Thymian Pflege

Den Hungerkünstler Thymian richtig pflegen

In der Theorie ist die Pflege des Thymians eigentlich recht einfach: Warm und trocken muss er stehen, darf nicht zu viel Wasser und Nährstoffe haben etc. Im Grunde versorgt sich das Gewächs von selbst. In der Praxis sind mediterrane Kräuter, wie der Thymian ebenfalls eines ist, dagegen nicht so leicht zu händeln - der Halbstrauch ist recht sensibel und nimmt Ihnen auch leichte Pflegefehler schnell übel.

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Wie oft sollte man Thymian gießen?

Wie für alle mediterranen Kräuter gilt auch für den Thymian: Nur vorsichtig und mit Augenmaß wässern! Zu große Feuchtigkeit und insbesondere Staunässe quittiert die Pflanze mit faulenden Wurzeln und schließlich mit ihrem Absterben. Ausgepflanzter Thymian braucht genau genommen gar nicht gegossen werden – seine tief reichenden und weit verzweigten Wurzeln versorgen sich auch in trockenen Perioden selbst. Nur in sehr heißen Sommermonaten, wenn die Erde bereits auszutrocknen droht, können Sie Ihren Thymian gelegentlich ein wenig gießen. Topfthymian braucht dagegen regelmäßige Wassergaben. Am besten gießen Sie die Pflanze immer dann, wenn die obere Erdschicht im Topf bereits angetrocknet ist.

Wann und womit sollte man Thymian düngen?

Auch in puncto Düngen sollten Sie sehr vorsichtig sein – ausgepflanzter Gartenthymian braucht im Grunde gar keinen Dünger, außer etwas Kompost und / oder Kalk zu Beginn der Vegetationsperiode. Topfthymian wird etwa alle sechs bis acht Wochen mit verdünntem Volldünger versorgt. Achten Sie jedoch darauf, die Pflanzen – egal, ob im Topf oder im Garten – ab Juli nicht mehr zu düngen.

Muss man Thymian schneiden?

Der Halbstrauch Thymian verholzt mit zunehmendem Alter – was wiederum zu einer Verkahlung führt, denn aus den holzigen Pflanzenteilen wachsen keine frischen Triebe mehr heraus. Aus diesem Grund sollte Thymian zwei Mal jährlich beschnitten werden. Der kräftige Formschnitt erfolgt am besten im Frühjahr, wobei Sie keinesfalls ins alte Holz schneiden sollten – lassen Sie stattdessen noch etwa zwei bis drei Zentimeter grünes Holz stehen. Die weitere Schnittpflege erfolgt im Zuge der Ernte.

Mein Thymian sieht kränklich aus – was könnte das sein und was tue ich dagegen?

Sehr oft wird beklagt, dass Thymian nach einer Weile braun wird und abstirbt – die Pflanze sieht mehr oder weniger vertrocknet aus. Begehen Sie nun nicht den Fehler, den vermeintlich vertrockneten Thymian zu gießen! Meist geht die Pflanze nämlich aufgrund von Staunässe ein, wobei die Wurzeln verfaulen und so die überirdischen Pflanzenteile nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgen können. In diesem Fall hilft können Sie Ihren Thymian oft noch retten, indem Sie ihn in einen neuen Topf mit frischem Substrat umsetzen (bzw. im Garten wieder ausgraben und den Boden entsprechend bearbeiten, z. B. mit Sand und Tonscherben vermischen). Dabei sollte ein Wurzelschnitt erfolgen, d. h. Sie schneiden mit Hilfe eines scharfen, sauberen Messers die faulenden Wurzeln ab. Bei dauerhafter Nässe tritt auch Grauschimmel häufig auf. Im Haus bzw. im Gewächshaus überwinterter Thymian hat dagegen oft mit Spinnmilben zu kämpfen – diese lassen sich durch ausreichend Luftfeuchtigkeit verhindern.

Thymian richtig überwintern

Wie Sie Ihren Thymian am besten überwintern, hängt konkret von der Sorte ab – manche Thymiansorten sind winterhart, andere dagegen nicht. Echten Thymian etwa können Sie im Winter im Garten lassen und allenfalls mit Reisig oder Schutzmatten abdecken, empfindlichere Arten dagegen sollten unter Kalthausbedingungen überwintern.

