Tipps und Tricks zum richtigen Rosenschnitt im Sommer

Auch wenn Sie Ihre Rosen im Frühling oder Herbst bereits zurückgeschnitten haben, sollten Sie im Sommer nochmals zur Schere greifen. Der Sommerschnitt ist sogar wichtiger als das häufige ausputzen, bei dem lediglich Verblühtes abgeschnitten wird, denn er sorgt eine für kräftige und gesunde Zweitblüte.

Rosen schneiden im Sommer
Rosen werden direkt nach der Blütezeit geschnitten

Wann erfolgt der Sommerschnitt?

Greifen Sie direkt nach dem kompletten Abblühen beherzt zur Schere.

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Wie wird geschnitten?

Dies ist abhängig davon, um welche Rosensorte es sich handelt:

  • Bei Edelrosen und Zwergrosen schneiden Sie die verblühten Triebe auf das nächste, gut ausgebildete Fünfblatt zurück. Langtriebige Sorten dürfen Sie um etwa zwanzig Zentimeter einkürzen. Dadurch wachsen diese nicht zu hoch und instabil.
  • Bei Strauchrosen treiben die vegetativen Triebe häufig zu stark durch und verdecken dadurch die Rosenblüten. Diese Zweige können Sie, noch bevor sich die Knospen öffnen, bis kurz unter die Blüten zurückschneiden. Mit dem eigentlichen Schnitt warten Sie, bis die Rose komplett verblüht ist. Bei mehrfach blühenden Strauchrosen schneiden Sie dann das Verwelkte mit drei bis vier Blättern ab. Einmalblühende Strauchrosen werden hingegen nur leicht in Form geschnitten.
  • Bei Kletterrosen schneiden Sie alles Abgeblühte heraus. Bildet die Rose bereits im Sommer viele Jungtriebe, können Sie auch diese bedenkenlos einkürzen. Alternativ hat es sich bewährt, die Triebe einfach nach unten zu biegen und zwischen die Alttriebe zu stecken.

Welche Rosenschere eignet sich?

Gartenscheren (14,60€ bei Amazon*) gibt es in zwei Ausführungen: Amboss- und Bypass-Schere. Für den Rosenschnitt eignet sich die Bypass-Schere besser, da bei dieser zwei gegenüberliegende Schneiden, die aneinander vorbei laufen, für einen sauberen, glatten Schnitt sorgen.

Eine qualitativ hochwertige Rosenschere hält viele Jahre, vorausgesetzt, sie wird richtig gepflegt. Reinigen Sie die Schere nach der Arbeit gründlich. Haben Sie erkrankte Rosen zurückgeschnitten, sollten Sie das Werkzeug zusätzlich desinfizieren.

Ölen Sie die Rosenschere gelegentlich ein wenig. Dadurch wird verhindert, dass sich Rost ansetzt, welcher die Schere schwergängig macht.

Nutzen Sie die Rosenschere ausschließlich zum Zurückschneiden von Pflanzen und öffnen Sie damit keine Säcke oder durchtrennen Sie gar Kunststoff-Blumentöpfe. So bleibt die Schere lange scharf, was für einen sauberen Schnitt unerlässlich ist.

Tipps

In naturnahen Gärten können Sie einmalblütige Strauchrosen mehrere Jahre ungestört wachsen lassen. Lediglich Totholz und alte Triebe sollten herausgeschnitten werden. Die in Ruhe gelassenen Rosensträucher bieten einer Vielzahl von Vögeln und Insekten Unterschlupf und Nahrung.

Text: Michaela Kaiser

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