Roter Ahorn – Hohe Preise für ein seltenes Gehölz

Roter Ahorn oder auch Rotahorn (Acer rubrum) gehört zu den vorherrschenden Baumarten im Osten der USA und Kanadas. Diese Ahornart ist - im Vergleich zu anderen - sehr anpassungsfähig und eignet sich für verschiedene Untergründe. Außerdem begeistert der Zierbaum durch seine sehr intensive herbstliche Blattfärbung, die in seiner Heimat Teil des berühmten Indian Summer ist. Kein Wunder also, dass dieser Ahorn mittlerweile auch in deutsche Gärten gern gepflanzt wird.

Rotahorn Preise
Roter Ahorn gehört zu den teuren Baumarten

Je größer der Baum, desto stolzer der Preis

Dabei gibt es nur einen Wermutstropfen: Da der Rotahorn (noch) recht selten und zudem, wie so viele andere Ahornarten auch, vergleichsweise schwer aus Samen oder Stecklingen heranzuziehen ist, kostet ein solches Exemplar natürlich entsprechend viel Geld. Dabei gilt, je größer und älter das Exemplar, umso teurer der Preis. Ein größerer, gut entwickelter Solitär mit einer Höhe von etwa zwei Metern kann schon mal gut zwischen 200,- und 300,- EUR kosten! Sämlinge sind dagegen schon für wenige Euro zu haben, entwickeln sich allerdings nicht immer wie erhofft auch zu einem stattlichen Baum.

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Rotahorn besonders als Bonsai recht teuer

Insbesondere Rotahorn-Bonsai sind sehr teuer im Preis, schließlich wird diese Ahornart nur selten zum Miniaturbaum erzogen und besitzt somit einem großen Seltenheitswert. Das liegt nicht unbedingt daran, dass der Rote Ahorn besonders schwer zu erziehen oder zu pflegen wäre – allerdings braucht er recht lange, um sich vom Jungbaum zu einem ansehnlichen Exemplar von Bonsai zu entwickeln. Durchschnittlich zwischen 10 und 15 Jahre intensiver Pflege und Beschäftigung müssen Liebhaber einplanen, um aus einem Rohling ein Miniaturkunstwerk zu kreieren.

Rotahorn günstig aus Samen ziehen – eine Anleitung

Wer Interesse an einem Rotahorn hat, aber die Ausgabe für ein fertiges Exemplar scheut, kann sich ein solches selbst aus Samen heranziehen. Das Saatgut ist im Fachhandel sowie in vielen Onlineshops erhältlich, wobei Sie natürlich auch sehr viel Glück haben müssen – Ahornsamen ist nämlich nicht besonders lange keimfähig und so kann sich so manche Samenlieferung als steril erweisen. Ansonsten denken Sie daran, dass es sich beim Rotahorn um einen Kaltkeimer handelt, dessen Samen vor einer Aussaat stratifiziert werden müssen. Dies geschieht am besten, indem Sie die Samen in einen gut verschließbaren Beutel mit feuchtem Sand verpacken und diesen für einige (etwa vier bis sechs) ins Gemüsefach Ihres Kühlschranks verstauen. Danach können die Samen ausgesät werden.

Tipps

Angesichts der Preise ist es natürlich ein umso größerer Verlust, wenn der frisch gepflanzte Rotahorn innerhalb kurzer Zeit die Blätter hängen lässt. Insbesondere im Hinblick auf den Standort und die Bodenbeschaffenheit sollten Sie die Pflanzung sorgfältig planen.

Text: Ines Jachomowski

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