Muss man Wermut schneiden?

Wer Wermut pflanzt hat gut vorgesorgt, wenn es um gesundheitliche Beschwerden im Verdauungsbereich geht. Dieses Kraut ist nicht nur extrem bitter, sondern auch extrem wirksam . Doch wie verhält es sich im Bezug auf das Schneiden?

Wermut schneiden

Schneiden, um ihn zu ernten

Um den Wermut zu ernten , sollten seine einzelnen Pflanzenteile nicht abgezupft, sondern abgeschnitten werden. Entweder werden mit Beginn der Vegetationszeit und bis zum Spätsommer immer wieder kleinere Mengen abgeschnitten oder ein- bis zweimal größere Mengen.

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Die geernteten Blätter, Zweiglein und Blütenstände können nach der Ernte frisch verwendet oder getrocknet werden. Ob sofort oder nach dem Trocknen, der Wermut eignet sich neben dem Würzen von fettigen Speisen für:

  • Tee
  • Salben
  • Tinkturen
  • Öle
  • Badezusätze

Schneiden, um seinen Neuaustrieb anzuregen

Nachdem Sie den Wermut zum ersten Mal großzügig geerntet haben (in der Regel die obersten und seitlichen Triebspitzen im Juli), sollten Sie ihn kräftig zurückschneiden. Dieser Rückschnitt fördert seinen Neuaustrieb.

Schneiden nach der Herbst- und Winterzeit

Ein weiterer Grund Wermut zu schneiden, ist, um alte Triebe aus dem Vorjahr zu entfernen und seinen Austrieb im Frühjahr anzuregen. Schneiden Sie Ihren Wermut am besten nicht im Herbst. Seine Triebe dienen in gewisser Weise als Schutz vor Frost und Schnee.

Erst im Frühjahr sollten Sie den Wermut bis auf 15 cm über den Boden radikal einkürzen. Achtung: Nicht zu tief ins Holz schneiden, sonst treibt der Wermut nicht nach. Zum Schneiden sollten Sie eine scharfe und saubere Rosen- oder Gehölzschere verwenden.

Schneiden: Nicht zwangsläufig notwendig

Prinzipiell ist es nicht zwangsläufig notwendig, den Wermut zu schneiden. Doch hoch wachsende Sorten und Exemplare, die kränkeln oder zum Teil abgestorben sind, sollten empfehlenswerter Weise mit einem starken Rückschnitt versehen werden.

Tipps & Tricks

Achtung: Werfen Sie die abgeschnittenen Triebe des Wermuts nicht auf den Kompost! Der kräftige Geruch, der von ihm ausgeht, vertreibt Lebewesen, die im Kompost wohnen und arbeiten.

Text: Anika Gütt

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