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Leckeren Obstsaft selbst haltbar machen: Einfache Methoden

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Selbstgemachter Saft ist köstlich und lässt sich durch Einkochen haltbar machen. Dieser Artikel erklärt die einzelnen Schritte des Einkochprozesses, von der Auswahl der Früchte bis zur richtigen Lagerung.

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Eingekochter Saft ist lange haltbar

Saft einkochen – Schritt für Schritt

Ob fruchtig-süß oder herb-frisch, die Möglichkeiten beim Einkochen von Säften sind vielfältig. Wichtig ist jedoch, einige grundlegende Schritte zu beachten, um die Haltbarkeit und den Genuss des Saftes zu gewährleisten.

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Vorbereitung: Saftgewinnung und Flaschenauswahl

Zunächst benötigen Sie den Saft, den Sie einkochen möchten. Verschiedene Methoden stehen zur Wahl:

  • Dampfentsafter: Schonende Methode, bei der der Saft durch heißen Dampf aus den Früchten gelöst wird. Der Saft ist direkt heiß und kann sofort abgefüllt werden.
  • Entsafter: Extrahiert den Saft durch Zentrifugalkraft. Oft ist ein nachträgliches Erhitzen des Saftes nötig.
  • Kochen und Passieren: Früchte werden gekocht und anschließend durch ein feines Tuch passiert. Einfache Methode, jedoch gehen durch das Kochen Vitamine verloren.

Neben dem Saft selbst benötigen Sie geeignete Flaschen. Empfehlenswert sind:

  • Einmachgläser: Mit Twist-Off-Deckel oder Bügelverschluss.
  • Saftflaschen: Aus Glas oder Kunststoff, mit Schraubverschluss oder Bügelverschluss.

Wichtig ist, dass die Flaschen sauber und hitzebeständig sind.

Das Einkochen: Pasteurisieren und Heißabfüllung

Beim Einkochen von Saft kommt es darauf an, Keime abzutöten und gleichzeitig Vitamine und Geschmack zu erhalten. Die gängigste Methode ist das Pasteurisieren. Dabei wird der Saft auf eine Temperatur zwischen 72°C und 80°C erhitzt und für eine bestimmte Zeit gehalten.

Ablauf des Pasteurisierens:

  1. Saft in die vorbereiteten Flaschen füllen, dabei einen kleinen Abstand zum Rand lassen.
  2. Flaschen in einen Einkochtopf oder -automat stellen.
  3. Topf mit Wasser füllen, sodass die Flaschen zur Hälfte im Wasser stehen.
  4. Wasser erhitzen und den Saft für etwa 20-30 Minuten bei der gewünschten Temperatur pasteurisieren.
  5. Flaschen vorsichtig aus dem Wasserbad nehmen und sofort verschließen.

Alternativ kann der Saft im Topf pasteurisiert und anschließend heiß in die Flaschen abgefüllt werden. Diese Methode eignet sich besonders für Flaschen mit Twist-Off-Deckel oder Kronkorken.

Abkühlen und Lagern

Nach dem Einkochen sollten die Flaschen langsam abkühlen. Hierfür können Sie sie in ein Handtuch wickeln oder in einer Kiste aufbewahren. Eingekochter Saft sollte kühl und dunkel gelagert werden, zum Beispiel im Keller oder in der Vorratskammer.

Welcher Saft eignet sich zum Einkochen?

Prinzipiell lassen sich alle Fruchtsäfte einkochen. Beliebte Sorten sind:

  • Apfelsaft: Der Klassiker, der sich sowohl pur als auch als Schorle genießen lässt.
  • Traubensaft: Reich an Vitaminen und Mineralstoffen, besonders in der roten Variante.
  • Beeren-Säfte: Ob Himbeere, Erdbeere oder Johannisbeere, Beeren-Säfte bringen fruchtige Vielfalt ins Glas.

Auch Gemüsesäfte sind zum Einkochen geeignet. Hierbei ist zu beachten, dass einige Gemüsesorten, wie Tomaten, bei etwa 90°C erhitzt werden müssen, um Keime abzutöten. Karottensaft ist eine weitere beliebte Wahl, die durch den hohen Beta-Carotin-Gehalt überzeugt.

Tipps und Tricks

  • Hygiene: Sauberkeit ist entscheidend für die Saftgewinnung, Flaschenreinigung und das Einkochen. Flaschen und Deckel vor dem Befüllen steril halten.
  • Zuckerzugabe: Zucker kann je nach Geschmack und Süße der Früchte hinzugefügt werden. Dies ist jedoch nicht zwingend notwendig für die Haltbarkeit.
  • Gelierzucker: Für eine dickflüssigere Konsistenz kann Gelierzucker hinzugefügt werden.
  • Temperaturkontrolle: Beim Pasteurisieren den Saft auf Temperaturen zwischen 72°C und 90°C erhitzen, um Mikroorganismen abzutöten und die Haltbarkeit zu gewährleisten.
  • Lagerung: Dunkel und kühl lagern, zum Beispiel im Keller oder in der Vorratskammer, um die Qualität des Saftes zu erhalten.
  • Haltbarkeit: Eingekochter Saft ist unter optimalen Bedingungen mehrere Monate haltbar. Achten Sie auf Anzeichen von Verderb wie Schimmel oder Gärung.
Bilder: M. Volk / Shutterstock