Thymian Verwendung

Thymian – vielseitige Verwendung als Küchen- und Heilkraut

Als Gewürzkraut wird der Thymian nicht nur in Frankreich sehr geschätzt. Das sehr würzige Kraut gibt nicht nur deftigen Fleisch-, sondern auch Fisch- und vegetarischen Gerichten eine unverkennbare Note.

Weniger bekannt ist jedoch die Heilkraft des Thymians, insbesondere des Echten Thymians. Dieser wurde bereits von der gelehrten Äbtissin Hildegard von Bingen als Mittel gegen Erkrankungen der Atemwege sowie gegen bestimmte Frauenleiden empfohlen. Aufgrund einer (antiken und mittelalterlichen Hebammen bereits bekannten) abtreibenden Wirkung sollte Thymian von schwangeren Frauen nur gering dosiert verwendet werden, als Heilkraut dagegen vorsichtshalber gar nicht.

Thymian in der Küche

Das mediterrane Würzkraut besitzt einen charakteristischen, sehr würzigen Geschmack. Thymian ist leicht scharf, zudem ein wenig bitter. Manche Sorten können auch einen lieblicheren Geschmack aufweisen. Sowohl die Intensität des Aromas sowie das Aroma selbst sind sowohl von der verwendeten Thymianart als auch vom Anbaugebiet abhängig. So liefert etwa Zitronenthymian eine starke zitronige Note. Im Allgemeinen ist Bergthymian aromatischer als Thymian aus dem Flachland, insbesondere der als Quendel bekannte Feldthymian ist recht lieblich.

Wozu passt Thymian?

Thymian wird frisch oder getrocknet vor allem in Schmor- und Ofengerichten verwendet. Getrockneter Thymian besitzt eine weitaus größere Würzkraft als frische Pflanzenbestandteile. Sie können sowohl die Blätter als auch die Blüten verwenden. Thymian passt ausgezeichnet zu:

  • Fleisch (Schmorgerichten)
  • Fisch
  • Sommergemüse wie z. B. Auberginen, Zucchini, Tomaten, Paprika
  • Kartoffeln (Ofenkartoffeln, Kartoffelgratin oder Kartoffelpuffer)
  • Eintöpfen (Bohnen-, Linsen-, Erbseneintöpfe)

Geben Sie Thymian bereit zu Beginn der Garzeit dem gewünschten Gericht zu, damit sich sein Aroma vollständig entfalten kann.

Medizinische Anwendung von Thymian

Das Würzkraut wurde im Jahre 2006 zur Arzneipflanze des Jahres gewählt – völlig zu Recht, denn das enthaltene Thymol, ein Bestandteil des ätherischen Öls, hat eine sowohl antibiotische als auch desinfizierende Wirkung. Bei Thymian handelt es sich im Grunde um ein natürliches Antibiotikum, das entsprechend aufgrund seiner Schleim lösenden Eigenschaften vor allem bei Erkrankungen der Atemwege zum Einsatz kommt. Des Weiteren erfolgt die Anwendung von Thymian auch bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt, denn aufgrund der reichlich enthaltenden Gerb- und Bitterstoffe werden Galle sowie Leber aktiviert und Verdauungsprobleme gelindert. Deshalb ist es sehr zu empfehlen, an schwer verdaulichen Gerichten mit Fleisch und / oder Kohl immer Thymian hinzuzufügen.

Thymiantee bei Erkältungen und Husten

Bei hartnäckigem, trockenen Husten können Sie sich einen Thymiantee bereiten und etwa drei bis fünf Tassen davon täglich trinken. Süßen Sie möglichst mit Honig, da auch dieses Naturprodukt eine leicht antibakterielle Wirkung hat.

  • 1 Teelöffel getrockneter oder ca. 8 bis 10 Zweige frischen Thymian (pro Tasse!) zerkleinern
  • Sie können alternativ auch eine Mischung aus Thymian und Salbei verwenden (Verhältnis ca. 3:1)
  • gerebelten Thymian in ein Teesieb füllen
  • und mit 250 Milliliter kochendem Wasser überbrühen
  • Lassen Sie den Tee etwa acht bis zehn Minuten ziehen.

Tipps & Tricks

Frischen Thymian verarbeiten Sie am besten, nachdem Sie ihn zur Mittagszeit geerntet haben – zu diesem Zeitpunkt ist sein Gehalt an ätherischen Ölen und anderen Wirkbestandteilen am höchsten.

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