Rispenhortensie blüht nicht – Ursachen und was Sie dagegen tun können

Rispenhortensien sind an sich sehr blühfreudig, manchmal jedoch lässt sich sehnsüchtig erwartete Blüte auf sich warten. Welche Ursachen dafür verantwortlich sind und wie Sie Ihren Strauch doch noch zum Blühen bewegen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Rispenhortensie keine Blüte
Nährstoffmangel oder ein falscher Standort können dazu führen, dass die Rispenhortensie nicht blüht

Junge Rispenhortensien blühen oft noch nicht

Auch wenn die junge Hortensie schon beim Kauf im Topf geblüht hat, kann sie nach dem Einpflanzen dennoch einige Zeit mit dem Blühen pausieren – junge Blütensträucher blühen ohnehin oft erst nach einigen Jahren Standzeit. Daher wundern Sie sie nicht, wenn Ihre im Vorjahr ausgepflanzte Rispenhortensie zwar prächtig wächst und herrliches dunkelgrünes Laub ausbildet, aber keine Blüten. Können Sie andere Ursachen ausschließen, dann hilft nur Geduld.

Falscher Standort verhindert Blüte

Eine der häufigsten Ursachen für die ausbleibende Blüte bei Rispenhortensien ist schlicht der falsche Standort. In so manchem Gartencenter wird diese Hortensienart verkaufsfördernd als “schattenverträglich” angepriesen, woraufhin sie, an einen schattigen Platz im Garten gepflanzt, natürlich nicht blüht. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hortensien brauchen Rispenhortensien tatsächlich einen mindestens halbschattigen Standort, wobei sie auch sonnige und vollsonnige Plätze gut vertragen – immer vorausgesetzt, die Wasserversorgung stimmt. In die Sonne gepflanzte Rispenhortensien müssen reichlicher gegossen werden als Exemplare, die im Halbschatten stehen.

Rispenhortensie leidet unter Nährstoffmangel

Zuguterletzt kann auch ein Nährstoffmangel dazu führen, dass die Rispenhortensie nicht blüht. Dieser kann entweder infolge ungeeigneter Bodenverhältnisse (sandiger bzw. kalkhaltiger Boden) sowie aufgrund einer mangelhaften Versorgung mit Nährstoffen entstehen. Rispenhortensien brauchen nicht nur viel Wasser, sondern auch eine kontinuierliche Versorgung mit dem richtigen Nährstoffmix. Regelmäßiges Mulchen sowie die zusätzliche Gabe von mineralischem Dünger ist für die Pflanzengesundheit sinnvoll, wobei vor allem Phosphor die Blüte anregt.

Tipps & Tricks

Wer einen Walnussbaum im Garten stehen hat, kann sich freuen. Das im Herbst herabfallende Laub lässt sich nämlich prima als organisches Düngemittel für Hortensien, Rhododendron und andere Pflanzen mit einer Vorliebe für sauren Boden nutzen. Mulchen Sie im Herbst den Wurzelbereich Ihrer Hortensien dick mit dem (möglichst nassen) Nussbaumlaub. Weiteres Laub kompostieren Sie zusammen mit (Rhododendron-)Erde bis zum Frühjahr, denn dann erhalten die Sträucher noch einmal eine kräftige Portion als Startschuss in die Wachstumsperiode. P. S. Lassen Sie sich nicht durch Behauptungen verunsichern, Nussbaumlaub wäre nicht kompostierbar. Erfahrungsgemäß verrottet das Laub innerhalb eines Jahres.

Text: Ines Jachomowski

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