Japanischer Ahorn ist winterhart

Im Herbst leuchtet der Japanische Ahorn in den schönsten roten, gelben oder orangen Farbtönen und bringt so noch einmal kurz vor dem grauen Winter fröhliche Farbkleckse in den Garten. Dabei lässt sich der eher langsam wachsende Baum selbst in den kleinsten Garten setzen, vor allem, wenn Sie sich für eine zwergwüchsige Sorte entschieden haben. Japanischer Fächerahorn ist aufgrund seiner besonders filigranen Blätter sehr beliebt. Doch ganz gleich, für welchen Japanahorn Sie sich entscheiden: Die meisten Arten und Sorten sind auch in unseren Breitengraden sehr gut winterhart.

Japanischer Ahorn Frost
Schnee und Frost können dem Japanischen Ahorn nichts anhaben

Japanischer Ahorn stammt aus kühl-gemäßigter Klimazone

Klimatisch gesehen ist Japan sehr vielschichtig. Während im Norden ein kühl-gemäßigtes Klima mit langen, schneereichen Wintern und kurzen, milden Sommern vorherrscht, findet man im Süden subtropische und sogar tropische Zonen. Die meisten Japanischen Ahorne stammen aus dem Norden, wobei vor allem der Japanahorn (Acer japonicum) auf den Inseln Hokkaido und Honshu zu finden ist. Aus diesem Grund sind die meisten der hierzulande angebotenen Japanischen Ahorne an kalte Klimata gewöhnt und somit auch in unseren Breitengraden sehr gut winterhart.

Lesen Sie auch

Jungpflanzen und Kübelahorne vor Frost schützen

Ausgepflanzte Exemplare benötigen daher keinen extra Winterschutz, mit einer Ausnahme: Es handelt sich um junge Japanahorne. Vor allem, wenn diese gerade erst in diesem Jahr gepflanzt wurden, ist ein zusätzlicher Schutz sinnvoll. Dieser kann ganz einfach gestaltet werden, in der Regel genügen eine dicke Laub- oder Strohschicht bzw. einige Fichtenzweige im Wurzelbereich. Da es sich um einen Flachwurzler handelt, sind diese natürlich besonders empfindlich. Achten Sie außerdem darauf, Japanische Ahorne möglichst im Frühjahr zu pflanzen – dann haben die Gehölze ausreichend Zeit zum Anwachsen.

Kübelahorne schützen

Auch in Kübeln gehaltene Japanische Ahorne sollten vor Frost geschützt werden:

  • Stellen Sie das Pflanzgefäß an eine Hauswand oder Mauer.
  • Der Standort sollte hell und windgeschützt sein.
  • Stellen Sie den Kübel auf eine Unterlage aus Holz oder Styropor.
  • Umwickeln Sie das Pflanzgefäß mit Vlies oder Bast.
  • Bedecken Sie das Substrat mit Laub, Stroh oder Fichtenzweigen.

Die richtige Pflege im Winter

Japanischer Ahorn benötigt auch im Winter Wasser, weshalb Sie insbesondere Kübelexemplare von Zeit zu Zeit gießen sollten – jedoch nur an frostfreien Tagen und wenn das Substrat trocken ist. Des Weiteren sollte im Winter nicht geschnitten werden, derartige Maßnahmen vertragen Japanahorne nur sehr schlecht. Auch eine Düngung sollte zwischen August und März unterbleiben.

Tipps

Im Frühjahr sollte der Austrieb mittels Vlies o. ä. vor Spätfrösten geschützt werden.

Text: Ines Jachomowski

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.