Die Spornblume im Garten: uneingeschränkt winterhart?

Die Spornblume (Centranthus) ist mit ihren hauptsächlich weißen, roten und rosafarbenen Unterarten aufgrund ihrer eher anspruchslosen Pflege in vielen mitteleuropäischen Gärten heimisch geworden. Die an sich ziemlich winterharte Pflanze kann aber auch ohne Minusgrade an manchen Standorten oder nach einer bestimmten Lebensdauer eingehen.

Spornblume Frost
Spornblumen sind zwar winterhart aber sehr kurzlebig

Sonnenhungrige Blühplanze mit mediterraner Herkunft

Die verschiedenen Unterarten der Spornblume stammen eigentlich aus Gebieten in Mittelmeerregionen, wurden aber bereits im Mittelalter in vielen Gärten von Klöstern und Schlössern kultiviert. Die in ihrem Herkunftsgebiet oft in kargen Felsspalten wachsende Pflanze ist auch in Mitteleuropa in der Regel komplett ohne Winterschutz winterhart. Vom Fachhandel wird bei Zuchtsorten meist eine Winterhärte bis minus 20 Grad angegeben, da die Pflanzen ohnehin im Boden überwintern und jährlich neu austreiben. Allerdings ist die an sich mehrjährige Pflanze eher kurzlebig, weshalb ein Absterben vereinzelter Exemplare nach einigen Jahren Lebensdauer möglich ist.

Lesen Sie auch

Selbstaussaat sorgt im Garten für einen regelmäßig verjüngten Pflanzenbestand

Da sich die Unterarten der Gattung Centranthus gemeinhin relativ stark selbst aussäen, ist die Kurzlebigkeit mancher Exemplare eigentlich kein Problem. Je nach Aussaatzeitpunkt (bei Centranthus sind durch einen Schnitt nach der ersten Blüte zwei Blühphasen möglich) keimen die Samen entweder noch im Herbst oder erst im Frühjahr. Wenn Sie eine Selbstaussaat der Pflanzen im Garten zulassen, profitieren Sie nicht nur von der permanenten Verjüngung des Pflanzenbestands. Es kann in Bauerngärten und naturnahen Staudenbeeten auch durchaus reizvoll sein, wenn sich die Exemplare der Spornblume selbst einen gut geeigneten Standort suchen.

Den Zeitpunkt für die Aussaat nicht zu spät wählen

Bei einer gezielten Aussaat der Samen für eine erste Blüte im Folgejahr sollte die Spornblume spätestens im September ausgesät werden. Dann können die Jungpflanzen ausreichend gefestigt überwintern und bereits gestärkt in die neue Gartensaison starten. Säen Sie die Samen möglichst direkt im Beet aus, da im Topf kultivierte Pflanzen aufgrund der Exponiertheit gegenüber der Winterkälte ansonsten einen Frostschutz benötigen können.

Tipps

Sollten die Pflanze der Gattung Centranthus in Ihrem Garten auch ohne sehr ausgeprägte Minustemperaturen nur schlecht oder gar nicht durch den Winter kommen, so sollten Sie sich den Boden am Standort genauer ansehen. Da die Spornblume nur auf gut durchlässigen Böden gut wachsen kann, sind verdichtete, lehmige Böden und Staunässe oftmals der Grund für kümmerlichen Wuchs oder ein Absterben über den Winter.

Text: Alexander Hallsteiner

Jetzt für unseren Newsletter anmelden

Erhalten Sie den monatlichen Newsletter von Gartenjournal in Ihr
E-Mail-Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.