Wenn Wespen in der Erde nisten

Wespen können vor allem im und am Haus zum Problem werden. Aber auch im Garten. Vor allem, wenn sie in Bodennähe nisten und sich gefährliche Überraschungsmomente ergeben können. Hier ein paar Tipps, wie Sie mit einem Wespennest in der Erde umgehen sollten.

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Bei Wespen, die im Boden leben, handelt es sich um ganz normale Wespen

Wespenarten, die in der Erde nisten

Wespen haben je nach Art unterschiedliche Vorlieben für ihre Brutplätze. Diejenigen, die sich saisonal im Erdboden ihre Niststätte suchen, sind vor allem:

  • Deutsche Wespen
  • Gemeine Wespen

Diese Kurzkopfwespenarten variieren aber alljährlich mit ihrer Standortwahl – sehr beliebt sind bei ihnen zum Beispiel auch Dachböden, hohle Baumstämme oder Steinhaufen. Wenn sich eine Jungkönigin im Frühjahr eine Niststätte im Gartenboden aussucht, ist das meist ein verlassener Bau von Mäusen oder Maulwürfen.

Leider sind die Deutschen und Gemeinen Wespen es auch, die uns Menschen am gefährlichsten werden können. Denn sie haben im Vergleich zu den meisten anderen Wespenarten keine Scheu vor uns und zögern auch nicht, ihren Stachel einzusetzen, sobald sie sich bedroht fühlen. Außerdem bilden sie von allen sozial lebenden Wespenarten die größten Staaten und sind dadurch allein durch ihre massenhafte Anzahl gefährlich.

Normalerweise ist ein Wespennest im Gartenboden leicht an den ein- und ausschwärmenden Tieren zu entdecken. Wenn man Pech hat, passiert es aber auch, dass man es erst beim Hineintreten registriert – und das kann natürlich böse Folgen in Form vieler schmerzender Stiche auf einmal haben.

Wie mit der Kolonie umgehen?

Ein Erdwespennest zu entfernen, ist nicht so einfach und sollte Fachleuten überlassen werden. Die einfachste und umwelt- bzw. tierfreundlichste und auch für Sie unaufwändigste Lösung ist das Dulden. Sperren Sie den Bereich um das Nest herum ab, damit niemand hineintritt. Im Herbst ist das Wespenvolk dann sowieso wieder verschwunden.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: UllrichG/Shutterstock

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