Die Samen der Strohblume

Die nicht nur im Beet, sondern auch als Trockenblumen ausgesprochen beliebten Strohblumen (Xerochrysum bracteatum) sind nicht winterhart und werden deshalb in unseren Breiten nur einjährig kultiviert. Sie lassen sich jedoch problemlos durch Samen jedes Jahr aufs Neue heranziehen.

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Nach der Blüte können die Samen geerntet werden

Wie sehen die Samen der Strohblume aus?

Strohblumen bilden, je nach Sorte, säulenförmige Achänen (nussförmige Schließfrüchte) mit glatter oder papillöser Oberfläche. Ihr borstiger Flaum fällt im Vergleich zu anderen Korbblütlern recht früh ab.

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Kann ich selbst Samen von der Strohblume ernten?

Von den abgeblühten Blütenköpfchen können Sie problemlos selbst Samen entnehmen. Jede Blüte bildet zahlreiche Schließfrüchte aus, die keimfähig sind. Gehen Sie bei der Ernte folgendermaßen vor:

  1. Schneiden Sie den Fruchtkörper mit einer Schere ab.
  2. Lassen Sie diesen noch ein bis zwei Tage in einer offenen Schale trocknen.
  3. Zupfen Sie die schmalen Samen vorsichtig heraus.
  4. Verwahren Sie diese in einem beschrifteten Papiertütchen bis zum nächsten Frühjahr.
  5. Da das Saatgut nicht frosthart ist, sollte es eher warm gelagert werden.

Wann ist die beste Zeit, um Strohblumen-Samen zu ernten?

Strohblumen blühen von Juli bis Ende September; dementsprechend verblühen die ersten Blütenköpfe bereits Ende Juli. Schon von diesen können Sie Samen für die Aussaat im Frühling entnehmen.

Kann ich Strohblumen-Samen auch kaufen?

Das Saatgut dieser hübschen Stauden erhalten Sie in jedem gut sortierten Gartenfachmarkt, aber auch online. Strohblumen-Samen zählen zum eher preiswerten Standardsortiment jeder Gärtnerei.

Wie wird die Strohblume durch Samen vermehrt?

Strohblumen werden ab März im Haus angesät:

  1. Füllen Sie hierzu Schalen mit Anzuchterde, auf die Sie die Samen mit etwas Abstand zwischen den einzelnen Körnchen aussäen.
  2. Bedecken Sie das Saatgut allenfalls mit einer dünnen Schicht Erde, da die Strohblume ein Lichtkeimer ist.
  3. Mit einem Sprühgerät anfeuchten, mit einer Haube abdecken und an einen circa 20 Grad warmen, hellen Platz stellen.
  4. Nach etwa drei Wochen haben die Pflanzen zwei Blattpaare gebildet und werden pikiert.

Sät sich die Strohblume selbst aus?

Fühlt sich die Strohblume an ihrem Standort wohl, kann es sein, dass die Selbstaussaat klappt. Allerdings sind die Samenkörner der Strohblume nicht vollständig frostfest, sodass der Versuch nur in milden Lagen lohnt.

Tipp

Strohblumen für leuchtende Trockensträuße

Strohblumen verlieren ihre wunderschöne Farbe auch beim Trocknen nicht. Schneiden Sie die Blüten zu diesem Zweck noch im Knospenstadium, denn sie erblühen während des Trockenprozesses und die helle Mitte verfärbt sich nicht unansehnlich braun. Getrocknet werden die Stiele mit den Köpfchen nach unten hängend an einem absonnigen aber warmen, luftigen Platz.

Text: Michaela Kaiser
Artikelbild: Nahhana/Shutterstock

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