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Traubensaft selber einkochen: So geht’s einfach und lecker

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Traubensaft lässt sich einfach selbst herstellen und durch Einkochen haltbar machen. Dieser Artikel beschreibt detailliert die Saftherstellung, das Einkochen und gibt Tipps für aromatische Variationen.

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Durch Einkochen wird Traubensaft lange haltbar

Die Zubereitung des Traubensaftes

Für die Zubereitung von Traubensaft beginnt man mit der gründlichen Reinigung der Trauben. Sortieren Sie beschädigte oder unreife Früchte aus und entfernen Sie die Stiele. Je nach Ihrer Ausstattung stehen Ihnen verschiedene Methoden zur Auswahl, um den Saft zu gewinnen.

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Entsaften der Trauben

Sie haben mehrere Möglichkeiten, den Saft aus den Trauben zu extrahieren:

  • Mit einem Dampfentsafter: Füllen Sie den unteren Teil des Dampfentsafters mit Wasser und geben Sie die vorbereiteten Trauben in den oberen Behälter. Der aufsteigende Dampf sorgt dafür, dass die Trauben aufplatzen und der Saft freigesetzt wird. Nach etwa 45 Minuten können Sie den gewonnenen Saft in Flaschen abfüllen.
  • Im Kochtopf: Geben Sie die Trauben in einen Topf und bedecken Sie sie mit Wasser. Lassen Sie die Trauben etwa 15-20 Minuten köcheln, bis die Schalen platzen und der Saft austritt. Pürieren Sie die weiche Masse und sieben Sie sie anschließend durch ein feines Sieb oder Passiertuch, um das Fruchtfleisch und die Kerne zu entfernen.
  • Mit einem Entsafter: Ein Entsafter oder Slow Juicer presst den Saft direkt aus den Trauben, ohne dass diese erhitzt werden. Diese Methode erhält die meisten Nährstoffe.

Optionale Süßung des Saftes

Je nach Geschmack und der Süße Ihrer Trauben können Sie den Saft optional süßen. Fügen Sie für jeden Liter Traubensaft etwa 50-100 g Zucker hinzu und erhitzen Sie den Saft, bis sich der Zucker vollständig aufgelöst hat. Rühren Sie stetig um, um ein gleichmäßiges Ergebnis zu erzielen.

Das Einkochen des Traubensaftes

Einkochen ist eine bewährte Methode, um Traubensaft haltbar zu machen, indem er erhitzt und luftdicht verschlossen wird.

Vorbereitung der Flaschen

Reinigen und sterilisieren Sie die Flaschen sowie die Deckel gründlich. Dies kann in der Spülmaschine bei hoher Temperatur oder im Backofen bei 120 Grad Celsius für etwa 20 Minuten erfolgen. Die Deckel sollten separat in kochendem Wasser für etwa fünf Minuten ausgekocht werden.

Abfüllen des Saftes

Füllen Sie den heißen Traubensaft mithilfe eines Trichters in die sterilisierten Flaschen. Lassen Sie etwa ein Drittel des Flaschenvolumens frei, um Platz für die Ausdehnung während des Einkochvorgangs zu lassen. Verschließen Sie die Flaschen sofort luftdicht, um eine Kontamination zu vermeiden.

Einkochen

Stellen Sie die gefüllten und verschlossenen Flaschen in einen Einkochautomaten und füllen Sie diesen mit Wasser, bis die Flaschen zu zwei Dritteln im Wasser stehen. Erhitzen Sie auf 90 Grad Celsius und lassen Sie den Saft für etwa 30 Minuten einkochen. Alternativ können Sie den Backofen nutzen: Stellen Sie die Flaschen in eine Fettpfanne, füllen Sie zwei bis drei Zentimeter Wasser ein und erhitzen Sie den Ofen auf 180 Grad Celsius. Lassen Sie die Flaschen etwa 30 Minuten einkochen, nachdem Blasen aufgestiegen sind.

Abkühlen und Lagern

Nach dem Einkochen lassen Sie die Flaschen langsam abkühlen. Eingekochter Traubensaft ist bei kühler und dunkler Lagerung mindestens sechs Monate haltbar. Überprüfen Sie, ob sich ein Vakuum gebildet hat, indem Sie kontrollieren, ob die Flaschen fest verschlossen sind. Angebrochene Flaschen sollten im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb von drei bis vier Tagen verbraucht werden.

Tipps und Variationen

  • Gewürze für besonderen Geschmack: Verfeinern Sie Ihren Traubensaft je nach Anlass mit Gewürzen. Fügen Sie Vanille und Zimt hinzu für einen winterlichen Geschmack oder Nelken und Anis für eine exotische Note.
  • Zitronensaft für Frische: Eine frische, säuerliche Note erreichen Sie durch die Zugabe von ein bis zwei Esslöffeln Zitronen- oder Limettensaft beim Einkochen. Dies erhöht auch den Vitamin-C-Gehalt.
  • Geschmacksvariationen: Mischen Sie den Traubensaft mit anderen Fruchtsäften wie Apfel- oder Birnensaft für interessante Variationen.
  • Gesunde Alternativen: Verwenden Sie statt Zucker natürliche Süßungsmittel wie Honig oder Ahornsirup, die dem Saft zusätzliche, feine Geschmacksnuancen verleihen.
  • Länger frisch durch Einfrieren: Falls Sie den Saft nicht einkochen möchten, können Sie ihn auch einfrieren. Nutzen Sie Eiswürfelbehälter oder luftdichte Behälter, um den Saft portionsweise zu lagern.
  • Saftreste kreativ verwenden: Verarbeiten Sie das übrig gebliebene Fruchtfleisch zu Marmelade oder Gelee. Es lässt sich auch gut zum Verfeinern von Kuchen und Desserts verwenden.
  • Trauben-Smoothies: Für einen gesunden Smoothie verwenden Sie ganze Trauben inklusive der Schalen und Kerne. Pürieren Sie diese mit einem Hochleistungsmixer. Die Schalen liefern zusätzliche Ballaststoffe, die gut für die Verdauung sind.
Bilder: M. Volk / Shutterstock