Holunder appetitlich einkochen – lecker mit Beeren und Blüten

Die Früchte und Blüten am Schwarzen Holunder sind reich an Vitaminen, ungemein aromatisch, säurearm und nicht so süß. Was liegt näher, als sie nach dem Pflücken und Sammeln einzukochen? Wir halten ein paar delikate Rezepte bereit.

Holunder einkochen

Holunderbeeren perfekt einkochen zu Marmelade

Verlief der Sommer nicht allzu trocken, trägt der Holunder im Garten einen üppigen Fruchtbehang. Nachdem Sie die reifen Beeren geerntet haben, sollten sie unverzüglich verarbeitet werden. Wie sie sich in eine köstliche Marmelade verwandeln, erfahren Sie hier:

  • mit einer Gabel die gereinigten Holunderbeeren von den Dolden abstreifen
  • in einen Topf 1 Kilo Früchte geben
  • darüber 1 Kilo Gelierzucker geben
  • unter ständigem Rühren solange kochen, bis eine sämige Masse entsteht
  • aromatisieren mit dem Saft einer Zitrone und 4 Esslöffeln Johannisbeerlikör

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Die kochend heiße Marmelade wird eingefüllt in bereitstehende Schraubgläser. Diese sogleich verschließen und zum Abkühlen auf den Kopf stellen.

Erfrischender Sirup mit Holunderblüten

Trägt der Schwarze Holunder ab Juni sein weißes Blütenkleid, steht Ihnen damit eine gesunde und köstliche Zutat für vielseitigen Sirup zur Verfügung. Die folgenden Zeilen zeigen auf, wie es geht:

  • Blütendolden nicht unter fließendem Wasser abspülen, sondern in kaltem Wasser schwenken
  • die Stiele von 20 Blüten mit einer scharfen Schere abschneiden
  • 1 Kilo Zucker in 1 Liter Wasser bis zur vollständigen Auflösung einkochen
  • die Blüten in ein hitzebeständiges Gefäß legen und mit dem heißen Zuckerwasser übergießen
  • das Gefäß verschließen und 4-5 Tage im Keller aufbewahren

Im letzten Schritt seihen Sie die Flüssigkeit ab durch ein Sieb, das mit Küchenpapier ausgelegt ist. Im Topf wird der Sirup nochmals aufgekocht und unverzüglich eingefüllt in Flaschen mit Schraubverschluss. Ein Schuss Zitronensäure verleiht dem Holunderblütensirup den letzten Schliff.

Tipps & Tricks

Möchten Sie Holunderbeeren und Blüten einkochen, die Sie in freier Natur sammelten? Dann ist Vorsicht angebracht. Die toxischen Früchte des Zwergholunders beispielsweise, sehen den Früchten des essbaren Schwarzen Holunders zum Verwechseln ähnlich. Ein giftiger Holunder verrät sich unverkennbar durch einen abstoßenden Geruch. Also – zuerst schnuppern, dann ernten.

Text: Paula Jansen

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