Kirschlorbeer als Sichtschutz anpflanzen

Sichtschutzwände aus Holz oder aus Stein können insbesondere in einem kleinen Garten schnell für eine beengte Atmosphäre sorgen. Unter den verschiedenen Pflanzen, die üblicherweise für Sichtschutzhecken verwendet werden, gilt der Kirschlorbeer als besonders pflegeleicht und attraktiv.

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Kirschlorbeer wächst dicht und ist außerdem immergrün

Viele Gründe sprechen für den Kirschlorbeer

Neben anderen beliebten Heckenpflanzen wird der Kirschlorbeer vor allem aufgrund seiner Wuchseigenschaften geschätzt. Er wächst einerseits kräftig und buschig genug, dass nach einer Pflanzung der Jungpflanzen im Abstand von etwa 50 cm schon wenige Jahre später eine einigermaßen dichte und hohe Hecke entsteht. Andererseits ist das Wachstum aber auch moderat genug, dass auch bei einer Höhe von über 2 m ein Rückschnitt pro Jahr ausreichen sollte. Die folgenden Eigenschaften zeichnen eine Sichtschutzhecke aus Kirschlorbeer aus:

  • Blickdichte nach wenigen Jahren am Standort
  • Kirschlorbeer ist immergrün
  • das Laubgehölz wirft in der Regel auch im Winter seine Blätter nicht ab (weniger Laubanfall im Garten)
  • je nach Sorte werden teilweise auch wohlriechende, weiße Blüten gebildet

Vorsicht an Standorten mit strengen Winterfrösten

Zunächst einmal sollte bei der Pflanzung von Kirschlorbeer auf Herbstpflanzungen verzichtet werden. Nur nach einer Pflanzung im Frühjahr haben die Pflanzen genügend Zeit zum Anwurzeln, um anschließend einen kalten Winter unbeschadet zu überstehen. Strenge Winterfröste können manchen Sorten des Kirschlorbeers durchaus gefährlich werden. Es ist aber keineswegs eine Lösung für dieses Problem, die Pflanzen an einen besonders sonnenverwöhnten Standort zu pflanzen. Im Gegenteil: Starke Schwankungen zwischen Tages- und Nachttemperaturen können der Sichtschutzhecke aus Kirschlorbeer mehr schaden als ein Standort im eher feuchten Halbschatten.

Den Kirschlorbeer richtig schneiden

Eine lange und hohe Kirschlorbeerhecke kann wie andere Sträucher und Heckenpflanzen auch grundsätzlich mit einer elektrischen Heckenschere geschnitten werden. Da sich die Anzahl der einzelnen Zweige und Verästelungen aber beim Kirschlorbeer in Grenzen hält, bietet sich auch der gezielte, händische Rückschnitt mit einer Astschere an. So fällt nicht nur das Aufsammeln des Schnittmaterials leichter, sondern es werden auch keine Blätter halbiert, die in der Folge dann unschön an den Pflanzen braun werden.

Tipps

Sollte sich der Kirschlorbeer nach einem strengen Winter mit vielen Kahlfrösten einmal braun verfärben und anschließend sämtliche Blätter abwerfen, so sollten Sie die Pflanzen nicht gleich entfernen. Es besteht durchaus eine gewisse Chance, dass der kahle Kirschlorbeer einige Wochen später wieder neue Austriebe zeigt.

Text: Alexander Hallsteiner
Artikelbild: Angelo Giampiccolo/Shutterstock
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