Den Stechapfel im eigenen Garten pflanzen

Der Stechapfel (Datura stramonium) wird aufgrund seiner in allen Pflanzenteilen enthaltenen Giftstoffe und deren teils halluzinogenen Wirkungen von Menschen schon seit mehr als zwei Jahrtausenden genutzt. Die im Gegensatz zur Engelstrompete aufrecht stehenden Blütentrichter stellen mit ihrer Öffnung ab den Abendstunden eine Besonderheit dar und werden daher auch in vielen Gärten angebaut.

Stechapfel aussäen
Stechapfel sät sich auch selbst aus
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Welche sind die Charakteristika der Stechapfel-Pflanzen?

Die mittlerweile nahezu kosmopolitisch verbreitete Sorte Datura stramonium wächst als einjährige Pflanze buschig und aufrecht. Aus den meist weißen, kelchförmigen Blüten entwickeln sich nach der Blütezeit die namensgebenden, eiförmigen Samenkapseln mit ihren gleichmäßig verteilten Stacheln. Der von den meisten Menschen als unangenehm empfundene Geruch nach gekochten Kichererbsen geht beim Stechapfel nicht von den Blüten, sondern von den grünen Blättern aus. Umgangssprachliche Namen für den Stechapfel lauten:

  • Teufelsapfel
  • Stachelnuss
  • Tollkraut
  • Kratzkraut
  • Asthmakraut

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Welchen Standort bevorzugt der Stechapfel?

In der Natur ist der Stechapfel relativ selten, er bevorzugt lockere und stickstoffhaltige Böden. Teilweise ist er auf Ödland, auf Schutthaufen und an Wegrändern zu finden. Er kann sich durch Selbstaussaat aber auch in Gemüsekulturen als ein problematisches Ackerunkraut ausbreiten. Damit die einjährigen Pflanzen zahlreiche kräftige Blüten ausbilden können, sollten Sie diese an einem möglichst vollsonnigen Standort im Garten kultivieren.

Wie lässt sich der Stechapfel vermehren?

Der Stechapfel wird als einjährige Pflanze üblicherweise nur über Aussaat vermehrt.

Wann und wie wird der Stechapfel ausgesät?

Die Samen des Stechapfels sollten zwischen April und Juni direkt im Freiland in einem gut durchlässigen Substrat ausgesät werden. In der Regel keimen diese problemlos, allerdings brauchen sie aufgrund ihres Lichtbedarfs eine relativ offene Fläche. Wurde der Stechapfel erst einmal an einem geeigneten Standort angesiedelt, so vermehrt er sich in den Folgejahren in der Regel ohne Zutun des Gärtners durch Selbstaussaat.

Wann blüht der Stechapfel?

Der Stechapfel blüht hierzulande in der Regel etwa von Juli bis Oktober, wobei die genaue Blütezeit aufgrund von Faktoren wie dem Standort oder dem Anbauzeitpunkt schwanken kann. Außerdem ist die Blütezeit einzelner Blüten relativ kurz, dafür werden zeitlich nacheinander mehrere Blüten gebildet.

In welchem Substrat sollte der Stechapfel kultiviert werden?

Der optimale Untergrund für den Stechapfel weist einen hohen Kalk- und Stickstoffgehalt auf. Außerdem sollten genügend Feuchtigkeit und Nährstoffe im Substrat vorhanden sein, wenn der Stechapfel kräftig wachsen und viele Blüten bilden soll.

Tipps

Da die gesamten Pflanzen und ihre Samen sehr giftig sind, sollte der Stechapfel in Gärten mit Kindern oder Haustieren möglichst nicht gepflanzt werden.

Text: Alexander Hallsteiner

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