Holunder

Holunder ernten: Wann und wie Sie am besten vorgehen

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Holunderblüten und -beeren sind beliebte Zutaten für Säfte, Sirup und mehr. Dieser Artikel informiert über Erntezeitpunkt, Vorgehen und Verarbeitung beider Bestandteile.

Holunder ernten

Erntezeitpunkt von Holunderblüten

Die weißen, duftenden Holunderblüten erscheinen von Ende Mai bis Anfang Juli. Optimal sind Erntebedingungen an einem trockenen, sonnigen Vormittag, wenn der Tau abgetrocknet ist. Geerntet werden die Blüten, sobald die Einzelblüten vollständig geöffnet sind und ihren süßlichen Duft verströmen.

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Erntezeitpunkt von Holunderbeeren

Die Erntezeit von Holunderbeeren liegt zwischen Ende August und Oktober, abhängig von der Witterung. Reife Beeren, die sich durch ihre durchgehende Färbung und das Abgeben von rotem Saft beim Zerdrücken auszeichnen, liefern den besten Geschmack und Nährstoffgehalt.

Ernte von Holunderblüten

Die Ernte der Holunderblüten erfolgt idealerweise an einem sonnigen, trockenen Tag am späten Vormittag. Zu beachtende Schritte für die Ernte:

  1. Standort fernab von stark befahrenen Straßen wählen, um geringe Schadstoffbelastung sicherzustellen.
  2. Blütendolden mit einer Schere oder einem scharfen Messer abschneiden.
  3. Geerntete Dolden locker in einen Korb legen, um die Blüten vor dem Zerdrücken zu schützen.
  4. Rispen sorgfältig ausschütteln, um Insekten zu entfernen.

Hinweis: Holunderblüten sollten nicht gewaschen werden, um den Geschmack zu bewahren.

Ernte von Holunderbeeren

Holunderbeeren werden geerntet, wenn möglichst alle Beeren reif sind, da unreife Beeren giftige Stoffe enthalten. Auch reife Holunderbeeren müssen vor dem Verzehr erhitzt werden, um die giftigen Stoffe zu unschädlich zu machen. Schneiden Sie die Dolden mit einem scharfen Messer oder einer Schere ab.

Hinweis: Tragen Sie dunkle, ältere Kleidung, da der Saft der Beeren sehr farbintensiv ist und schwer zu entfernen Flecken hinterlässt.

Verarbeitung von Holunderblüten

Holunderblüten können vielseitig verwendet und haltbar gemacht werden. Beliebte Anwendungen sind:

  • Holunderblütensirup: Mit Wasser, Zucker und Zitronen lässt sich ein leckerer Sirup herstellen, der bei richtiger Lagerung etwa ein Jahr haltbar ist.
  • Holunderblütenlikör: Neben den Blüten werden Wasser, Zucker, Zitronen und klarer Schnaps benötigt. Der Ansatz sollte mehrere Tage ziehen.
  • Trocknen: Getrocknete Holunderblüten eignen sich hervorragend für Tee. Die Blüten an einem schattigen, warmen und luftigen Ort ausbreiten und täglich wenden, bis sie rascheln.
  • Einfrieren: Nach dem Abschütteln von Schmutz und Insekten kurz in Wasser tauchen, abtropfen lassen und im Eisfach ausbreiten. Danach Einzelblüten von den Stielen ziehen und in Gefäßen aufbewahren.

Verarbeitung von Holunderbeeren

Holunderbeeren lassen sich auf verschiedene Weise verarbeiten:

  • Holundersaft: Die gewaschenen Beeren von den Stielen trennen und abkochen, um das giftige Sambunigrin zu zerstören.
  • Holundersirup: Holundersaft lässt sich zu Sirup verarbeiten, indem man ihn mit Wasser, Zucker und Zitronen kombiniert.
  • Holunderlikör: Mit Zucker, Vanille und Schnaps wie Rum oder Korn lässt sich ein aromatischer Likör herstellen. Er sollte einige Wochen ziehen.
  • Holundergelee: Für Gelee werden Holundersaft, Zitronensaft und Gelierzucker verwendet, nach Belieben können Gewürze hinzugefügt werden.
  • Einfrieren: Die Beeren können nach der Ernte direkt eingefroren werden. Sie behalten ihr Aroma und ihre Vitamine. Gefrieren Sie ganze Dolden ein und zupfen Sie die Beeren nach dem Gefrieren ab.
Bilder: Copit / iStockphoto