Nadelbaum wird braun – Ursachen und Gegenmaßnahmen

Wenn der Nadelbaum braun wird, kommen viele Ursachen in Frage. Welche es nun tatsächlich ist, lässt sich oft nur mit Mühe herauszufinden. In manchen Jahren stecken allerdings häufig Schädlinge wie die Miniermotte oder der Borkenkäfer dahinter, die insbesondere nach Trockenphasen auftreten.

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Werden die Nadeln braun, ist schnelles Handeln gefragt

Die häufigsten Ursachen

Auch wenn der betroffene Nadelbaum schon arg beschädigt aussieht, sollten Sie nicht gleich zur Säge greifen. Erstens wachsen viele Nadelgehölze nach einem Rückschnitt nicht an der gewünschten Stelle nach, so dass Löcher bleiben und zweitens erholen sich die Bäume innerhalb einiger Jahre oft wieder. Da die Nadeln nach einigen Jahren ohnehin abfallen und neu ausgebildet werden, kann der Baum sogar wieder ergrünen.

Trockenheit

Trockenheit, vor allem wenn es sich um eine langanhaltende Trockenphase handelt, ist eine der häufigsten Ursachen für das Braunwerden von Nadelbäumen. Insbesondere, wenn der Wurzelballen austrocknet, kann es für den Baum gefährlich werden. Gefährdete Exemplare sollten durchdringend gewässert werden.

Staunässe

Greifen Sie jedoch nicht vorschnell zum Wasserschlauch, denn auch Staunässe kann ein Braunwerden verursachen. Steht der Baum etwa in verdichtetem Boden, in dem das Wasser nicht abfließen kann, können die Wurzeln aufgrund der hohen Feuchtigkeit anfangen zu faulen. Bei den ersten Anzeichen sollten Sie nachträglich eine Drainage legen und den Boden gründlich auflockern.

Hohe Schadstoffbelastung

Im Vergleich mit Laubbäumen sind Nadelbäume sehr empfindlich gegenüber Schadstoffen aus der Luft. Da sie ihre Nadeln nicht alljährlich abwerfen, speichern sie die Schadstoffe darin und vergiften sich regelrecht. Ein ähnliches Phänomen tritt übrigens auf, wenn insbesondere an Straßen und Gehwege grenzende Hecken plötzlich braun werden: Hier wurde im Winter vermutlich Streusalz ausgebracht, welches die Pflanzen über ihre Wurzeln aufnehmen und nicht vertragen.

Krankheiten / Schädlinge

Auch ein starker Befall mit Schädlingen wie beispielsweise der Miniermotte, dem Borkenkäfer oder Pflanzenläusen führt in manchen Jahren zu einem Braunwerden der betroffenen Nadelbäume. Hier hilft nur eine sorgfältige Behandlung und viel Geduld.

Tipps

Scheint das gerade gekaufte Topfbäumchen zu vertrocknen, so können Sie es nur in seltenen Fällen retten: Ein solcher Nadelbaum hat nämlich einen großen Teil seiner feinen Wurzeln verloren und ist daher nicht mehr in der Lage, ausreichend Feuchtigkeit aufzunehmen. Grund ist das rabiate Ausstechen und Eintopfen dieser Bäume, die anschließend billig in Discountern und Baumärkten angeboten werden.

Text: Ines Jachomowski
Artikelbild: Nadia Kompan/Shutterstock

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