Zwetschge

Zwetschgen entsaften: Die besten Methoden im Überblick

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Frisch geerntete Zwetschgen lassen sich auf vielfältige Weise zu köstlichem Saft verarbeiten. Dieser Artikel stellt verschiedene Entsaftungsmethoden mit ihren jeweiligen Vor- und Nachteilen vor und gibt hilfreiche Tipps zur Saftherstellung und -verwendung.

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Zwetschgensaft ist lecker und gesund

Verschiedene Methoden zum Entsaften von Zwetschgen

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um Zwetschgen zu entsaften, jede mit ihren eigenen Vor- und Nachteilen. Die gängigsten Methoden sind:

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Dampfentsafter

Ein Dampfentsafter ist eine schonende Methode, um Saft aus Zwetschgen zu gewinnen. Dabei werden die Früchte in einem Siebeinsatz über kochendem Wasser platziert. Der Dampf gart die Zwetschgen und lässt den Saft austreten, der dann in einem Auffangbehälter gesammelt wird. Diese Methode ist besonders geeignet für größere Mengen an Zwetschgen und liefert einen klaren, aromatischen Saft.

Vorteile:

  • Schonende Methode, die Vitamine und Nährstoffe erhält
  • Geeignet für große Mengen an Zwetschgen, ähnlich wie beim Holunder
  • Liefert klaren Saft

Nachteile:

  • Anschaffung eines Dampfentsafters erforderlich
  • Entsaftungsprozess dauert zwischen 30 und 70 Minuten

Kochtopf

Eine einfache Methode, um Zwetschgen zu entsaften, ist die Verwendung eines Kochtopfs. Die Zwetschgen werden mit etwas Wasser und optional Zucker und Gewürzen gekocht, bis sie weich sind. Anschließend wird der Fruchtbrei durch ein Sieb oder ein Mulltuch passiert, um den Saft zu extrahieren.

Vorteile:

Nachteile:

  • Saft ist oft trüber als mit einem Dampfentsafter
  • Kann zeitaufwendig sein, den Fruchtbrei durch ein Sieb zu passieren

Elektrischer Entsafter

Ein elektrischer Entsafter ist eine schnelle und effiziente Methode, um Saft aus Zwetschgen zu gewinnen. Die Früchte werden einfach in den Entsafter gegeben, der den Saft extrahiert und den Trester auswirft. Diese Methode ist ideal für kleinere Mengen an Zwetschgen.

Vorteile:

Nachteile:

  • Saft kann etwas dickflüssiger sein
  • Reinigung des Entsafters erforderlich

Saftpresse

Eine Saftpresse, auch bekannt als Saftzentrifuge, extrahiert den Saft durch Zentrifugalkraft. Die Früchte werden zerkleinert und durch ein Sieb geschleudert, wobei der Saft austritt und der Trester zurückgehalten wird.

Vorteile:

  • Schnell und effizient
  • Liefert klaren Saft

Nachteile:

  • Saft kann etwas weniger aromatisch sein im Vergleich zu anderen Methoden
  • Saftpresse muss gereinigt werden

Vorbereitung der Zwetschgen

Unabhängig von der gewählten Entsaftungsmethode müssen die Zwetschgen vorab vorbereitet werden. Hier sind die grundlegenden Schritte:

  1. Waschen: Zwetschgen gründlich unter fließendem Wasser waschen, um Schmutz und Rückstände zu entfernen.
  2. Entsteinen: Zwetschgen halbieren und die Steine entfernen, indem die Früchte längs mit einem Messer aufgeschnitten werden.
  3. Optionales Zerkleinern: Je nach Entsaftungsmethode können die Zwetschgen zusätzlich zerkleinert oder geviertelt werden, um den Entsaftungsprozess zu erleichtern.

Tipps für die Zubereitung von Zwetschgensaft

Hier sind einige Tipps, um den perfekten Zwetschgensaft zuzubereiten:

  • Zucker: Die Zugabe von Zucker ist optional. Pro Kilogramm Zwetschgen können Sie je nach Geschmack etwa 50 bis 100 Gramm Zucker hinzufügen.
  • Gewürze: Gewürze wie Zimt, Nelken oder Sternanis können dem Saft eine besondere Note verleihen. Fügen Sie die Gewürze während des Kochens hinzu und entfernen Sie sie später.
  • Zitrone: Ein Spritzer Zitronensaft verhindert, dass der Saft braun wird und verleiht ihm Frische. Pro Kilogramm Zwetschgen reicht der Saft einer halben Zitrone aus.
  • Haltbarkeit: Frisch gepresster Zwetschgensaft sollte innerhalb weniger Tage konsumiert werden. Um den Saft länger haltbar zu machen, können Sie ihn in sterilisierte Flaschen abfüllen und kurz auf etwa 85 °C erhitzen, um die Haltbarkeit auf mehrere Monate zu verlängern.

Verwendung von Zwetschgensaft

Zwetschgensaft ist vielseitig einsetzbar und kann auf verschiedene Arten genossen werden:

  • Pur: Erfrischend und fruchtig.
  • Sorbet: Ideal, um ein fruchtiges Sorbet herzustellen.
  • Gelee: Perfekt für würziges Gelee, das gut zu Käse oder Wildgerichten passt.
  • Joghurts und Cremes: Verleiht Joghurts und Cremes eine fruchtige Note.
  • Kuchen: Eignet sich hervorragend als Zutat für verschiedene Kuchenrezepte.
  • Cocktails: Verleiht Drinks eine natürliche Süße und fruchtige Note.
  • Sekt: Ein Schuss im Sektglas sorgt für besonderen Geschmack.
  • Eis-Saucen: Auch lecker als Sauce über Eis.

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