So schneiden Sie Ihre Sicheltanne mit Bravur!

Die Sicheltanne, die ursprünglich aus Japan stammt, ist ein außergewöhnlich schönes Zypressengewächs. Sowohl als Bonsai als auch als großes Freilandgehölz ist sie in Verwendung. Doch wie schnittverträglich ist sie und was ist beim Schneiden essentiell zu beachten?

Japanische Zeder schneiden
Die Sicheltanne muss nicht unbedingt geschnitten werden

Von Natur aus ein harmonischer Wuchs – Schneiden ist unnötig

Der tolle Habitus gehört zu den unschlagbaren Vorzügen der Sicheltanne. Von Natur aus ist er formschön ausgebildet. Sie verläuft in ihrem Wuchsbild gerade wie eine Kerze und zeugt von Symmetrie pur! Die Zweige hängen malerisch an den Seiten über.

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Gern erreicht die Sicheltanne eine Wuchshöhe von 8 m und noch darüber hinaus. Doch bis es soweit kommt, dauert es einige Jahrzehnte, denn sie wächst enorm langsam. Sowohl die naturgegebene Form als auch der schwache Wuchs machen einen Schnitt generell unnötig.

Gründe zum Schneiden

Doch es können verschiedene Gründe auftreten, die einen Schnitt sinnvoll machen. Dazu gehören unter anderen:

  • zur Erhaltung einer bestimmten Form
  • in der Höhe stutzen (zu groß geraten)
  • zum Entfernen kranker, toter Zweige und Äste
  • zum Entfernen sich kreuzender und zu dicht stehender Zweige
  • zur Vermeidung eines Verkahlens von innen heraus

Idealer Schnittzeitpunkt: Spätsommer

Der ideale Zeitpunkt zum Schneiden der Sicheltanne ist im Spätsommer gekommen. Doch da sie gut schnittverträglich ist, kann sie auch das restliche Jahr an frostfreien Tagen geschnitten werden. Dennoch ist und bleibt der Spätsommer circa August die beste Wahl. Wählen Sie für den Schnitt einen trockenen und optimalerweise bewölkten Tag aus!

Radikalschnitt nur in Ausnahmefällen

Die Sicheltanne verträgt selbst einen radikalen Rückschnitt. Bis tief in ihr altes Holz kann dabei geschnitten werden. Doch grundsätzlich ist solch ein Schnitt nicht notwendig, sondern nur in Ausnahmefällen sinnvoll. Es dauert in Folge eine Weile, bis die Sicheltanne wieder kräftig austreibt.

Ziel: Ableger gewinnen

Auch zum Gewinnen von Ablegern ist ein Schnitt angebracht. Das ist zu beachten:

  • zwischen Oktober und November
  • 15 bis 20 cm lange, zweijährige Triebe schneiden
  • im unteren Drittel die Nadeln entfernen
  • Stecklinge in Anzuchterde stecken und feucht halten
  • an hellen, mäßig warmen Platz stellen
  • Bewurzelung über die Winterzeit

Tipps

Schneiden Sie die Zweige leicht schräg und circa 5 mm über einer Knospe ab!

Text: Anika Gütt

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