Beschwingte Leichtigkeit für den Sommergarten – die aparte Strohblume

Sie gilt als Inkarnation der langlebigen Trockenblume. Bereits im Beet entwickelt die Strohblume papierne, feste Blüten, die nicht auseinander fallen. Berühmt für ihre farbenfrohe Strahlkraft, ziert die südafrikanische Einwanderin den ganzen Sommer hindurch Blumenrabatte und Kübel. Wer es richtig angeht, bringt seine Helichrysum mit Topf sogar gesund durch den Winter. Lesen Sie hier alle Details in unseren Antworten auf oft gestellte Fragen.

Helichrysum
Die Strohblume begeistert sowohl frisch im Garten als auch getrocknet in der Vase

Strohblume richtig pflanzen

Mitte Mai fällt für die kälteempfindlichen Strohblumen der Startschuss in die Gartensaison. Am sonnigen Standort lockern Sie die sandig-humose Erde tiefgründig auf, um Unkraut, Wurzeln und größere Steine zu entfernen. Im Abstand von 20-25 cm heben Sie nun Pflanzgruben aus mit dem 1,5-fachen Volumen des Wurzelballens. Die ausgehobene Erde wird angereichert mit Kompost, Hornspänen (54,00€ bei Amazon*) und ein wenig Sand oder feinen Splitt.(13,00€ bei Amazon*) Topfen Sie die Blumen nun aus, um sie mittig einzupflanzen bis knapp unterhalb des ersten Blattpaares. Es ist von Vorteil für die wärmeliebenden Helichrysum, wenn Sie an Anschluss an das Angießen mit Kies oder Splitt mulchen.

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Pflegetipps

Während sich die Strohblume in den ersten Tagen und Wochen nach der Pflanzung über eine regelmäßige Wasserversorgung freut, nimmt der Bedarf nach der Verwurzelung deutlich ab. Eine gut etablierte Pflanze pflegen Sie so:

  • Adulte Blumen nur dann gießen, wenn der Regen ausbleibt
  • Von Juni bis Oktober alle 14 Tage düngen mit Kompost oder Flüssigdünger
  • Verwelkte Blütenköpfe regelmäßig abschneiden

In Topf bestehen gute Aussichten für eine mehrjährige Kultivierung. Beenden Sie in diesem Fall im August die Nährstoffzufuhr, damit die Blume ausreift. Vor dem ersten Frost schneiden Sie die Pflanze bis 2-Fingerbreit über dem Substrat ab. Jetzt räumen Sie das Gefäß ein in ein frostfreies Winterquartier mit 5-10 Grad Celsius.
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Welcher Standort ist geeignet?

Ihr beschwingtes Blütenflair verbreitet die Strohblume überall dort, wie sie den ganzen Tag hindurch das Sonnenlicht umstreicht. Eine warme, luftumspülte Lage kommt ihren raschelnden Blüten gerade recht, damit Regentropfen rasch abtrocknen. Im humosen, gut durchlässigen Erdreich, frisch und ohne Staunässe, streckt sie gerne ihre Wurzeln aus. Die hoch wachsenden Sorten freuen sich über den Rückhalt einer sonnigen Mauer oder eines Gartenzaunes.
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Welche Erde braucht die Pflanze?

In der sandig-lockeren Erde des Steingartens fühlt sich die Strohblume wohl. Frisch bis mäßig trocken sollte der Boden sein, denn Nässe beeinträchtigt Wachstum und Blütenfülle nachhaltig. Verfolgen Sie das Ziel einer mehrjährigen Kultivierung, setzen Sie die robuste Sommerblume in einen Topf mit torfarmer Blumenerde, die mit Sand oder feinem Splitt abgemagert wird.

Wann ist Blütezeit?

Im Juni beginnt die Blütezeit, um bis weit in den Herbst anzudauern. Dieses florale Durchhaltevermögen bedarf ein wenig Ihrer helfenden Hand. Damit verwelkte Blüten nicht die darunter befindlichen Knospen bei der Entfaltung behindern, putzen Sie bitte regelmäßig die ausgedienten Köpfchen aus.

Strohblume richtig schneiden

Schneiden Sie die schönsten Stängel, bevor sich die Blüten öffnen, damit die Strohblume ihre Aufgabe als Trockenblume perfekt erfüllt. Die ersten Hüllkelchblätter dürfen gerne schon etwas abstehen, während der Großteil der Knospe noch geschlossen ist. Wählen Sie für den Schnitt die frühen Nachmittagsstunden an einem trockenen Tag. Im Verlauf des Trocknens öffnen sich die Blüten dann von selbst.

