Rosen besser nicht mit Rindenmulch mulchen

Wie die Erfahrung zeigt, stehen Rosen besser in offenem Boden. Wenn Sie ein Beet mit Rindenmulch abdecken, sparen Sie den Boden rings um die Rose aus. So können Sie Dünger ausbringen, außerdem wird das Hacken und Lockern der Erde nicht erschwert. Besser ist es jedoch, auf Rindenmulch zu verzichten, denn Rosen vertragen Rindenmulch nicht besonders gut.

Rosen Rindenmulch
Rosen mögen Rindenmulch nicht besonders

Weshalb Rosen keinen Rindenmulch vertragen

Viele Hobbygärtner bringen in ihren Beeten Mulchmaterial aus, damit das Unkraut unterdrückt wird und sie weniger Zeit mit Jäten verbringen müssen. Dieser Effekt tritt auf, weil Mulch die Belüftung (d. h. die Versorgung mit Sauerstoff) des Bodens behindert. Rosen jedoch sind auf eine sehr gute Bodenbelüftung angewiesen, schon allein weil die im Boden lebenden Bakterien aerob sind. Das bedeutet, sie benötigen für die Zersetzung von Dünger, Humus oder Kompost Sauerstoff. Fehlt dieser, können die Rosen die benötigten Nährstoffe nicht mehr aufnehmen.

Pilzkrankheiten sind Folge von Mulchung

Nicht ausreichend mit Nährstoffen versorgte Rosen erfahren eine Schwächung, sie wachsen weniger, blühen weniger und sind außerdem stärker anfällig für einen Befall mit Schädlingen und / oder verschiedenen Krankheitserregern, vor allem mit Pilzen. Auf in gemulchten Böden stehenden Rosen etabliert sich sehr häufig der Sternrußtau, eine durch einen Schadpilz hervorgerufene Erkrankung vor allem der Rosenblätter.

Womit Sie Rosen stattdessen mulchen können

Sie müssen jedoch nicht gänzlich auf eine Mulchung verzichten. Statt Rindenmulch ist es besser, im späten Herbst reifen Kompost oder Rosenerde auszubringen. Hierbei ist es völlig ausreichend, die Mulchschicht etwa vier Zentimeter dick zu halten. Später lässt sich dieser Mulch problemlos unterarbeiten, zudem führt er der Rose zusätzliche Nährstoffe zu.

Rosen gesund erhalten – Bodenleben aktivieren

Ein Bodenaktivator aus dem Fachhandel verbessert den Stoffwechsel der Rose. Der pH-Wert pendelt sich dadurch außerdem auf einem optimalen Niveau für Rosen ein. Wählen Sie ein Mittel aus natürlichen Rohstoffen, welches wichtige Spurenelemente und Mikronährstoffe enthält. Arbeiten Sie den Bodenaktivator gründlich in den Boden ein; in der Folge wird die Bodenstruktur verbessert, ebenso wie die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen Als natürlicher (und völlig kostenloser) Aktivator fungiert übrigens Kaffeesatz – ein wunderbarer Dünger nicht nur für Rosen!

Tipps

Wenn Sie aber auf Mulch nicht verzichten wollen, ist Pinienrinde die bessere Variante.

Text: Ines Jachomowski
Wie hat Ihnen dieser Artikel gefallen?
Rating: 0/5. 0 Stimmen

Melde Dich für unseren Newsletter an

Erhalten Sie den monatlichen Gartenjournal Newsletter in Ihr E-Mail Postfach. Abmelden ist jederzeit möglich.