Nadelbäume

Flachwurzelnde Nadelbäume: Standfestigkeit & Pflanztipps

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Nadelbäume mit flachen Wurzeln bieten eine interessante Vielfalt für die Gartengestaltung. Allerdings ist bei der Standortwahl ihrer oberflächennahen Wurzelentwicklung besondere Beachtung zu schenken.

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Die Fichte ist ein Flachwurzler

Nadelbäume mit Flachwurzeln

Zu den bekanntesten Nadelbäumen mit flachem Wurzelsystem zählen:

  • Fichten (Picea abies): Diese Flachwurzler besitzen ein ausgedehntes, oberflächliches Wurzelwerk, das oft nur in den obersten Bodenschichten bleibt. Aufgrund des horizontalen Wurzelwachstums sind sie besonders windanfällig.
  • Lebensbaum (Thuja occidentalis): Der Lebensbaum bildet ein dichtes, breit wachsendes Wurzelsystem. Ideal für Einzelpflanzungen und Hecken gedeiht er am besten in durchlässigen Böden.
  • Scheinzypressen (Chamaecyparis): Mit dichten, schuppenförmigen Blättern und vielseitigem Wuchs bevorzugen Scheinzypressen feuchte, durchlässige Böden.
  • Zypressen (Cupressus): Diese schlanken, hochwachsenden Bäume bevorzugen sonnige Standorte und durchlässige Böden, ideal für Solitär- und Heckenpflanzungen.
  • Hemlocktannen (Tsuga): Bekannt für ihr hängendes Laub und eleganten Wuchs, gedeihen sie in halbschattigen Bereichen mit humusreichen Böden.
  • Sicheltannen (Cryptomeria): Mit ihrem pyramidenförmigen Wuchs und markanten Stamm sind sie ideal für sonnige bis halbschattige Standorte mit durchlässigen Böden.

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Diese Nadelbäume bieten vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten im Garten, solange ihre besonderen Bedürfnisse berücksichtigt werden.

Vorteile von Flachwurzlern

Nadelbäume mit einem flachen Wurzelsystem bieten einige Vorteile:

  • Einfache Verpflanzung: Solange sie nicht zu groß sind, lassen sich Flachwurzler relativ leicht umpflanzen.
  • Regenwassernutzung: Diese Bäume können Regenwasser effizient großflächig auffangen.
  • Steingarteneignung: Sie eignen sich besonders für Steingärten und Gebiete mit dünner Erdschicht.
  • Wurzelbegrenzung: Das Wachstum der Wurzeln kann mit einer Wurzelsperre effektiv kontrolliert werden.

Nachteile von Flachwurzlern

Flachwurzelnde Nadelbäume bringen einige Nachteile mit sich:

  • Standfestigkeit: Aufgrund des oberflächennahen Wurzelwerks sind sie windanfälliger und können bei Stürmen leichter umstürzen.
  • Wasserbedarf: Diese Bäume benötigen regelmäßigen Regenfall und können bei Trockenheit leicht unter Trockenstress leiden.
  • Wurzelkonkurrenz: Ihre weitreichenden Wurzeln konkurrieren mit benachbarten Pflanzen um Wasser und Nährstoffe.
  • Beschädigungspotenzial: Flachwurzler können Pflasterflächen, Wege und Mauern durch ihre Wurzelausbreitung beschädigen.
  • Gefahr bei Gartenarbeiten: Bei Arbeiten im Garten besteht die Gefahr, die oberflächennahen Wurzeln zu beschädigen, was die Gesundheit des Baumes beeinträchtigen kann.

Pflanzung von Flachwurzlern

Bei der Pflanzung von Nadelbäumen mit flachem Wurzelwerk gibt es einige wichtige Punkte zu beachten:

  • Standortwahl: Ein Standort mit ausreichend Platz ist entscheidend. Ein Abstand von mindestens 3 bis 10 Metern zu Gebäuden, Wegen und Pflasterflächen ist ideal.
  • Bodenvorbereitung: Ein durchlässiger, humoser Boden fördert das Wachstum. Kompost oder Sand kann die Bodenqualität verbessern.
  • Pflanzloch: Das Pflanzloch sollte mindestens doppelt so breit und tief wie der Wurzelballen sein.
  • Pflanzung: Den Baum vorsichtig in das Pflanzloch setzen, mit Erde auffüllen, leicht andrücken und gründlich wässern.
  • Wurzelsperre: Eine Wurzelsperre kann helfen, Schäden an befestigten Flächen zu vermeiden.
  • Mulchen: Eine Schicht Mulch über dem Wurzelbereich hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu halten und das Wachstum von Unkraut zu unterdrücken.
Bilder: P.Fabian / Shutterstock