Den Wollziest richtig schneiden

Der Wollziest kann im Gartenbeet durch seine silber-weiße Blattfärbung eine vermittelnde Rolle zwischen Farbakzenten von Rosen und anderen Blühpflanzen einnehmen. Bei der mehrjährigen Pflanze lässt sich mit einem gezielten Schnitt ein kompakter Wuchs fördern.

Wollziest Rückschnitt
Ein gekonnter Rückschnitt sorgt für einen schönen Wuchs
Früher Artikel Die perfekte Pflege für den Wollziest im heimischen Garten

Der beste Zeitpunkt für den Schnitt

Grundsätzlich ist der Wollziest eine sehr pflegeleichte Pflanze, bei der einzelne Blätter und Pflanzenstiele für die Verwendung als Vasenschmuck oder Heilkraut rund um das Jahr abgeschnitten werden können. Der Rückschnitt für die Ausbildung einer kompakten und gesunden Pflanzenform kann entweder im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Aus optischen Gründen und zur schonenderen Überwinterung bietet es sich an, die Blütenstiele des Wollziests direkt nach der Blüte zu entfernen, sofern Sie nicht auf die Vermehrung durch Samen angewiesen sind. Die Blattmasse sollten Sie aber stehen lassen, damit der Wollziest vor dem Winter noch Energie für die neue Saison tanken kann.

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Dem Wollziest einen optisch perfekten Saisonstart ermöglichen

Insbesondere nach langen und nassen Wintern kann es vorkommen, dass einzelne Teile des Wollziests einen ramponierten Eindruck machen. Sie sollten die Pflanzen daher auch bei einem Schnitt direkt nach der Blüte im Frühjahr abermals kontrollieren und so dem frischen Austrieb ausreichend Raum geben. Wenn die eher unscheinbaren Blüten für Sie selbst von eher untergeordnetem Interesse sind, so sollten Sie diese trotzdem nicht schon vor der Blüte entfernen. Viele seltene Bienen- und andere Insektenarten schätzen den Wollziest als sommerliche Futterpflanze.

Blüten des Wollziests abschneiden und trocknen

Der Wollziest wird nicht nur gerne als Heilpflanze genutzt, sondern seine Blütenstiele werden zum Teil auch gerne für die Verwendung in Trockensträußen getrocknet. Dies ist sehr unkompliziert nach den folgenden Arbeitsschritten möglich:

  • Blüten rechtzeitig vor dem Verblühen an einem heißen Tag schneiden
  • kopfüber an einem gut belüfteten, trockenen Platz aufhängen
  • bei dickeren Sträußchen die Blütenstiele einige Male durchmischen, sodass alle gleich gut trocknen können

Besonders reizvoll für die Verwendung in Trockensträußen sind Wollziest-Zuchtsorten wie die optisch beeindruckende Sorte “Cotton Boll”, deren weiße Blütenstände erstaunlich an die Form von Baumwolle erinnern.

Tipps

Sollten Sie selbst oder Bekannte Haustiere wie Hasen oder Kaninchen besitzen, so brauchen Sie geschnittenes Pflanzenmaterial vom Wollziest nicht ungenutzt auf den Kompost zu werfen. In einer ausgewogenen Futtermischung ist die etwas bitter schmeckende Pflanze auch für Nager ungiftig und kann deren Speiseplan bereichern.

Text: Alexander Hallsteiner

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