Wissenswertes über die Samen der Akelei

Die Akelei sieht nicht nur gut aus. Sie ist auch ausgesprochen anspruchslos, standorttolerant und pflegeleicht. Wer sich mit ihr befasst, sollte auch über die Samen Bescheid wissen. Hier ein Überblick über die wichtigsten Merkmale ihrer Samen.

Akelei Samenstand
Nach der Blüte bildet die Akelei giftige Samen

Wie sehen die Samen aus und wann reifen sie?

Sie sind länglich oval und äußerst klein. Ihre Farbe ist schwarz und ihre glatte Oberfläche glänzt leicht. Die Samen der meisten Akeleisorten reifen nach der Blütezeit zwischen Juli und August aus.

Die Samen säen

Wenn Sie die Akelei bereits im Garten haben und sie vermehren wollen, können Sie die Samen selbst sammeln. Eine einzige Pflanze bildet zahlreiche Samen aus, die sich in einer Kapsel befinden. Wenn die Kapsel vertrocknet ist, platzt sie auf und gibt ihre enthaltenen Samen preis. Ernten Sie die Kapseln wenn sie getrocknet sind und die Samen darin rascheln.

Die Aussaat ist denkbar einfach:

  • Samen im April/Mai direkt ins Beet säen
  • vorher die Samen mit Sand vermischen (dann lassen sie sich besser verteilen)
  • mit Erde bedecken
  • einer feinen Wasserbrause besprühen
  • Keimzeit: 4 bis 6 Wochen

Voranzucht Zuhause

Wer auf Nummer sicher gehen will, kann die Samen auch Zuhause vorziehen. Damit sollte zwischen Februar und März begonnen werden. Als Gefäße für die Aussaat können sowohl Töpfe als auch Anzuchtschalen dienen. Vor der Aussaat ist es empfehlenswert, die Samen 2 Wochen lang in den Kühlschrank zu legen. Die Samen mancher Akeleisorten sind Kaltkeimer.

So geht’s:

  • in Anzuchterde säen (z. B. die Samen mit Pinzette verteilen)
  • 5 mm dick mit Erde bedecken und andrücken
  • mit Handsprüher befeuchten und feucht halten
  • an hellen Platz stellen
  • optimale Keimtemperatur: 17 bis 20 °C (z. B. im Wohnzimmer auf der Fensterbank)
  • ggf. ab einer Größe von 5 cm pikieren
  • ab Mitte Mai nach draußen stellen bzw. auspflanzen

Selbstaussaat – das Hobby dieser Samen

Doch diese Samen müssen nicht zwangsweise von Ihnen gesät werden. Sie säen sich auch gern selbst aus. Doch der Nachteil dabei: Wenn Sie verschiedene Akeleisorten haben, verkreuzen diese sich häufig. Das Ergebnis nach der Selbstaussaat sind keine sortenreinen Exemplare.

Die Akelei kann durch ihren Drang zur Selbstaussaat ziemlich lästig werden. Mit den Jahren kann sie regelrecht zum Unkraut werden, das beispielsweise im Gemüsebeet wuchert. Wer nicht will, dass sich die Samen selbst aussäen, sollte die verwelkten Blüten oder die unreifen Samenstände abschneiden.

Die Samen sind giftig!

Nicht zu vergessen: Die Samen der Akelei sind hochgiftig! Sie enthalten Magnoflorin sowie ein Glycosid, das sich im Körper zu Blausäure umwandelt. Zu den Vergiftungssymptomen zählen Durchfall, Erbrechen, Atemnot und Herzrhythmusstörungen. Meistens halten diese nicht lange an.

Tipps & Tricks

Bewahren Sie die giftigen Samen sicher vor Kindern und Haustieren auf!

Text: Anika Gütt

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