Wasserpflanzen im Gartenteich – Tipps zur Pflege

Die gute Nachricht vorweg: Ein Gartenteich mit Wasserpflanzen ist viel pflegeleichter als ein steriles Teichbecken. Woran das liegt und was Sie bei der Pflege Ihrer Teichpflanzen beachten sollten, erfahren Sie in diesem praktischen Ratgeber!

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Kranke oder abgestorbene Pflanzenteile können jederzeit entfernt werden

Wasserpflanzen sorgen zum Teil selbst für Sauberkeit

Wasserpflanzen nehmen überschüssige Nährstoffe aus dem Wasser auf und versorgen Letzteres umgekehrt mit Sauerstoff. So stellen sie auf natürliche Weise ein biologisches Gleichgewicht her, in dem sich alle Teichbewohner – auch die tierischen – wohlfühlen. Damit die Wasserwerte wirklich dauerhaft stabil bleiben und Ihre Wasserpflanzen prächtig gedeihen können, sind aber dennoch einige Pflegemaßnahmen erforderlich.

Die wichtigsten Pflegemaßnahmen für Wasserpflanzen

  • Als Substrat empfiehlt sich eine Mischung aus Lehm, Sand, Kies und Ton sowie etwas Torf. Humus und andere nährstoffreiche Erden sind tabu. Diese würden bloß die Wasserqualität in Mitleidenschaft ziehen und unerwünschtes Algenwachstum fördern.
  • Aus mehreren Gründen ist es sinnvoll, die Wasserpflanzen von Anfang an in Pflanzgefäße zu setzen (in Behälter aus Kunststoff oder anderen Materialien).
  • Messen Sie den Eisengehalt im Wasser (entsprechende Tests gibt es in Baumärkten und Gartencentern sowie online). Ein ausreichend hoher Eisengehalt ist wichtig, damit die Pflanzen optimal wachsen und farbintensiv blühen. Fügen Sie gegebenenfalls einen Eisendünger hinzu. Aber Achtung: Keinesfalls sollte zu viel Eisen im Teich sein, ansonsten droht das Wasser eine bräunliche Färbung anzunehmen.
  • Apropos Dünger: Verwenden Sie nur phosphatarme bis -freie Mittel. Ansonsten düngen Sie auch potenzielle Algen mit. Generell gilt, dass Sie lediglich düngensollten, wenn es nötig ist. Dazu müssen Sie regelmäßig Tests durchführen.
  • Unmittelbar nach dem Winter, noch vor dem Einsetzen des Frühlings, gilt es die Pflanzen im Uferbereich zurückzuschneiden, ruhig bis ganz nach unten. Im Frühling selbst können Sie dann auch die eigentlichen Wasserpflanzen kürzen. Lassen Sie alles ungehindert wachsen, ist vom Teich selbst bald nicht mehr viel zu sehen.
  • Überhaupt sollten Sie alte und abgestorbene Pflanzenreste immer sofort aus dem Wasser entfernen. Der Fäulnisprozess würde das Wasser bloß verunreinigen.
  • Vergessen Sie nicht, verdunstetes Wasser stetig nachzufüllen. Wasserwechsel müssen Sie meist nur in Ausnahmefällen durchführen (beispielsweise bei drastisch zunehmendem Algenwachstum oder wenn das Teichwasser versehentlich mit Schadstoffen kontaminiert worden ist). Einmal im Jahr kommen Sie um den Wasserwechsel aber nicht umhin – beim Großputz des Teichs.

Fazit

Halten Sie sich an die beschriebenen Pflegemaßnahmen, sorgen Sie für eine wunderbare Flora in Ihrem Gartenteich. Achten Sie grundsätzlich darauf, eher weniger als mehr Wasserpflanzen einzusetzen, denn: Größer und üppiger werden die Hübschen von selbst.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: serhii.suravikin/Shutterstock
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