Rosen für den Winter vorbereiten

Rosen werden im Winter hauptsächlich von Frost, Sonne und Wind geplagt, wobei die meisten Rosenarten mit dauerhaftem Frost an sich kein Problem haben - problematisch wird dieser nur, wenn die Wintersonne an milden Tagen den Saftfluss anregt und anschließend die Temperaturen wieder stark abfallen. In der Folge platzen die Pflanzenzellen und es kommt zu teils gravierenden Schäden, die vor allem an geschwärzten Trieben erkennbar sind.

Rosen Winterschutz
Rosen müssen vor Kälte und auch vor der Wintersonne geschützt werden

Vorbereitung für den Winter erfolgt bereits im Hochsommer

Auch wenn bei 30 Grad im Schatten noch niemand an den Winter denken mag: Genau jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um die Vorbereitungen für die kalte Jahreszeit zu starten. Dazu müssen Sie jedoch zunächst einmal etwas stoppen, nämlich die Düngung der stark zehrenden Rosen. Die Pflanzen sollten Ende Juni / spätestens jedoch Mitte Juli das letzte Mal gedüngt werden. Eine spätere Düngung führt nur dazu, dass weitere Triebe ausgebildet werden, die jedoch nicht mehr rechtzeitig vor dem Winter ausreifen können und daher mit großer Wahrscheinlichkeit erfrieren werden. Stattdessen erfolgt zwischen Mitte und Ende August – jedoch keinesfalls später – eine Abschlussdüngung mit einem guten Kalidünger.

Besonders wichtig: Rosen vor der Wintersonne schützen

Viel gefährlicher als Frost wird Rosen im Winter die Sonne. An klaren, sonnigen Tagen im Januar oder Februar, wenn der Boden gefroren ist, verdunstet aus den oberirdischen Pflanzenteilen Wasser, das von den Wurzeln im gefrorenen Boden jedoch nicht ersetzt werden kann. Rosen erfrieren im Winter meist nicht, sondern vertrocknen schlicht. Dieses Phänomen wird auch als Frosttrocknis bezeichnet. Abhilfe schafft ein Abdecken der Pflanzen mit Tannen- oder Fichtenreisig, um die Triebe vor der starken Sonneneinstrahlung zu schützen.

Rosen anhäufeln

Durch das Anhäufeln schützen Sie Ihre Rosen sowohl vor Frost als auch vor der austrocknenden Wintersonne. Unter diesem Begriff versteht der Gärtner das Abdecken der Pflanzen mit einem 15 bis 20 Zentimeter hohen Erdhügel, wofür vorhandene Gartenerde ebenso gut wie abgelagerter Kompost verwendet werden kann. Übrigens sollten Rosen keinesfalls im Herbst geschnitten werden!

Tipps

Insbesondere Hochstämmchen sind im Winter gefährdet und brauchen daher einen speziellen Schutz. Verwenden Sie Tannen- oder Fichtenreisig sowie Jutesäcke und andere atmungsaktive Materialien, ungeeignet sind dagegen Plastiktüten oder Luftpolsterfolien, da sich darunter nur Schwitzwasser bilden und in dessen Folge Schimmel entstehen kann. Kletterrosen dagegen werden mit Hilfe von Schilfmatten vor Wintersonne und kalten Winden wirksam geschützt.

Text: Ines Jachomowski
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