Tipps & Tricks

Blühender Thymian lockt Bienen, Hummeln und Schmetterlinge an. Mit Thymian, Lavendel und allerlei Wildkräutern und -blumen können Sie in Ihrem Garten eine prima Bienenweide anlegen.

Beiträge aus dem Forum

  1. Das ineinandergreifende Räderwerk der Natur

    Liebe Foristen, dies wird kein fröhlicher Beitrag über Blümchen, Bienchen und Vögelchen, obwohl es genau diese betrifft! Dieser Beitrag ist ein Blick in unsere Zukunft, vor der wir unsere Augen nicht verschließen dürfen, wichtig für uns alle, ob Gärtner oder Hobbygärtner. Man muß kein Wissenschaftler sein, nur mit offenen Augen und Ohren durchs Leben gehen um zu sehen und zu hören, was sich um uns herum so tut. Gestern, am späten Abend las ich auf t-online-Seite einen Beitrag, erstellt von wissenschaftlichen Mitgliedern der Virginia Commonwealth University/USA, der mich total wegen seines Inhalts schockierte und den ich hier sinngemäß wiedergeben möchte: []

  2. Der Frühling naht

    Liebe Mitforisten, balzende Wildvögel an der Futterstelle heute morgen, läßt die Ahnung auf einen baldigen Frühling zu. Bitte, füttern Sie die gefiederten Freunde trotzdem weiter! Es ist bitter notwendig. LG Bateman

  3. Schlechten Geruch und Schimmel bekämpfen

    Hallo zusammen, wie jeden Winter habe ich auch dieses Jahr wieder das Problem, dass es in der Laube etwas muffig riecht. Das liegt zum einen daran, dass ich nicht oft in der Laube bin und somit nicht richtig lüften kann, zum anderen ist auf Grund der niedrigen Temperaturen die Luftfeuchtigkeit ziemlich hoch. Da ich ganz gern Schimmel vermeiden, den Geruch loswerden und gleichzeitig aber nicht dauernd die Heizung laufen lassen will, habe ich mich mal ein bisschen umgeschaut und auf Ebay einen sogenannten Solar-Luftkollektor von Oscar gefunden. Wenn ich das richtig verstanden habe, montiert man das Teil an die Hauswand []

  4. Longan Frucht

    Habe heute eine Doku gesehen über die Longan Frucht,gegessen oder aber auch im Kaufladen gesehen habe ich diese Frucht aber noch nie :oops: Kennt jemand von euch sich mit dieser Frucht aus ?zuhause ist Longan wohl eher im Mittelmeer raum

  5. Bohnenkraut auf Balkon?

    Hallo meine Lieben, vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen. Ich hatte bislang mein Bohnenkraut immer im Garten, doch habe ich leider keinen Platz mehr dafür. Nun meine Frage, kann man das Bohnenkraut (wer nicht genau weiß, was das ist, hier habe ich einen interessante Artikel entdeckt) auch problemlos auf dem Balkon anpflanzen / ziehen?

  6. Geranien aus dem Winterschlaf holen

    Pelargonium ist der botanische Name unserer so heißgeliebten Geranie. Sie ist Ende des 17. Jahrhundert aus Südafrika nach Mitteleuropa gekommen und geblieben, also quasi als "Einwanderer mit Bleibestatus". Sie gehört zur Gattung der Storchenschnabelgewächsen. Einige Zeitlang wurde sie als spießig angesehen, ist nun aber wieder voll im Trend und wurde mehrmals als Pflanze des Jahres ausgezeichnet. Sie verschönert unsere Balkone, Schalen und Töpfe mit einer riesiger Anzahl von Blüten in prachtvollen Farben, es gibt sie stehend, hängend, auch mit gefüllten, mehrfarbigen Blüten. Ich lebte mit meiner Familie lange Jahre im Alpenvorland, unsere Ausflüge erfolgten in fast sämtliche Alpenregionen. Eine der []