Wie Sie Schotter richtig entsorgen

Schotter fällt nicht nur bei Baumaßnahmen an Häusern an. Oft sind es die Schottergärten, die zeitweise zum Trend auflebten und mittlerweile immer mehr Naturfreunden ein Dorn im Auge sind. Solche Reste fallen im Abfallwesen unter spezielle Kategorien.

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Schotter zu entsorgen, ist nicht ganz einfach

Wozu zählt Schotter?

Zum Begriff Schotter zählen im Bauwesen gebrochene Gesteine mit grober Struktur und großer Körnung. Im Abfallbereich gilt der Stoff als Abbruchmaterial . Er wird als Bauschutt behandelt und gehört nicht zu den gefährlichen Abfällen. Voraussetzung ist, dass die Reste frei von Schadstoffen aus Zusätzen oder Anhaftungen sind. Enthält der Schottermüll Rückstände von Lacken, Farben oder Klebstoffen, fällt er in die Kategorie Baumischabfall. Bauschutt ist mineralischen Ursprungs, während Baumischabfälle sowohl mineralische als auch nicht-mineralische Stoffe beinhalten.

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Fachgerechte Entsorgung

Bauschutt oder Abfälle mit gemischten Baustoffen gehören nicht in den Hausmüll. Schotterreste erfordern eine fachgerechte Entsorgung und müssen frei von Stoffen wie Erde oder Gipskarton sein, wenn sie im Bauschuttcontainer entsorgt werden. Enthält der Schotter Isolierstoffe, Kunststoffe oder sonstige Installationsmaterialien, fällt er in die Kategorie der Baumischabfälle.

Entsorgungsmöglichkeiten für Schotter:

  • Recyclinghof ist Ansprechpartner für kleinere Mengen
  • spezielle Entsorgungsbetriebe nehmen große Schottermengen entgegen
  • für Abbrucharbeiten können Container gemietet werden

Aufbereitung und Wiederverwendung

In speziellen Brechanlagen wird Bauschutt aufbereitet und zu Recyclingbeton oder sekundären Baustoffen für den Bau von Straßen und Wegen weiterverarbeitet.

Was kostet die Entsorgung?

Grundsätzlich können Sie für die Miete eines fünf Kubikmeter großen Containers inklusive Transport mit Kosten zwischen 150 und 200 Euro rechnen. Das gilt sowohl für Bauschutt als auch für Baumischabfälle. Für letztere Kategorie sind die zusätzlichen Deponiegebühren mit 180 bis 250 Euro etwas teurer. Die Entsorgungskosten für rein mineralische Abfälle liegen bei 150 bis 200 Euro.

So entstehen die Kosten

Entsorgungsfirmen berechnen je nach Region unterschiedlich hohe Kosten, wobei sie ihren Kunden in der Regel Komplettangebote unterbreiten. Der Gesamtpreis enthält die Containermiete für eine Woche mit An- und Abtransport sowie die Entsorgungskosten der Deponie.

Tipp

Ein Container mit fünf Kubikmeter Fassungsvermögen kann sieben Tonnen Bauschutt aufnehmen. Möchten Sie kleinere Mengen entsorgen, ist ein Sack mit einem Kubikmeter Volumen für rund 80 bis 100 Euro eine gute Alternative.

Text: Christine Riel
Artikelbild: Rohandi Right/Shutterstock

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