Gibt es einen Nadelbaum mit weichen Nadeln? Die schönsten Arten

Die Blätter der Nadelbäume haben je nach Art und Sorte ein sehr unterschiedliches Aussehen: Sie können breit sein oder flach, spitz oder rund, lang oder kurz, hart oder weich... Auch verschiedene Farben gibt es, so Grün-, Blau- und Gelbtöne. Mit einer solchen Vielfalt lässt sich im Garten viel Abwechslung schaffen.

nadelbaum-mit-weichen-nadeln
Die Europäische Lärche hat ganz weiche Nadeln

Die schönsten Nadelbaumarten mit weichen Nadeln

Nadelbäume müssen nicht unbedingt spitze, stechende Nadeln haben. Stattdessen gibt es für den Garten viele schöne Arten mit weichen Nadeln.

Europäische Lärche (Larix decidua)

Die wahrscheinlich weichsten Nadeln besitzt die Europäische Lärche, die zudem der einzige sommergrüne Nadelbaum ist. Im Herbst färben sich die bis zu drei Zentimeter langen, abgeflachten und sehr biegsamen Nadeln goldgelb und werden abgeworfen. Allerdings findet der selten gewordene Waldbaum lediglich in sehr großen Gärten oder in Parkanlagen Platz – er kann bis zu 40 Meter hoch werden.

Gewöhnlicher Wacholder (Juniperus communis)

Manche Sorten des Gewöhnlichen bzw. Gemeinen Wacholders haben fächerartig angeordnete Zweige mit abgeflachten, nadelförmigen Blättern. Besonders die Sorten ‚Green Carpet‘ und ‚Repanda‘ bieten so ein eher untypisches Äußeres mit langen, weichen Nadeln. Weiche Nadeln sind des Weiteren bei anderen Wacholderarten wie etwa dem Kriech-Wacholder (Juniperus horizontalis) sowie dem Pfitzers Wacholder (Juniperus x pfitzeriana) zu finden. Andere Arten und Sorten können wiederum recht spitze und harte Nadeln aufweisen.

Abendländischer Lebensbaum (Thuja occidentalis)

Der auch schlicht „Thuja“ genannte Lebensbaum besitzt weiche, schuppenförmige Blätter. Sie sind dicht an die Zweige angedrückt, oberseits mattgrün und unterseits blasser gefärbt. Im Winter weisen sie häufig eine oliv- bis bronzene Färbung auf. Auch gibt es zahlreiche Sorten mit gelben Nadeln, beispielsweise ‚Sunkist‘, ‚Golden Globe‘ oder ‚Europe Gold‘. Typisch ist auch der stark aromatische Duft, der durch das Zerreiben der Nadeln zwischen zwei Fingern entweicht.

Douglasie (Pseudotsuga menziesii)

Die Douglasie, hierzulande oft auch als Douglastanne bezeichnet, besitzt sehr weiche, stumpfe Nadeln. Diese stehen einzeln und werden maximal bis zu vier Zentimeter lang. Nimmt man einige Nadeln zwischen zwei Finger und verreibt sie, verströmen sie einen frischen, an Zitronen erinnernden Duft. Die Douglasie stammt ursprünglich aus Nordamerika und kann bei guten Bedingungen bis zu 60 Meter hoch werden. Entsprechend eignet sich dieser Baum nur für große Gärten oder Parks.

Tipps

Eine Rarität ist die Goldlärche (Pseudolarix amabilis), die ebenfalls sommergrün ist und deren Nadeln sich im Herbst wundervoll goldgelb verfärben. Trotz dieser Ähnlichkeit ist die Art nicht mit der heimischen Lärche verwandt.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: NazarPro/Shutterstock
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.