns nicht nur mit seinen violetten Blüten erfreuen, sondern uns auch eine reiche Ernte bescheren. In der Erde bildet er Knollen, die wie Kartoffeln zubereitet werden können.

Wollziest – Stachys byzantina

Auch als Wolliger Ziest, Hasenohren und Eselsohren bekannt. Diese wertvolle Wildstaude ist anspruchslos und wächst in nahezu jedem durchlässigen Boden. Sie kann rustikal, mit der richtigen Begleitung aber auch elegant wirken. Die rosavioletten Blüten sind nicht spektakulär, dafür sind die Blätter filzig und grau gefärbt. Sein wolliges Pflanzenmaterial nutzen einige Bienenarten für den Bau ihrer Nester.

Text: Daniela Freudenberg

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