Wurzelware richtig einpflanzen

Zu den unterschiedlichen Arten von Wurzelverpackungen zählt neben Container- und Ballenware die Wurzelware. Solche Pflanzen werden als wurzelnackt bezeichnet, denn die Wurzeln werden ohne Erde geliefert. Neben den geringeren Transportkosten erzielen diese Gehölze bessere Anwachsergebnisse.

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Wurzelware wird am besten im Herbst gepflanzt

Zeitpunkt

Wurzelware können Sie zwischen Mitte Oktober und Ende November im Garten auspflanzen. Im Spätherbst bietet der Boden ausreichend Restwärme, von der die Gehölze profitieren. Sie bilden bis zum Wintereinbruch Faserwurzeln, mit denen sie sich versorgen. Wenn die Erde vernässt oder gefroren ist, sollten Sie mit der Pflanzung warten.

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Vorbereitungen

Zu schwere Böden werden mit Sand aufgelockert, um die Durchlässigkeit zu erhöhen. Sandböden eignen sich gut für Wurzelware, wobei diese einen humosen Untergrund bevorzugen. Reichern Sie nährstoffarme Substrate mit Kompost an.

Weitere Vorgehensweise:

  • Pflanzen nach der Ankunft auspacken
  • nicht zu lange mit dem Einpflanzen warten
  • bei vorübergehender Lagerung in ein Wasserbad stellen

Anleitung zum Pflanzen

Lassen Sie das Gehölz vor der Pflanzung für mindestens 60 Minuten in einem Eimer mit Wasser stehen. Dadurch haben die Wurzeln genügend Zeit zum Vollzusaugen. Wählen Sie währenddessen einen geeigneten Standort, an dem Sie ein Pflanzloch ausheben. Es sollte etwa den doppelten Durchmesser vom Wurzelwerk haben.

Lockern Sie den Grund des Lochs gut auf. Falls Sie den Boden nicht bereits verbessert haben, vermischen Sie den Aushub mit Sand, Kompost oder herkömmlicher Blumenerde. Eine Handvoll Hornspäne (9,00€ bei Amazon*) gewährleistet die Stickstoffversorgung für die nächsten Wochen.

Pflanzen setzen

Platzieren Sie das Gehölz mittig im Pflanzloch, sodass der Wurzelansatz etwas unterhalb des Erdniveaus sitzt. Setzen Sie bei Bedarf einen Pfahl dicht an den Stamm, den Sie mit einem Gummihammer in die Erde schlagen. Füllen Sie den Erdaushub ein und treten Sie das Substrat fest. Damit die Wurzeln Kontakt zum Boden bekommen, sollten Sie diesen gründlich wässern.

Fürsorge

Schneiden Sie den Strauch um 20 bis 30 Prozent zurück. Diese Maßnahme gleicht den Verlust der Wurzelmasse aus, welcher bei der Rodung der Gewächse entstand. Eine weitere Düngung ist in der nächsten Zeit nicht erforderlich, da Sie die Gehölze bereits gut versorgt haben. Wenn die Witterung sehr trocken ist, sollten Sie auf eine regelmäßige Bewässerung achten.

Text: Christine Riel
Artikelbild: G-Stock Studio/Shutterstock

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