Stechapfel: Die Aussaat des Nachtblühers

Der Stechapfel stellt im Ziergarten durchaus eine Besonderheit dar, öffnet er seine von Juli bis Oktober erscheinenden Blütenkelche doch vorwiegend während der Nachtstunden und verströmt dann einen intensiven Duft. Die Geruch der Blätter ist dagegen weniger angenehm, was Gärtner von einer Pflanzung im Garten aber nicht notwendigerweise abhalten sollte.

Stechapfel säen
Die Samen für die Aussaat können selbst gesammelt werden, aber Vorsicht: Sie sind giftig!
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Die Aussaat direkt im Freiland

Der Stechapfel gedeiht zwar auch im Halbschatten, buschiger und höher wächst er aber in einer möglichst sonnigen Ecke des Gartens. Je nach Witterung ist die Aussaat direkt im Freiland ab April oder Mai möglich, außerdem sollte für eine erfolgreiche Blüte der einjährigen Pflanze nicht später als Juni gesät werden. Damit sich der Stechapfel auch im Freiland als Jungpflanze behaupten kann, sollte die bepflanzte Stelle möglichst offen und frei von starkwüchsigen Nährstoff- und Lichtkonkurrenten sein. Insbesondere bei der Kultur im Topf auf der Terrasse ist auf eine gleichmäßige Feuchtigkeit des Pflanzsubstrats während der Keimphase zu achten. Mit zunehmendem Alter ist der Stechapfel später aber auch durchaus unempfindlich gegen gewisse Trockenphasen.

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Den Stechapfel aus Samen im Haus vorziehen

Bei der Keimung des Stechapfels wirken sich die folgenden Umweltfaktoren vorteilhaft auf die Keimung aus:

  • warme Temperaturen um etwa 20 Grad Celsius
  • durchlässiges Pflanzsubstrat wie Anzuchterde oder Kokosfaser
  • gleichbleibend hohe Feuchtigkeitswerte

Wenn Sie mit möglichst kräftigen Jungpflanzen in die Gartensaison starten wollen, so können Sie den Stechapfel ab Februar auf der Fensterbank vorziehen. Eine Abdeckung mit Folie erleichtert die Pflege der Sämlinge, wobei als Schutz vor Schimmelbildung alle zwei bis drei Tage gelüftet werden sollte. Bevor Sie die Samen rund einen Zentimeter tief in das Anzuchtsubstrat (9,05€ bei Amazon*) setzen, können Sie diese über Nacht in raumwarmem Wasser vorquellen lassen.

Vorsicht bei der Lagerung der Samen

Nicht nur die Blätter, Wurzeln und alle anderen Pflanzenteile des Stechapfels sind giftig, auch die Samenkörner enthalten eine hohe Konzentration an Giftstoffen. Deshalb sollte das Saatgut der einjährigen Pflanzen nach der Ernte sicher verwahrt und jedem potentiellen Zugriff durch Kinder entzogen werden. Auch von medizinischen oder berauschenden Verwendungszwecken ist unbedingt abzuraten, da bereits geringe Mengen tödlich wirken können.

Tipps

Da die Keimung der Stechapfel-Samen durchaus bis zu 20 Tage dauern kann, sollte spezielles Anzuchtsubstrat oder eine entsprechend vorbereitete Gartenerde verwendet werden, die frei von keimfähigen “Unkrautsamen” ist.

Text: Alexander Hallsteiner

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