Erdbeeren

Erdbeersaft selber machen: Kaltentsaften oder Heißentsaften?

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Frisch gepresster Erdbeersaft ist ein Genuss. Mit diesem Ratgeber holen Sie das Beste aus Ihren Erdbeeren heraus und erfahren alles über verschiedene Entsaftertypen und leckere Saftkombinationen.

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Erdbeeren können heiß oder kalt entsaftet werden

Purer Erdbeersaft aus dem Entsafter

Erdbeersaft lässt sich mit verschiedenen Entsaftern herstellen, ähnlich wie Säfte aus anderem Obst oder Gemüse. Jede Entsafterart hat ihre eigenen Vor- und Nachteile.

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Erdbeeren entsaften mit dem Slow Juicer

Slow Juicer nutzen eine langsame Drehbewegung, um Früchte auszupressen, wodurch hitzeempfindliche Vitamine und Nährstoffe geschont werden. Der Trester wird hierbei besonders trocken, was eine hohe Saftausbeute sichert.

Ein Nachteil ist die geringere Saftausbeute bei weichen Früchten wie Erdbeeren im Vergleich zur Saftzentrifuge. Außerdem kann die Konsistenz des Safts etwas dickflüssiger sein. Das bedeutet, dass kleine Erdbeerkernen durch das Sieb rutschen können, weshalb Sie den Saft gegebenenfalls durch ein zusätzliches feines Sieb passieren sollten.

Erdbeeren entsaften mit der Saftzentrifuge

Saftzentrifugen schleudern den Saft durch hohe Drehzahlen aus den Früchten, was sie besonders effizient bei weichen Früchten wie Erdbeeren macht. Die daraus resultierende Saftkonsistenz ist dünnflüssiger im Vergleich zum Slow Juicer.

Allerdings entsteht durch die hohe Drehzahl Wärme, was einen Nährstoffverlust zur Folge haben kann. Zudem ist die Reinigung der Saftzentrifuge aufwendiger, da diese aus vielen Einzelteilen besteht.

Erdbeeren entsaften mit dem Dampfentsafter

Dampfentsafter bestehen aus drei übereinander gestapelten Töpfen. Im unteren Topf wird Wasser erhitzt, dessen Dampf die Früchte im mittleren Topf zum Platzen bringt. Der austretende Saft sammelt sich im oberen Topf und kann dann in Flaschen abgefüllt werden.

Die hohe Saftausbeute ist ein Vorteil des Dampfentsafters. Allerdings gehen durch die Hitze viele Vitamine verloren, und die Herstellung dauert länger als bei Slow Juicern oder Saftzentrifugen.

Erdbeersaft mit anderen Zutaten kombinieren

Purer Erdbeersaft ist dickflüssig, daher eignet er sich besonders gut in Kombination mit anderen Obst- oder Gemüsesorten, die dünneren Saft ergeben. Hier einige Anregungen:

  • Erdbeer-Rhabarber-Saft: Die frische Säure von Rhabarber harmoniert hervorragend mit der Süße der Erdbeere.
  • Erdbeer-Spinat-Saft: Spinat liefert wertvolle Nährstoffe wie Eisen und Kalium und ergänzt die Fruchtigkeit der Erdbeeren.
  • Erdbeer-Melonen-Saft: Melone verleiht dem Saft durch ihren hohen Wassergehalt eine leichte Konsistenz und harmoniert geschmacklich gut mit Erdbeeren.
  • Erdbeer-Karotten-Saft: Karotten bringen erdige Noten und viele Nährstoffe, die gut mit der Süße der Erdbeeren harmonieren.
  • Erdbeer-Ingwer-Saft: Ingwer fügt dem Saft eine leichte Schärfe und entzündungshemmende Eigenschaften hinzu, die gut zur Süße der Erdbeeren passen.

Erdbeeren – kleine Früchte mit großer Wirkung

Erdbeeren sind nicht nur köstlich und kalorienarm, sondern auch ausgesprochen gesund. Sie enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Mineralstoffen und sekundären Pflanzenstoffen wie:

  • Vitamin C: Stärkt das Immunsystem und schützt die Zellen vor freien Radikalen.
  • Folsäure: Unterstützt die Zellteilung und das Wachstum.
  • Kalium: Reguliert den Blutdruck und den Wasserhaushalt.
  • Magnesium: Wichtig für Muskeln und Nerven.
  • Eisen: Notwendig für den Sauerstofftransport im Körper.
  • Zink: Stärkt das Immunsystem und fördert die Wundheilung.
  • Kupfer: Unterstützt die Bildung von roten Blutkörperchen und Bindegewebe.
  • Polyphenole: Diese sekundären Pflanzenstoffe besitzen entzündungshemmende und antioxidative Wirkungen und können zur Vorbeugung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.

Genießen Sie frischen Erdbeersaft und profitieren Sie dabei von den zahlreichen gesundheitsfördernden Inhaltsstoffen, die diese kleinen Früchte zu bieten haben.

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