Wie sich unliebsamer Nestbau von Wespen verhindern lässt

Wespennester können vor allem dann stören, wenn sie sich in Menschennähe befinden. Nicht nur, dass man sich mit dem erhöhten Wespenaufkommen im Garten und im Haus herumschlagen muss - die Nestkonstruktionen können in gewissem Maße auch das Haus oder den Schuppen schädigen.

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Wespen können beizeiten noch davon überzeugt werden, besser woanders zu nisten

Video-Anleitung

Problematisch wird es vor allem, wenn:

  • akute Gefahr durch die Wespennähe besteht (z.B. wegen Insektengiftallergie oder Kleinkindern im Haushalt)
  • die Rolladenfunktion durch im Kasten angelegtes Nest beeinträchtigt ist

Wenn eine Wespenkolonie sich erst einmal auf dem Dachboden, im Gartenhaus (133,20€ bei Amazon*) oder im Rollladenkasten angesiedelt hat, ist es schwierig, sie wieder loszuwerden. Um sich und die Tiere nicht unnötigem Stress auszusetzen, ist es in der Regel am besten, den Wespenstaat einfach zu dulden. Wespen haben schließlich nur ein kurzes Leben, sodass nach einem halben Jahr der Spuk sowieso vorbei ist.

Damit man sich aber gar nicht erst einen Sommer in Wespenbegleitung einhandelt, ist es ratsam, dem Nestbau rechtzeitig vorzubeugen. Dazu ist es zunächst einmal wichtig zu wissen, welche Stellen im und am Haus besonders beliebt bei den sozialen, staatenbildenden und problematischsten Wespenarten sind. Deutsche und Gemeine Wespen oder Hornissen suchen im Gegensatz zu den meisten anderen, weniger bekannten Wespenarten durchaus die Nähe des Menschen. Ihre Nester bauen sie z.B. gern

  • In Dachstühlen
  • In Rollladenkästen
  • In Gartenhäuschen
  • In Hohlräumen zwischen Gemäuer und Außenverkleidung

An solchen Orten suchen sich die Tiere oben gelegene Ecken und Nischen aus, in denen es dunkel und geschützt ist. Was Sie tun können, um es den Wespen möglichst wenig einladend zu gestalten, ist Folgendes:

  • Zugänge minimieren
  • Geruchsbarrieren einrichten

Zugänge minimieren

Bei Dachstühlen und Rollladenkästen gilt es vor allem, Zugänge zu sperren bzw. zu reduzieren. Kontrollieren Sie das Dach Ihres Hauses auf etwaige Spalten und Öffnungen, die zum Beispiel durch poröses Dämmmaterial oder unregelmäßige Dachziegel entstehen können. Solche Schwachstellen bieten Wespen einfache Zugänge zu geeigneten Niststellen.

Fensterahmen und Außenverkleidungen von Rollladenkästen sollten Sie auf Risse im Außenputz kontrollieren und sie verschließen.

Bei Hohlräumen zwischen Fassade und Grundmauer kann leider nicht alles verschlossen werden, denn hier braucht es normalerweise einen Lüftungskanal.

Durch Gerüche abschrecken

Sie können bei der Nestbauprävention auch auf den feinen Geruchssinn der Wespen bauen. Einige Gerüche können sie nämlich überhaupt nicht ausstehen und werden sich dort, wo es ihnen stinkt, auch nicht niederlassen. Was sie zum Beispiel gar nicht mögen, sind ätherisch-krautige Gerüche. Empfehlenswert ist es zum Beispiel, das Gebälk im Dachboden mit Lavendel-, Nelken- oder Basilikumöl einzureiben. Auch ausgelegte Knoblauchzehen sind wirksam. Am Fenster und der Außenfassade kann zum Beispiel eine stark riechende Weihrauchpflanze in der Hängeampel aufgehängt werden.

Alte Wespennester sollten im Herbst außerdem entfernt und die Stelle gründlich gereinigt werden – der vertraute Duft der Artgenossen können andere Jungköniginnen im Folgejahr nämlich zur Niederlassung einladen.

Text: Caroline Strauss
Artikelbild: Ivan Marjanovic/Shutterstock

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