Abwechslung im Saftglas: Rhabarber entsaften

Wenn Sie die Nase voll haben von Streuselkuchen und Rhabarberkompott, möchten Sie vielleicht den Rest Ihrer reichen Rhabarberernte anderweitig verarbeiten. Durch das Entsaften der säuerlichen Stangen erhalten sie ein gesundes und schmackhaftes Getränk, das Sie sogar haltbar machen können.

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Rhabarbersaft ist lecker und gesund

Besonderheiten des Rhabarbers

Rhabarber ist eine dankbare und anspruchslose Gartenpflanze. Er benötigt lediglich reichlich Wasser, ansonsten ist er sogar mit einem schattigen Standort und jeder Art von Erde zufrieden. Bei der Ernte der Rhabarberstangen müssen Sie auf den richtigen Zeitpunkt achten: Als Stichtag für die letzte Ernte des Jahres gilt der Johannistag (24. Juni). Der Grund hierfür ist, dass Rhabarber im Verlauf eines Jahres immer mehr giftige Oxalsäure bildet. Im Sommer ist der Wert so hoch, dass der Rhabarber nicht mehr zum Verzehr geeignet ist.

Geeignete und ungeeignete Entsaftungsmethoden für Rhabarber

Die Erfahrung lehrt den Hobbykoch und -gärtner, dass nicht alle Methoden der Entsaftung für jedes Obst oder Gemüse geeignet sind. Für das Entsaften von Rhabarber können Sie sich an den folgenden Empfehlungen orientieren.

Besser nicht: Rhabarber kalt entsaften

Rhabarber ist ein sehr faseriges Gemüse. Beim Entsaften mit einem elektrischen Entsafter oder einer elektrischen Saftpresse, kann es leicht passieren, dass sich die Fasern in den Werkzeugen der Geräte verfangen und diese ständig davon befreit werden müssen. Das ist enorm aufwendig und zieht den Vorgang des Entsaftens in die Länge.
Da Rhabarber vor dem Verzehr ohnehin erhitzt werden sollte, um die enthaltene Oxalsäure unschädlich zu machen, ist das Heißentsaften dem Kaltentsaften vorzuziehen.

Zwei Methoden, Rhabarber heiß zu entsaften

Beim Heißentsaften haben Sie die Wahl zwischen Kochtopf und Dampfentsafter. Einfacher geht es mit dem Dampfentsafter, jedoch hat das Entsaften von Rhabarber im Kochtopf den Vorteil, dass Sie nicht extra ein neues Küchengerät anschaffen müssen. Bei beiden Methoden können Sie etwas Zucker über den Rhabarber streuen, um den Saft zu süßen.

  • Kochtopf: Waschen Sie die Rhabarberstangen, schneiden Sie sie in zwei Zentimeter lange Stücke und geben Sie diese in einen ausreichend großen Kochtopf. Bedecken Sie die Rhabarberstücke mit Wasser und kochen Sie sie für 20 Minuten. Den weichgekochten Rhabarber streichen Sie durch ein Sieb. Um den so erhaltenen Saft zu klären, filtern Sie ihn durch ein Mulltuch. Wenn Sie den Rhabarbersaft haltbar machen wollen, kochen Sie ihn erneut auf, bevor Sie ihn in sterile Flaschen füllen und diese sofort verschließen.
  • Dampfentsafter: Geben Sie den gewaschenen und zerteilten Rhabarber in den Fruchtkorb des Dampfentsafters. Befüllen Sie den untersten Topf des Geräts mit etwas Wasser, stellen Sie den Saftauffangbehälter darauf und darüber den befüllten Fruchtkorb. Verschließen Sie den Dampfentsafter mit einem Deckel und stellen Sie ihn für etwa eine Stunde auf den Herd. Nach dieser Zeit füllen Sie den entstandenen Rhabarbersaft in sterile Flaschen ab (so bleibt er haltbar).
Text: Gartenjournal.net
Artikelbild: Igors pusaboms/Shutterstock

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