So entsaften Sie Johannisbeeren ohne Entsafter

Im Juni biegen sich die Zweige der Johannisbeersträucher, schwer von reifen Beeren. Bei dieser Fülle können Sie nicht alle Johannisbeeren sofort vom Strauch naschen. Eine Möglichkeit des Haltbarmachens ist das Entsaften, das auch ohne ein spezielles Gerät möglich ist.

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Johannisbeeren lassen sich auch ohne Entsafter entsaften

Unterschiede zwischen roten, schwarzen und weißen Johannisbeeren

Alle drei Johannisbeerarten sind botanisch sehr nah verwandt, weshalb sich ihre Anbaubedingungen kaum voneinander unterscheiden. Der bedeutendste Unterschied ist der geschmackliche:

  • Rote Johannisbeeren besitzen eine kräftige Säure, die sie als Basis für Gelee, Torten oder andere gezuckerte Speisen prädestiniert. Viele jedoch scheuen den säuerlichen Geschmack nicht und essen die Früchte gerne pur.
  • Eine mildere Variante sind weiße Johannisbeeren: Sie sind bis auf die Farbe identisch mit der roten Variante, schmecken aber meist deutlich weniger sauer, aber auch weniger aromatisch als die roten Verwandten.
  • Besonders herb kommt die schwarze Johannisbeere, auch als Cassis bekannt, daher: Roh wird sie eher selten verzehrt; mit ihrem intensiven Geschmack werden schwarze Johannisbeeren besonders häufig als Basis für Getränke verwendet.

Johannisbeeren im Kochtopf entsaften

Die Anschaffung eines Entsafters, egal ob Saftpresse, Dampfentsafter oder Zentrifugalentsafter, kann sehr kostspielig sein. Wer nicht regelmäßig Säfte macht oder nicht noch ein weiteres Gerät in der Küche herumstehen haben möchte, kommt auch gut mit der folgenden Methode zurecht. Sie benötigen lediglich einen Kochtopf, ein Sieb, ein Mulltuch sowie Flaschen zum Befüllen.

  1. Waschen Sie die frischen Johannisbeeren gründlich unter fließendem Wasser und lassen Sie sie auf einem Küchentuch trocknen.
  2. Entfernen Sie möglicherweise an den Rispen befindliche Blätter. Die grünen Stiele brauchen Sie vor dem Entsaften nicht zu entfernen, was Ihnen viel Handarbeit und Zeit spart.
  3. Geben Sie die Johannisbeeren in einen ausreichend großen Kochtopf und fügen Sie etwas Wasser hinzu. Falls gewünscht, können Sie auch Zucker dazugeben.
  4. Kochen Sie die Johannisbeeren auf und lassen Sie sie etwa eine Viertelstunde kochen.
  5. Geben Sie die gekochte Mischung in ein Sieb und streichen Sie die Johannisbeeren mit einem Löffel hindurch.
  6. Wenn im so gewonnenen Saft noch Kerne oder Schalenrückstände zu finden sind, wiederholen Sie die Prozedur, diesmal jedoch mit einem Sieb, das mit einem Mulltuch ausgelegt ist.
  7. Wenn Sie den Saft auf diese Weise gefiltert haben, ist er fertig und hält sich im Kühlschrank einige Tage lang.
  8. Um den Saft haltbar zu machen, kochen Sie ihn erneut auf und füllen Sie ihn heiß in sterile Flaschen, die Sie sofort verschließen. Der Johannisbeersaft ist nun mehrere Monate lang haltbar.

Den so gewonnenen Johannisbeersaft können Sie pur genießen, als Basis für Limonade oder andere Getränke verwenden oder weiterverarbeiten, indem Sie beispielsweise ein schmackhaftes Gelee daraus kochen.

Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: LarisaL/Shutterstock

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