Blaue Stechfichte Krankheiten
Pilzkrankheiten sind die häufigsten Beschwerden einer Blaufichte

Diese Krankheiten machen einer Blaufichte zu schaffen

Die Vorfreude auf eine selbst gezogene Blaufichte als Weihnachtsbaum erlebt einen herben Rückschlag, wenn das wundervolle Gehölz erkrankt. Lesen Sie hier, welche Krankheiten eine Stechfichte traktieren können. Profitieren Sie von unseren Tipps zur effektiven Vorbeugung.

Pilzliche Erreger verursachen Nadelfall

Es sind verschiedene Pilz-Arten, die Ihre Blaufichte befallen können. Wenngleich sich der Krankheitsverlauf unterscheidet, mündet das Dilemma stets im Abwurf des herrlichen Nadelkleides mit dem blauen Schimmer. Im Folgenden haben wir die wichtigsten Pilzkrankheiten für Sie zusammengestellt mit Hinweisen zu den ersten Symptomen:

  • Fichtennadelrost (Chrysomyxa spp.): Gelbe Sporen auf den Nadeln im Sommer; zumeist in der Nähe von Rhododendron
  • Fichtennadelritzenschorf (Lirula macrospora): Die Nadeln verfärben sich hellgelb mit länglichen, schwarzen Sporen
  • Fichtennadelröte (Tiarosporella parca): Unter der Epidermis bilden sich schwarze Kügelchen, sodass die Nadeln rötlich erscheinen

Ungeachtet leichter Differenzen im optischen Erscheinungsbild, färben sich letzten Endes die Nadeln braun und fallen ab. Demgegenüber haben sich zahlreiche andere Pilzerreger ausgezeichnet angepasst an die parasitische Lebensweise und verursachen keine existenzgefährdenden Schäden.

So beugen Sie Pilzkrankheiten wirksam vor

Warten Sie nicht, bis sich die Nadeln an Ihrer Blaufichte verfärben und abfallen. Bislang fehlt es an effektiven Bekämpfungsmitteln gegen Krankheiten, die zugelassen sind für den Hausgarten. Mit den folgenden Vorkehrungen entziehen Sie bereits im Vorfeld listigen Pilzsporen die Lebensgrundlage:

  • Die Baumscheibe konsequent flach mulchen mit Laub, Grasschnitt oder Rindenmulch
  • Regelmäßig die Mulchschicht mit Brennnesseljauche überbrausen
  • Keinen stickstoffreichen Volldünger verabreichen, sondern organisch düngen mit Laubkompost und Gesteinsmehl

Dreh- und Angelpunkt für die Gesunderhaltung einer Blaufichte ist ein pH-Wert zwischen 6,5 und 7,5. Es ist sinnvoll, alle paar Jahre diesen Wert mithilfe eines Test-Sets aus dem Baumarkt oder Gartencenter zu überprüfen. Bedenklich ist eine Steigerung in den alkalischen Bereich größer 8. Die Gabe von Bittersalz bewirkt in diesem Fall eine Senkung des pH-Wertes innerhalb kurzer Zeit.

Tipps

Halten Sie Ausschau nach einer kleinwüchsigen, robusten Blaufichte für die Kultivierung im Topf? Dann werden Sie bei der Sorte ‚Fat Mac‘ fündig. Nach 5 Jahren hat das Zwerggehölz erst eine Höhe von 20 cm erreicht. Darüber hinaus hat sich dieser amerikanische Hybride als ausgesprochen resistent erwiesen gegen die meisten Krankheiten.

Text: Paula Jansen

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