Holunder kalt entsaften

Die heilende Wirkung von Holunderblüten und -beeren ist bereits seit dem Mittelalter bekannt. Holunder hat eine schweißtreibende Wirkung, er lindert Fieber und Schnupfen. Zur Verwendung als Heilmittel müssen zunächst die Blüten getrocknet oder die Beeren gepresst werden.

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Holundersaft ist sehr vitaminreich und gesund

Holundersaft durch Kaltpressung gewinnen

Im September und Oktober sind die schwarzen Holunderbeeren reif und können geerntet werden. Dabei sollten Sie unbedingt darauf achten, dass die Beeren vollständig schwarz und somit reif sind. Waschen Sie die Beerendolden unter fließendem Wasser und zupfen dabei die kleinen Beeren von den Stielen. Nun können Sie diese auf zwei verschiedene Weisen auspressen:

  • mit einer Saftzentrifuge oder
  • mit einer Saftpresse

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Saftgewinnung mit einer Zentrifuge

Setzen Sie zunächst eine besonders feine Reibe in die Zentrifuge ein, damit Sie eine ordentliche Saftausbeute erhalten. Geben Sie die gesäuberten Holunderbeeren in den Einfüllschacht und starten die Maschine. Die Beeren werden zerquetscht und so schnell geschleudert, dass Saft und Trester in zwei getrennte Behälter gelangen. Den Saft können Sie anschließend durch ein Mulltuch fließen lassen und so die kleinen Beerenkerne herausfiltern.

Saftgewinnung mit einer Obstpresse

Obstpressen gibt es in verschiedenen Größen. Für den gelegentlichen Gebrauch im Haushalt ist eine kleine bis mittelgroße Presse ausreichend.
Alle Pressen funktionieren auf die gleiche Weise. Die Früchte befinden sich in einem Sieb- oder Lochbehälter. Dieser wiederum steht in einem Auffangbehälter. Mittels einer Gewindespindel bewegen Sie eine Druckplatte nach unten in den gelochten Behälter und pressen die darin befindlichen Beeren aus. Der Saft fließt durch die Löcher in den Auffangbehälter und kann bequem abgelassen werden. Auch hier ist es ratsam, den Saft durch ein Mulltuch zu gießen, damit die kleinen Beerenkerne entfernt werden.

Die Verwendung von kalt gepresstem Holundersaft

Die heilende Wirkung des Holunders ist zwar allgemein bekannt, aber bekannt ist auch, dass besonders die Kerne in den Beeren einen Giftstoff namens Sambunigrin enthalten. Beim Verzehr von unreifen Beeren und auch durch Trinken des kalt gepressten Saftes können Übelkeit, Erbrechen, Krämpfe und Durchfall auftreten.
Solche Beschwerden vermeiden Sie, indem Sie den kalt gepressten Saft in jedem Fall vor dem Verzehr erhitzen.
Die Hitze zerstört den Giftstoff vollständig und der Saft kann ohne Reue getrunken werden.

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Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: zetat/Shutterstock

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