Strohblume gießen

Kommt der Sommer mit langer Trockenzeit daher, gießen Sie die Strohblumen ab und zu. Im Zweifel wässern Sie lieber ein Mal zu wenig als zuviel. Die Sommerblume arrangiert sich mit kurzzeitiger Trockenheit besser, als mit übermäßiger Nässe. Vermeiden Sie bitte eine Überkopf-Beregnung, sondern geben das Wasser unmittelbar auf die Erde.

Strohblume richtig düngen

Bei einer regelmäßigen Gabe von Kompost im Beet und Flüssigdünger im Kübel sagt die Strohblume nicht nein. Alle 14 Tage verleiht ein organischer oder mineralisch-organischer Dünger Ihren Lieblingsblumen neuen Schwung. Versäumen Sie nicht, um Anschluss zu gießen. Steht eine Überwinterung auf dem Programm, beenden Sie die Nährstoffzufuhr im August, damit die Pflanze vor dem Winter ausreifen kann.

Überwintern

In ihrer südafrikanischen Heimat gedeiht die Strohblume über mehrere Jahre. Im Topf können Sie dieses Potenzial nutzen, indem Sie der Pflanze die folgende Überwinterung ermöglichen:

  • Das Pflanzgefäß rechtzeitig vor dem ersten Frost einräumen
  • In einem hellen Winterquartier aufstellen mit Temperaturen von 5-10 Grad Celsius
  • Gut geeignet sind das kühle Schlafzimmer, ein unbeheiztes Treppenhaus oder das Kalthaus
  • Ab und zu gießen, damit das Substrat nicht austrocknet
  • Von August bis März nicht düngen

Wahlweise schneiden Sie die Pflanze vor dem Einräumen zurück oder belassen die verwelkten Blütenstände bis zum zeitigen Frühjahr. Im März topfen Sie Ihre Wintergäste um in frisches Substrat und gewöhnen sie schrittweise an mehr Licht und höhere Temperaturen.

Strohblume vermehren

Die Vermehrung gelingt recht zuverlässig mittels Aussaat der Samen ab Februar. Säen Sie die Samen in einer Saatschale auf magerem Substrat aus und übersieben das Saatgut 1 cm hoch mit Sand oder Vermiculite. Am halbschattigen Fensterplatz nimmt die Keimung bei 15-18 Grad Celsius 10-12 Tage in Anspruch. Befeuchten Sie die Erde regelmäßig und verabreichen keinen Dünger.

Strohblume im Topf

Die Topfkultur ist aus mehrfacher Hinsicht für die Strohblume von Vorteil. Sie können der exotischen Pflanze einen regengeschützten Standort zuweisen und verfügen über die Option einer Überwinterung. Als Substrat empfehlen wir eine mit Sand oder Splitt abgemagerte Blumenerde, die Sie über einer Drainage aus Tonscherben einfüllen. So pflegen Sie die Sommerblume im Topf fachgerecht:

  • Erst gießen, wenn die oberen 2-3 cm des Substrats angetrocknet sind
  • Von Juni bis August/September alle 14 Tage flüssig düngen
  • Verwelkte Blüten zeitnah abschneiden für eine üppige Nachblüte

Wenn die Temperaturen im Herbst fallen, räumen Sie den Topf ein ins helle Winterquartier. Bei frostfreien 5-10 Grad Celsius gießen Sie nur soviel, dass der Wurzelballen nicht austrocknet. Von August bis März erhält die Pflanze keinen Dünger.

Ist Strohblume giftig?

Von einer Strohblume geht keine gesundheitliche Bedrohung aus. Die vollkommen ungiftige Sommerblume ist somit wunderbar geeignet für den farbenfrohen Familiengarten. Binden Sie mit Ihren Kindern bedenkenlos fantasievolle Trockensträuße und Gestecke.

Schöne Sorten

  • Orange Fire: Mit ihren knallig orangefarbenen Blüten ist diese reich blühende Sorte nicht zu übersehen; 70-80 cm
  • Silvery White: Die weißen Blüten sind überzogen mit einem rosafarbenen Hauch; sehr schöne Schnitt- und Trockenblume
  • Purple Red: Die dunkel pinkroten Blüten mit weißen Ansatz dieser Strohblume sind von aparter Ausstrahlung; 70-80 cm
  • Sunnyboy: Bezaubernde Balkonblume des Jahres 2010 mit goldgelben, 6 cm großen Blüten; 30-40 cm
  • Salmon: Eine elegante Erscheinung mit lachsrosafarbener Blütenpracht für Beet und Balkon; 60-80 cm
Text: Paula Jansen

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